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  4. Sonntag, 07. Oktober 2018
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Ich, der Autor des Buches Gott offenbart sich der Menschheit als sichtbarer Gott, bin Moslem bereits durch meine Geburt. Einer der Hauptinhalte dieser Religion – nämlich die Identität Gottes -ist unmissverständlich klar und deutlich. Das islamische Konzept, nur an einen Gott zu glauben, war für mich eine erfolgreiche Grundlage, die es mir ermöglichte, Gott bereits sehr zeitig zu treffen. Deshalb empfinde ich in meinem Herzen eine tiefe Liebe und einen großen Respekt für den Mann, den man Mohammed nennt. Selbst wenn ich mich noch so sehr bemühe, vermag ich nicht in Worte zu fassen, wie sehr ich Mohammed verehre und liebe. Ich wuchs in Richtung des Sufismus auf, dessen Hauptlehre es ist, dass die Menschen zuerst ihre vertikale Beziehung mit ihrem Schöpfer aufbauen sollen. Auch dies ist Mohammed zu verdanken. Der Sufismus entwickelte sich aus dem Islam heraus.
In meiner frühen Kindheit kam Mohammed viele, viele Male zu mir. Er erwähnte aber niemals seinen Namen mir gegenüber. Und deshalb war ich mir auch nicht bewusst, dass der Mann vor mir der Gründer des Islams war. Ich erinnere mich an Mohammeds Güte, sein elterliches Herz und an seine Führung während meiner Kindheit. Je mehr ich mich geistig und spirituell entwickelte, desto intensiver und öfter erschien mir Mohammed. Er kam mit seinen Jüngern und einigen bedeutenden Gesandten des Sufismus zu mir. Sie alle haben die Grundlage in meinem frühen Leben gelegt und mich so für die göttliche Vorhersehung vorbereitet. Ich habe verschiedene Nachrichten von Mohammed an alle Moslems zu überbringen. Ich entschied, diese Botschaften am Ende seiner Lebensgeschichte zu erwähnen. Zuerst möchte ich einige besondere Erlebnisse voranstellen, die ich mit Mohammed in der geistigen Welt hatte. Danach schließt sich direkt die Lebensgeschichte Mohammeds an. Mohammed lud mich zu einer Feier in der geistigen Welt ein. Während dieser sprach er zu mir: „Die Zeit ist gekommen, in der die Himmel auf die Erde hinunter kommen möchten. Wenn du das Objekt Gottes wirst, werden sich auch die Himmel auf Erden niederlassen." Mohammed nahm sodann seinen Umhang von seinen Schultern und legte ihn um meine. An alle anwesenden Gesandten im Paradies gewandt sagte er: „Haltet inne, Gott hat Zahid auserwählt!"
Die Sufisten und der Sufismus wurden durch Gott und durch die Himmel inspiriert. Im Sufismus ist die Identität Gottes klar und eindeutig. Hier betont man, dass die Menschheit zuerst ihre vertikale und ihre mystische Beziehung zu Gott aufbauen muss. Es gab viele Sufisten, die es schafften ihre eigene Beziehung mit Gott zu haben. Die Sufis fühlten, dass es eine Kluft zwischen Gott und den Menschen gab. Diesen Abstand zu verringern, diese Distanz wirklich zu überwinden, ist die wahre Bedeutung des Sufismus. Die Menschheit wird sich fragen: Warum ist es nach geraumer Zeit so ruhig um den Sufismus geworden? Die Antwort ist folgende: Obwohl der Sufismus während einer bestimmten Zeit der Liebe Gottes einen neuen Ausdruck verliehen hat, kam er doch niemals über die Grenzen des Islams hinaus. Im Ergebnis ist der Sufismus wieder zur islamischen Tradition zurückgekehrt. Er nahm dessen Farben an und lebte genauso, wie es die islamische Religion vorschreibt. Genau genommen kann niemand nachdem er Gott getroffen hat, noch irgendeiner Religion angehören. Egal ob es sich hierbei um das Christentum, den Islam oder irgendeine andere Religion handelt. Dieser Mensch gehört nur zu Gott und ist somit sein göttliches Kind. Gott selber ist weder Jude, Christ, Moslem noch gehört Er irgendeiner anderen Religion an. Es ist gut mit der Religion zu beginnen, aber es ist nicht gut genug auch mit ihr aufzuhören oder mit ihr den Rest des Lebens zu beschließen. Die Menschheit muss ihre einzigartige Beziehung mit Gott entdecken. Alle Religionen wurden auf unnatürliche Weise ins Leben gerufen. Sie entstanden aus einer Notsituation heraus, denn der Mensch fiel in die Hände Satans. Seit dieser Zeit führen, richten und kontrollieren die Engelwelten die Menschheit in den geistigen Welten. Ursprünglich sollten die Menschen die Engelwelten führen und leiten. Aber jetzt sind sie nur die Objekte dieser Engelwelten. Alle Religionen wurden durch verschiedene Engeldimensionen inspiriert. Sie sollten eine Basis auf der Erde schaffen, die es der Menschheit