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Medizinisches Marihuana und die Behandlung von Gehirntumoren

Man schätzt, dass allein in den USA über 700.000 Menschen mit einem Hirntumor oder einer anderen Art von Krebs des zentralen Nervensystems leben. Jedes Jahr verlieren etwa 17.000 Betroffene in den USA – und viele weitere auf der ganzen Welt - ihren Kampf gegen den Hirntumor.

Hirntumoren machen keine Unterschiede und können Menschen aller Altersgruppen, Geschlechter und ethnischen Gruppen treffen. Ihrer Behandlung sind in der Regel Grenzen gesetzt, so dass die Suche nach neuen alternativen Therapien immer wichtiger wird.

Zum Glück scheint die Suche nach diesen Alternativen Fortschritte zu machen. Neue Forschungsergebnisse legen nahe, dass Cannabinoide wie THC und CBD helfen können, das Wachstum und die Ausbreitung bestimmter Arten von Hirntumoren, einschließlich Glioblastome und Astrozytome, zu beherrschen.

HIRNTUMOREN VERSTEHEN

Hirntumor
Schwindel
Sprechstörung
Hirndruck
Rombergs Test
Kopfschmerzen
Erbrechen
Biopsie
Sehbehinderung
Schwerhörigkeit
Lähmung
Magnetresonanztomografie
Chemotherapie
Strahlentherapie
Chirurgie


Der Begriff Hirntumor bezieht sich auf die Bildung von Tumoren im Gehirn. Diese Tumoren entstehen durch das Wachstum abnormaler Zellen, die die normale Gehirnfunktion beeinträchtigen können, sobald sie groß genug sind.

Hirntumoren können entweder primär sein, d.h. sie haben ihren Ursprung im Gehirn selbst und breiten sich selten auf andere Körperregionen aus, oder sekundär, was bedeutet, dass sie von Krebszellen gebildet werden, die aus anderen Körperregionen stammen.

TYPEN VON GEHIRNTUMOREN

Hirntumoren werden in der Regel in 2 Gruppen aufgeteilt: gutartige und bösartige. Gutartige Tumoren sind nicht krebsartig, wachsen meist langsam und breiten sich selten in andere Teile des Gehirns aus.

Bösartige Tumoren hingegen können aggressiv wachsen und sich in anderen Bereichen des Gehirns und/oder des Körpers (gewöhnlich des Rückenmarks) ansiedeln.

Es gibt über 120 Arten von Hirntumoren. Einige häufige Arten von bösartigen Hirntumoren sind:

Hirntumoren können sich in einer Vielzahl von verschiedenen Zelltypen bilden und verschiedene Bereiche des Gehirns und des Rückenmarks betreffen. Die Art der Symptome, die sie auslösen, hängt davon ab, wo und in welcher Größe sich der Tumor genau bildet, wie schnell er wächst und wie alt der Patient ist.

CANNABIS UND HIRNTUMOREN: WAS SAGT DIE WISSENSCHAFT?

Es gibt eine wachsende Anzahl von Untersuchungen, die zeigen, dass bestimmte Cannabinoide positive Auswirkungen auf Hirntumoren sowie andere Arten von Krebs haben können. Die Studien machen deutlich, dass die Verbindungen aus Cannabis dabei auf viele verschiedene Arten wirken können.

Zunächst einmal können Cannabinoide tatsächlich Krebszellen töten. In einem Artikel, der in Nature Reviews Cancer veröffentlicht wurde, legte Manuel Guzman, Professor für Biochemie und Molekularbiologie an der Complutense Universität in Madrid, dar, dass Cannabinoide in Gliomzellen die Apoptose auslösen können (eine Art programmierten Zelltod, der von Natur aus in multizellulären Organismen auftritt).

Guzman folgert zudem aus Studien an Mäusen und Ratten, dass Cannabinoide wie THC ebenso eine Regression von Gliomzellen verursachen können, wohingegen sie reguläre Gliazellen schützen.

Eine weitere Studie, die Guzman und ein Team von Forschern derselben Universität veröffentlicht haben, zeigt, dass Cannabinoide den Vascular Endothelial Growth Factor (VEGF) hemmen können. Dieses Signalmolekül ist entscheidend für die Fähigkeit eines Tumors, neue Blutgefäße zu bilden, um sich mit Sauerstoff und anderen Nährstoffen zu versorgen und sich gleichzeitig seiner Abfallprodukte zu entledigen.

Doch THC ist nicht das einzige Cannabinoid, das bei der Einschränkung des Wachstums oder der Ausbreitung von Hirntumorzellen helfen kann. Im Jahr 2013 fanden Forscher der Abteilung für Experimentelle Medizin an der Universität von Camerino, Italien, heraus, dass auch CBD dazu beitragen kann, das Wachstum von Hirntumoren zu verlangsamen.

Diese Forschungsergebnisse wurden im Journal of Carcinogenesis veröffentlicht und deuten darauf hin, dass Cannabidiol (oder CBD) in der Lage ist, in multiformen Glioblastomzellen die Bildung neuer Zellen zu stoppen und gleichzeitig ihre Resistenz gegen spezifische Chemotherapeutika wie Carmustin senken kann.

Die Autoren der Studie nehmen an, dass CBD einen bestimmten Rezeptor aktiviert, der letztendlich Gliomzellen empfindlicher für eine Chemotherapiebehandlung macht.

Eine weitere Studie, die 2010 in der Zeitschrift Molecular Cancer Therapeutics veröffentlicht wurde, zeigt zudem, dass CBD die hemmende Wirkung von THC auf Wachstum und Überlebensfähigkeit neuer Gliomzellen verstärkt.

KREBS UND CANNABIS: DAS GROÁºŽE GANZE

Es ist wichtig festzuhalten, dass es immer noch an klinischen Studien mangelt, die bestätigen, dass Cannabinoide wie THC und CBD kann bei der Behandlung von Hirntumoren wirksam sind. Die hier vorgestellten Hinweise sind jedoch vielversprechend.

Ebenso wichtig ist die Erkenntnis, dass diese Studien mit einer Reihe weiterer Studien übereinstimmen, in denen die Auswirkungen von Cannabinoiden auf Krebsarten außerhalb des Gehirns untersucht wurden. Auch hier gibt es noch nicht genügend Beweise, um wirklich gesichert davon sprechen zu können, dass Cannabinoide das Tumorwachstum verlangsamen oder sogar umkehren können, aber dennoch bilden diese Studien eine feste Grundlage, auf der zukünftige Forschung sinnvoll aufbauen kann.

Quellenangabe:
https://www.cannabis.info/de/blog/medizinisches-marihuana-behandlung-gehirntumoren

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