ermöglicht, dem Weg der Prinzipien zu folgen, um ethische, moralische und vor allem geistige Werte kennen zu lernen. Ausgehend von diesen Menschen und den anderen Wesen in dem Universum wird die Menschheit ultimativ nach vorne schreiten müssen, um ihre vertikale Beziehung mit ihrem Schöpfer aufzubauen. Durch den Sufismus wollte Gott sich noch einmal selber ganz neu vor-und darstellen. Aber der Sufismus zeigte diese neue Art nur in den Grenzen des Islams. Gott war wieder einmal isoliert und zog sich zurück. Noch einmal mussten die Engel-und die Dschinndimensionen die Führung übernehmen. Dies ist eine bittere Wahrheit für die religiöse Welt. Jetzt ist ein Zeitalter angebrochen, in der Gott die Menschen gerufen hat. Und das wird eine Zeit sein, in der Gott sich mit seinen Kindern niederlassen wird. Dies ist nicht das Zeitalter der Religion. Jetzt ist eine Epoche angebrochen, in der die Religionen sich miteinander vereinen müssen, ausgerichtet auf Gott. Gott wird sich niemals um der Religionen willen, mit ihnen vereinen. Einmal fragte Gott die Sufis im Paradies, nach ihrem größten Wunsch, den Er ihnen erfüllen könne. Sie antworteten Ihm, sie wünschten jemand aus ihrer Ahnenlinie würde auserwählt, der den Willen Gottes erfüllt. Gott sagte zu mir, dem Autor dieses Buches: „Du bist der Wunsch, den ich den Sufis erfüllt habe." Ich aber antwortete Gott: „Ich würde lieber dein Wunsch werden." Als Gott dies vernahm, lächelte Er. Seitdem ich die Mission von Gott erhielt, ist es mein ultimativ tiefster Wunsch, dass eines Tages all die verlorenen Kinder Gottes in der Lage sind, ihren Himmlischen Vater direkt zu treffen und zu sehen.
Jetzt beginne ich mit der Lebensgeschichte des großartigen Propheten, der die Identität Gottes der Menschheit vorstellte. Als Jesus weder den Willen Gottes erfüllen noch das Königreich Gottes auf der Erde errichten konnte, haben Satan und seine gefallenen Engel einen hohen Preis von der himmlischen Seite gefordert. Als Preis der Wiedergutmachung konnte die himmlische Seite für ungefähr 600 Jahre keinen Mann Gottes auserwählen, der als zentrale Person in der Lage gewesen wäre, die göttliche Vorhersehung ihrer Bestimmung zuzuführen. Nach ungefähr 600 Jahren wurde Mohammed durch die Himmel gerufen, um den Willen Gottes zu erfüllen. Gabriel, einer der Erzengel, arbeitete zusammen mit Mohammed, um die Vorhersehung Gottes voranzubringen. Öfters beobachtete ich Mohammed im Paradies oder in verschiedenen Teil der Engelwelten. Er bevorzugt es, alleine zu bleiben und sich an einsamen Orten der geistigen Welt zurückzuziehen. Als ich zu ihm flog, um seine Lebensgeschichte zu vernehmen, traf ich ihn auf dem höchsten, grünen Berg in diesem Paradies an. Er saß ganz allein auf dem Bergkamm und ließ seine Füße nach unten baumeln. Ich konnte ihn bereits von oben erkennen. Um ihn herum war Tausende Meilen weit kein anderes Wesen wahrzunehmen. Ich flog hinunter und landete ganz in seiner Nähe. Ich ging zu ihm hin und begrüßte ihn.
Mohammed stand auf und umarmte mich. Er fragte mich: „Wie konntest du mich hier finden?" Ich sagte ihm, Gott und die Himmel wären mir dabei behilflich gewesen. Er lächelte und sprach: „Für mich gibt es keinen besseren Ort als diesen. Hier kann ich mich allein niedersetzen." Ich sagte zu ihm: „Auf der Erde haben die meisten Menschen und ebenso die meisten geistigen Wesen in der spirituellen Welt den Wunsch, dich zu sehen und dich ein einziges Mal zu treffen. Aber du hast solch einen abgelegenen Ort ausgesucht." Er sah mich an. Ich hielt inne. In seinem Gesicht konnte ich viele Sorgen erkennen. Für einen Moment wandte er sein Antlitz dem Berg zu. Er sprach kein Wort. Er war ganz ruhig. Nach einer geraumen Weile brach er das Schweigen.
„Ich habe bereits zu lange auf einen Mann Gottes gewartet, auf den ich mich verlassen kann, dass er das Herz Gottes befreit. Ich erinnere mich noch sehr genau an deine Geburt. Ich war deiner Mutter sehr nahe, als sie dich gebar. Ich habe an vielen einsamen
Plätzen für dich gebetet, Jahr für Jahr." Als ich dies hörte, wurde ich traurig und Tränen schossen mir in die Augen. Mohammed legte seine Hände auf meine Schultern und fuhr fort: „Ich habe dies nicht gesagt, um dich traurig zu machen. Eigentlich ist es mein größter Wunsch, dich glücklich zu sehen. Du hast einen unsagbar großen Segen Gottes erhalten. Am glücklichsten ist Gott mit dir. Er liebt dich." Plötzlich sahen wir ein paar Engel an unserem Berg vorbeifliegen.
Ich erzählte daraufhin Mohammed: „Auf meinem Weg hierher konnte ich weit und breit niemanden um diesen Berg herum erblicken. Ich dachte, dieser Teil des Paradieses ist leer. Aber jetzt sehe ich plötzlich, ein paar Engel an uns vorbeifliegen." Mohammed erzählte mir daraufhin: „Von Zeit zu Zeit sehe auch ich verschiedene Engel und Seelen über diesen Berg fliegen. Wie dem auch sei. Es kommt trotzdem sehr, sehr selten vor." Dann sprach Mohammed zu mir: „Alle Ehre und all der Ruhm gebührt Gott allein. Er hat mir vergeben und mir diesen Segen zu Teil werden lassen. Ich bin sprachlos. Ich kann seine Liebe, seine Güte und sein Mitleid für mich und für die Menschen nicht in Worte fassen. Genaugenommen ist es sehr wichtig, dass ich dir von meinem Missionsleben erzähle. Es gibt in meinem Missionsleben auf der Erde noch viele nichterwähnte Ereignisse. Und es gibt ebenso verschiedene, nicht bekannte Fakten, die Gott und die Engelwelten betreffen und besonders den Erzengel Gabriel. Ich habe in der geistigen Welt erfahren, wenn Jesus es geschafft hätte, die Welt Gottes zu realisieren, es danach auch keiner anderen Religion bedurft hätte. Ich wäre später auf einem ganz anderen Niveau erschienen und hätte der Liebe Gottes einen neuen Ausdruck verliehen. Dann hätte die Erde mit Propheten gefüllt sein können. Ich möchte, dass du weißt, dass Gott und die Himmel mir zuerst die Mission als Messias geben wollten. Aber zu dieser Zeit war die arabische Welt nicht bereit für diese Mission. Und zweitens habe ich verschiedene Fehler begangen, so dass Gott und die Himmel warten mussten. Später hat Gabriel mit der Führung Gottes und der Himmel deren Position übernommen und gab mir parallel die Mission Moses. Die Einzelheiten darüber werde ich dir in meiner Lebensgeschichte erzählen. Ich, Mohammed beginne meine Lebensgeschichte mit dem Namen Gottes, der so gnädig und gütig ist und der immer wieder seiner Schöpfung vergibt. Ich wurde in Mekka geboren. Während meine Mutter Amenah schwanger war, starb mein Vater Abdullah, als er von einer seiner Geschäftsreisen aus Syrien zurückkam, in Medina. Der Name Mohammed wurde meiner Mutter in ihrer Schwangerschaft in einem Traum offenbart. In dieser Zeit sah sie verschiedene Träume von der Engelwelt über mich. Nach meiner Geburt trug mich mein Großvater Abdul Muttalib zu dem Haus, welches Abraham für Gott errichtete. Dort betete er für mich. Er bat Gott, mich zu beschützen und sich um mich zu kümmern. Das Jahr meiner Geburt war sehr hart für die Menschen in Mekka und für die umliegenden Gebiete. Alle warteten verzweifelt auf Regen. Viele Tiere starben. Nicht nur die Kinder, sondern alle Menschen litten, denn seit langer Zeit hatte es nicht geregnet. Zu dieser Zeit war es üblich, dass Karawanen mit Männern und ihren Frauen vom Lande in die Städte kamen. Sie nahmen die Babys der Eltern in Obhut, die es sich finanziell erlauben konnten, ihre Kinder auf dem Lande aufwachsen zu lassen, denn das Klima der Städte war sehr ungesund für Neugeborene. Die Eltern hatten einen bestimmten Geldbetrag für ihre Kinder zu entrichten. Mein Großvater und meine Mutter wollten ebenso, dass ich aus gesundheitlichen Gründen für mindestens zwei Jahre auf dem Land lebe. Aber keine Frau aus der Karawane wollte mich nehmen, denn alle wussten, dass mein Vater bereits gestorben war. Niemand glaubte, dass meine Mutter den geforderten Geldbetrag zahlen könnte.Eines Abends sprach eine Frau mit Namen Halima aus der Karawane zu ihrem Ehemann: „Morgen wird unsere Karawane wieder nach Hause ziehen. Bis jetzt habe ich noch kein Kind gefunden." Sie schämte sich, dass sie zurückkehren würde, ohne ein Kind aus Mekka mitzubringen. Ihr Mann antwortete deshalb:
„Es gibt noch einen Jungen, aber niemand von euch wollte ihn haben, denn sein Vater ist bereits gestorben. Alle Frauen haben Angst, dass seine Mutter oder seine Verwandten nicht ausreichend bezahlen könnten. Ich rate dir, zurück zu gehen und dieses Kind zu nehmen. Vielleicht wird Gott uns durch dieses Kind seinen Segen geben." Deshalb kam Halima zu meiner Mutter und nahm mich mit sich. Halima hatte neben einer Tochter, die sich um mich als Babysitter kümmerte, auch einen Jungen in meinem Alter. Durch die Güte Gottes wuchs ich so schnell heran, dass die Leute mich im Alter von zwei Jahre als einen kleinen erwachsenen Jungen bezeichneten. Mit zwei Jahren und fünf Monaten brachte Halima mich zu meiner Mutter. Sie sagte zu ihr: „Ich fürchte, dass dieses Kind in Mekka krank wird. So bitte lass Mohammed noch weitere eineinhalb Jahre in meiner Obhut." Der Grund mich länger zu behalten war aber ein anderer. Sie beobachtete, dass ihnen das Glück hold war, solange sie mich um sich hatten. Sie glaubte, all der Segen werde ihnen nur durch mich zuteil. Deshalb erlaubte meine Mutter ihr, mich noch etwas länger aufzuziehen.
So kehrte ich mit Halima zurück in ihr Dorf. Nach ein paar Monaten ereignete sich Folgendes: Ich spielte zusammen mit Halimas Sohn im Garten nahe des Hauses, wo einige Schafe grasten. Plötzlich erschienen zwei Engel. Sie hatten einen goldenen Teller, der mit Eiswürfel gefüllt war. Ich wollte fortlaufen, aber sie fingen mich ein. Sie schnitten mir die Brust auf und reinigten mein Herz mit diesen Eiswürfeln. Auf meinem Herzen befand sich ein schwarzer Punkt, den sie entfernten. Danach sprach der eine Engel zum anderen: „Wir haben ihm nun ein neues Herz gegeben. Jetzt gehört dieser Junge dem Himmel.
Er wird über seinesgleichen siegen." Als sie gingen, fürchtete ich mich sehr. Für eine Weile war ich nicht in der Lage zu reden. Halima und ihr Ehemann kamen in den Garten hinausgerannt. Ihr Sohn hatte ihnen bereits erzählt, was mir widerfahren war. Sie umarmten mich beide und ich fing an zu weinen. Sie brachten mich ins Haus und als es mir besser ging, erzählte ich ihnen, was geschehen war. Meine Pflegeeltern fingen an, sich zu fürchten und sie sprachen zueinander: „Wir bringen ihn besser zu seiner Familie zurück. Sicher wird dieses Kind von einigen schlechten Seelen dominiert."
Der Grund warum sie mich zurückbringen wollten, war aber der, dass sie fürchteten, auch ihren Kindern könnte etwas zustoßen. Zudem redete ich im Schlaf. Dadurch waren meine Pflegeeltern noch mehr verängstigt. Sie wollten mich so schnell wie möglich zu meiner Familie zurück bringen. Als wir in Mekka ankamen, verloren sie mich aus den Augen. Sie suchten nach mir, konnten mich aber nicht finden.
Als ich im oberen Teil von Mekka angelangt waren, hörte ich, wie jemand meinen Namen rief: „Mohammed!" Ich drehte mich um, aber ich konnte niemanden sehen. Nach einer Weile hörte ich wieder diese Stimme. Als ich mich dieses Mal umdrehte, sah ich einen weißen Engel. Er deutete mir mit seinen Händen, ich solle zu ihm kommen. Ich hielt zuerst nach meinen Pflegeeltern Ausschau. Sie waren vor mir, jedoch mit etwas anderem beschäftigt. Deshalb konnte ich unbemerkt verschwinden. Ich folgte dem weißen Engel mit Angst und Aufregung in meinem Herzen. Schließlich betrat dieser Engel eine Höhle in einem Berg.
Dann sagte er zu mir: „Fürchtest du dich, Mohammed?" Ich antwortete ihm: ‚Ja!' Da sprach der Engel: „Du brauchst dich nicht zu fürchten, Mohammed. Ich bin dein Freund." Ich fragte ihn: ‚Du bist mein Freund?' Und er antwortete: „Ja! Ich kann dir helfen, wenn du dich fürchtest. Ich kann immer bei dir sein. Wenn ich dich jetzt um etwas bitte, wirst du dies dann tun?" Ich erwiderte: ‚Ja, das werde ich.' Dann sagte der Engel zu mir: „Verbeuge dich niemals vor den Götzenbildern." Ich bejahte, indem ich mit meinem Kopf nickte. Dann brachte der Engel mich zurück in eine der Straßen Mekkas und verschwand vor meinen Augen. Später fanden mich zwei Bekannte meines Großvaters Abdul Muttalib und brachten mich zu ihm. Zu dieser Zeit betete mein Großvater für mich nahe der Kaaba. Als er mich sah, war er überglücklich und Tränen rannten von seinen Augen. Er setzte mich auf seine Schultern und ging mit mir um das von Abraham erbaute Haus Gottes herum. Ich bat meinen Großvater immer wieder, um dieses Haus zu gehen. Als er inne halten wollte, drängte ich ihn erneut und wieder trug er mich um das Haus Gottes. Dies tat er so lange, bis er sehr müde wurde. Aber trotzdem ging er wieder und immer wieder für mich um dieses Haus. Schließlich sagte er zu mir: "Mohammed, du musst jetzt von meinen Schultern herunter. Heute bin ich so viele Kreise um das Haus Gottes gegangen, dass ich all meine Rekorde aus der Vergangenheit gebrochen habe. Jetzt kann ich nicht mehr. Ich bin ein alter Mann." Ich sagte zu meinem Großvater: „Dann lass mich jetzt selber um dieses Haus meine Kreise ziehen." Er war einverstanden. Meine Onkels beobachteten mich sehr genau. Nachdem ich noch einige Runden alleine gegangen war, sagten
sie zu meinem Großvater: „Er wird immer weiter um das Haus kreisen. Er will überhaupt nicht aufhören." Daraufhin stoppte mich mein Großvater und sprach: „Mohammed, für heute ist es genug. Deine Mutter wartet auf dich. Wir werden zum Haus Gottes an einem anderen Tag wieder kommen und dann kannst du so viele Kreise drehen, wie du möchtest." Ich sagte ihm, er müsse mir versprechen, mich so bald wie möglich hierher zurück zu bringen. Mein Großvater versprach es mir. Dann bat ich ihn, mich noch ein letztes Mal im Kreis gehen zu lassen. Mein Großvater antwortete mir, dass es wirklich das aller letzte Mal sein würde. Er betete mit mir zusammen und brachte mich dann zu meiner Mutter. Es dauerte eine Weile bis ich mich an ein Zusammenleben mit meiner Mutter gewöhnte. Ich weinte viele Male. Ich wollte zu meinen Pflegeeltern zurück. Für mich waren eigentlich sie die richtigen Eltern. Ich vermisste auch meinen Bruder und meine Schwester. Obwohl mich meine Mutter immer wieder daran erinnerte, dass sie meine richtige Mutter sei, wollte ich ihr nicht glauben. Eines Tages sagte ich zu ihr: „Wenn du meine richtige Mutter bist, wo ist dann mein Vater?" Sie erzählte mir, dass mein Vater bereits vor meiner Geburt starb. Ich sagte zu ihr: „Das ist nicht wahr. Meine Mutter und mein Vater leben immer noch." Wann immer meine Mutter meiner nicht Herr werden konnte, brachte sie mich zu meinem Großvater. Mit ihm hatte ich weniger Schwierigkeiten. Er war immer einer Meinung mit mir. Eines Tages sagte ich, dass ich zu meinen Eltern zurückgehen wolle. Mein Großvater erklärte mir, dass er mich zurückbringen werde, aber zuerst solle ich etwas Zeit mit ihm verbringen. Er erwähnte ebenso meiner Mutter gegenüber: „Sage nichts, was Mohammeds Herz brechen könnte. Er ist ein sehr sensibles Kind. Wenn heute noch sein Vater Abdullah leben würde, dann wäre er sehr glücklich, Mohammed zu sehen." Eines Tages beschwerte ich mich bei meinem Großvater: „Meine neue Mutter sagt, dass mein Vater tot ist." Zuerst wollte Abdul Muttalib, mein Großvater, meine Frage beantworten. Aber dann sagte er: „Ja, es stimmt. Du hast zwei Mütter und zwei Väter.
Einen Vater kennst du und den anderen hast du niemals gesehen. Aber wenn du möchtest, kann ich dich mitnehmen, um deinen Vater zu treffen." Ich erwiderte: „Aber er ist tot." Mein Großvater erzählte mir, dass wir ihn trotzdem besuchen können. Ich erinnerte meinen Großvater an sein Versprechen, mich zu meinen Pflegeeltern zurückzubringen. Er sagte: „Gut, wir machen jetzt einen Handel. Du kannst deine Eltern besuchen. Ich werde deinen Onkel mit dir schicken. Aber dann kommst du zurück und besuchst mich. Danach kannst du wieder deine Pflegeeltern besuchen und dann kommst du wieder zurück zu mir. Du kannst dies so lange tun, wie du möchtest." Ich war sehr glücklich über diesen Handel. Mein Großvater wandte sein Gesicht seinem Sohn Abu Talib zu und sagte zu ihm: „Ich möchte, dass du mit Mohammed seine Pflegeeltern besuchst. Lass ihn für einen Monat dort verweilen, und dann kommst du wieder. Nimm etwas Geld und einige Geschenke für sie mit."
Einige Tage später fragte mich mein Onkel Abu Talib, ob ich bereit sei, meine Eltern zu besuchen. Ich war überglücklich. Er brachte mich zu meinen Pflegeeltern und bot ihnen das Geld von meinem Großvater an. Er erzählte ihnen, dass er mich einen Monat später nach Mekka zurücknehmen werde. Ich brachte ebenso einige Geschenke für meine Brüder und meine Schwester mit. Meine Pflegeeltern waren sehr erfreut, mich für kurze Zeit wieder zu haben, denn mein Großvater gab ihnen Geld dafür und machte ihnen schöne Geschenke. Die Zeit verstrich sehr schnell. Dieses Mal sehnte ich mich jedoch auch sehr danach, meinen Großvater wieder zu sehen. Als mein Onkel Abu Talib kam, um mich abzuholen, war ich weniger traurig, meinen Pflegeeltern, Brüdern und meiner Schwester auf Wiedersehen zu sagen. An sie gewandt sprach ich: „Ich werde bald wieder kommen. Mein Großvater sagte mir, dass ich euch jeder Zeit wieder besuchen kann. Das nächste Mal bringe ich euch noch mehr Geschenke. Aber jetzt muss ich mit meinem Onkel Abu Talib gehen, denn ich versprach meinem GroÝvater, ihn zu besuchen." Während meines Urlaubs bei meinen Pflegeeltern erzählten mir diese, dass sie nicht meine leiblichen Eltern seien, sondern sie sich nur um mich kümmern. Meine richtigen Eltern würden in Mekka leben. Ich sagte ihnen, dass ich dies in meinem Herzen nicht glaube. Sie versuchten nicht länger, mich davon zu überzeugen. Jetzt stand ich auch meinem Onkel Abu Talib sehr nahe. Er erklärte mir viele Dinge. Ich konnte ihn wieder und wieder fragen. Er wurde niemals verärgert darüber. Mein Onkel Abu Talib liebte mich sehr. Auf unserer Reise zurück nach Mekka erzählte er mir, dass mein Vater sein richtiger Bruder gewesen sei. Ihm musste ich glauben, denn mein Onkel war jetzt auch mein bester Freund. Ich sagte zu meinem Onkel: „Meine neue Mutter sagte mir, dass mein Vater tot ist. Aber mein Großvater sagte mir, dass wir ihn besuchen können. Warum kann er nicht uns besuchen?" Mein Onkel lachte und lachte. Dann sagte er: „Unglücklicherweise müssen wir ihn besuchen." Später erzählte er unsere Unterhaltung meinem Großvater. Als ich dieses Mal meinen Großvater sah, rannte ich zu ihm. Er saß nahe dem Haus Gottes und war umringt von anderen Leuten. Er nahm mich in seine Arme und küsste mich überall. Er fragte mich, ob ich auch ein Geschenk für ihn mitgebracht hätte. Ich sagte: „Ja. Du musst mich nur auf deine Schultern setzen und mich wieder und wieder um dieses Haus tragen bis du nicht mehr kannst. Auf deinen Schultern werde ich für dich beten. Und dies wird mein Geschenk für dich sein." Mein GroÝvater lachte und lachte und er sagte: „Dies ist ein sehr teures Geschenk."
Dann fragte er mich, ob ich nicht meine Umkreisungen auf den Schultern meiner Onkels machen wolle. Ich hatte viele Onkels. Sie alle saßen um meinen Großvater herum. Ich wünschte mir, dass jeder von ihnen mich drei Runden um Gottes Haus tragen sollte. Zwei, drei Onkels freuten sich, dies zu tun. Die anderen Onkels taten es aus einer Art Pflichtgefühl heraus, denn mein Großvater bat sie darum. Später fragte mich mein Großvater:
„Heute bist du auf den Schultern all deiner Onkels geritten. Bist du nun glücklich?" Ich sagte ihm, dass ich auch auf seinen Schultern reiten möchte. Er lächelte und auch er nahm mich drei Runden mit. Mein Großvater besaß einen ganz besonderen Platz im Schatten des Hauses Gottes. Nur er durfte dort sitzen. Wenn andere Menschen kamen, um ihn zu sehen, dann mussten sie sich auf dem Boden niederlassen. Nur mir gestattete er, sich auf diesem Platz niederzusetzen. Meinen Onkels und den anderen missfiel dies, denn es war ein Platz, dem man Respekt entgegen brachte. Manchmal zürnten sie mir sogar. Aber mein Großvater sagte ihnen, dass niemand mich daran hindern solle, mich an diesem Platz niederzulassen. Meistens ließ mein Großvater mich neben ihm Platz nehmen. Ich durfte ihn sogar unterbrechen, wenn er sich mit anderen unterhielt. Das störte ihn nicht. Mein Benehmen und meine Aktivitäten erfreuten meinen Großvater. Meine Onkels und meine Tanten hingegen befürchteten, dass mein Großvater mich verziehen würde. Eines Tages sah ich, wie meine Mutter weinte. Ich war über vier Jahre alt. Als ich sie nach dem Grund fragte, erzählte sie mir, dass sie meinen Vater sehr vermissen würde. Dann sagte sie: „Ich habe dich auch sehr vermisst. Ich habe dich weggegeben, damit du in einer gesünderen Umgebung aufwachsen kannst." Ich fragte sie, warum sie mich niemals besucht hat. Da wurde sie noch trauriger und Tränen rannen über ihr Gesicht. Sie konnte mir nicht antworten."
Dann schaute Mohammed mich, Zahid, an und sagte: „Du weißt, warum sie mich während dieser Zeit nicht besuchte. Aber wenn du dieses Geheimnis für dich behältst, dann wäre ich dir sehr dankbar."
Eines Tages fragte mich meine Mutter, ob ich meinen Vater besuchen möchte. Und ich sagte: „Ja, ich will meinen Vater besuchen." Sie war sehr glücklich. Sie nahm mich in ihre Arme und küsste mich auf mein Gesicht und sagte: „Du kannst viele Mütter und Väter haben, aber die Wahrheit ist, dass ich deine richtige, leibliche Mutter bin. Und du bist für immer mein richtiger, leiblicher Sohn." Ich wollte etwas erwidern, aber sie legte ihre Hände auf meinen Mund und sagte: „Nein, nein. Du brauchst jetzt gar nichts zu sagen." Danach wurde mein Verhältnis zu meiner Mutter viel vertrauter und inniger. Wenn immer mein Großvater, meine Onkels und meine Tanten die Götzenbilder anbeteten, verbeugte ich mich niemals vor diesen. Mein Großvater fragte mich nach dem Grund. Und ich sagte ihm, dass ich einem Engel versprochen hätte, nicht vor diesen Götzenbildern nieder zu knien. Mein Großvater lächelte. Dann befahl er jedem um ihn herum, mich nicht zu zwingen, mich vor diesen verschiedenen Götzenbildern zu verbeugen. Er sagte ihnen, ich wäre noch ein kleiner Junge und wenn ich heranwachse, würde ich es verstehen. 

Eines Tages fragte meine Mutter mich: „Ist es wahr Mohammed, dass ein Engel zu dir kam und dich bat, nicht vor diesen Götzenbildern nieder zu knien?" Ich sagte zu meiner Mutter: ,Ja. Ich sehe immer diesen Engel vor mir, wenn ich mit ihnen gehe und sie die Götzenbilder anbeten. Dieser Engel gibt mir durch Zeichen zu verstehen, dass ich mich auf keinen Fall verbeugen soll.' Meine Mutter war sehr überrascht und sie sagte zu mir: „Heute möchte ich dir auch einige meiner Träume mitteilen, die ich gesehen habe, als ich mit dir schwanger war." „Erzähl sie mir gerade heraus", forderte ich meine Mutter auf. Sie erzählte: „Am Anfang meiner Schwangerschaft sah ich, wie ein Licht aus meinem Bauch herauskam. Ich wurde in den Himmel gehoben. Dieses Licht teilte sich in drei Farben und erhellte die gesamte Welt. Als ich im vierten Monat schwanger war, brachten mich die Engel in eine wunderschöne Welt. Dort wuschen sie mich. Im sechsten Monat sah ich die Engel in dem Haus, das Abraham erbaute, stehen. Sie sprachen mit sehr lauter Stimme: „Gott wird all diese falschen Götter zerstören. Nur Er wird bleiben, als der wahre Schöpfer aller." Dann sahen die Engel mich an und sagten: „Der Name dieses Jungen wird Mohammed sein." Als ich im achten Monat schwanger war, sah ich, wie ein großer schlanker Mann mit Bart und mit strahlend weißem Licht auf mich zukam. Er legte seine Hand auf meinen Bauch und betete zu Allah: „Gib diesem Kind deinen Segen. Lass deinen Namen Allah durch dieses Kind in aller Munde sein. Lass ihn verkünden, dass Du der einzige Gott in diesem Universum bist." Dann drehte sich dieser Mann zu mir und fragte mich: „Möchtest du nicht wissen, wer ich bin?" Ich sagte ihm, seine respektvolle und starke Persönlichkeit erlaubten mir nicht, ihn danach zu fragen. Er aber sprach zu mir: „Ich bin dein Vater Abraham und ihr alle seid meine Kinder." Danach wachte ich auf." Die Träume meiner Mutter bewegten mich sehr. Ich fragte sie: „Ist das ein Engel, der mir erscheint?" Sie bejahte dies und sie sagte auch, dass ich ein ganz besonders Kind Gottes sein würde. Eines Tages sagte meine Mutter zu mir, dass sie mir nicht alle Gründe erzählen könnte, warum sie mich nicht bei sich behielt.
Aber zwei wollte sie mir nennen. Sie erzählte: „In der Zeit, in der du geboren wurdest, herrschte großes Leid und ein Virus hatte sich in Mekka verbreitet. Ich fürchtete, du könntest krank werden. Dein Großvater wollte ebenso, dass du für einige Zeit außerhalb dieser Umgebung verweilen solltest. So entschied ich, dich zu Pflegeeltern zu geben. Dort solltest du in einer gesunden Umgebung aufwachsen. Aber ich vermisste dich jeden Tag. Und später erkrankte ich selber und ich litt fast zwei Jahre an dieser Krankheit. Deshalb bat ich deine Pflegeeltern, mich von Zeit zu Zeit mit dir zu besuchen. Ich wollte aber auf keinen Fall, dass du bei mir bleibst und dann diese Krankheit von mir bekommst. Nach meiner Genesung war der Wunsch in mir sehr stark, dass du so schnell wie möglich mit mir zusammen leben solltest. Deshalb sandte ich die Nachricht zu deiner Pflegemutter, sie solle dich zu mir zurückbringen. Als sie dich zu mir brachte, schien es mir, als ob sie eine sehr gierige Frau sei. Sie wollte dich unbedingt noch etwas länger haben. Eigentlich war ich damit nicht einverstanden. Sie sagte, dass sie durch dich mehr Segen erhalten würden. In ihrem Dorf wollten selbst andere Leute dich für einige Tage aufnehmen, so dass der Segen auch ihnen zu Teil würde. Sie versprach, dich viele Male zu mir zu bringen. Einige Monate später während einer ihrer Besuche, wollte sie dich für immer zu mir geben. Ich war sehr überrascht und wollte wissen, warum sie dich nicht länger behalten wollte. Zuerst kam sie nicht mit der Sprache heraus. Aber ich bohrte ständig weiter. Und dann erzählte sie mir die ganze Geschichte, die dir widerfuhr. Ich fragte sie, ob sie fürchte, dass schlechte Geister dich dominieren würden. Sie beichtete mir, dass sie genau dies befürchtete. Ich erzählte ihnen ebenso verschiedene Träume, die ich über dich während meiner Schwangerschaft hatte. Ich sagte ihnen auch, es sei nicht wahr, was sie über dich denken, denn du wärst ein ganz besonders Kind. Ich wollte nicht, dass sie dich noch einmal mitnimmt."
Ich war sehr glücklich, dies alles von meiner Mutter zu erfahren. Aber besonders freute mich, dass sie mir glaubte, dass die Engel mir erschienen sind. Als ich etwa sechs Jahre alt war, fragte mich meine Mutter, ob ich das Grab meines Vaters besuchen wollte. Als ich dies hörte, war ich sehr aufgeregt. Auf unserer Reise zum Grab meines Vaters begleitete uns noch eine andere Frau. Zuerst besuchte meine Mutter ihre Familie, die zwischen Mekka und Medina lebte. In der Familie meiner Mutter war jeder glücklich mich zu sehen und ich bekam viele Geschenke von ihnen. Dann gingen wir zum Grab meines Vaters nach Medina. Meine Mutter setzte sich neben das Grab und Tränen rannen ihr übers Gesicht. Als ich dies sah, fing ich ebenso an zu weinen. Meine Mutter sah mich an und sie hielt inne. Sie umarmte mich und sagte: „Bevor dein Vater seine letzte Geschäftsreise antrat, sagte er zu mir: „Obwohl ich sehr weit weg sein werde, wird mein Herz immer mit diesem Kind sein." Dein Vater glaubte sehr daran, dass ich einen Sohn gebären werde. Er erzählte mir, dass wenn er zurückkommen würde, er dich überall küssen würde." Meine Mutter fragte dann: „Mohammed, wenn du einen Wunsch für deinen Vater hast, dann kannst du ihn jetzt aussprechen." Ich berührte das Grab meines Vaters und sprach: „Vater, ich möchte dich ebenso sehen." Ich küsste viele, viele Male sein Grab. Meine Mutter und die Frau neben uns lächelten. Meine Mutter sagte zu mir: „Mohammed, das war wunderbar. Das war das Beste, was du für deinen Vater tun konntest. Jetzt weiß ich, dass dein Vater sehr, sehr glücklich sein wird."
Meine Mutter wollte noch etwas länger in Medina bleiben. Dort wurde sie aber wieder sehr krank. Sie kehrte deshalb zurück zu ihrer Familie in den kleinen Ort Abua, der zwischen Mekka und Medina lag. Ihr gesundheitlicher Zustand verschlimmerte sich zusehends. Drei Tage bevor sie starb, saß ich alleine vor dem Haus. Wieder sah ich den gleichen Engel. Ich ging auf ihn zu und fragte ihn: „Kannst du nicht meiner Mutter helfen? Sie ist sehr krank. Ich möchte nicht, dass sie stirbt." Dann fing ich an zu weinen. Dieser Engel umfasste meine beiden Schultern und sagte: „Mohammed, niemand stirbt. Sie gehen alle an einen Ort, an dem sie weiterleben. Wenn deine Mutter nicht mehr auf dieser Erde lebt, dann kann ich dich zu ihr bringen. Du kannst sie besuchen, ganz egal wo sie leben wird." Ich schaute den Engel fragend an: „Kannst du das wirklich tun?" Und er antwortete mir, dass er mir noch viele andere Gefallen tun könne. Dann verschwand er wieder. Ich rannte zurück zu meiner Mutter und sagte zu ihr: „Du brauchst dich nicht zu sorgen. Dieser Engel hat mich gerade getroffen und er sagte, dass niemand richtig stirbt. Er sagte, sie alle würden an einen neuen Ort gehen." Meine Mutter umschlang mich mit ihren Armen und sagte zu mir: „Mohammed, hast du wirklich wieder den gleichen Engel getroffen." Und ich sagte: „Ja." Noch einmal fielen Tränen von ihren Augen. Ich fragte sie warum sie jetzt weinen würde. Sie antwortete: „Das sind Tränen der Glückseligkeit. Dein Engel erzählte dir die Wahrheit. Wenn ich auch nicht mehr auf dieser Welt sein werde, wird sich dieser Engel um dich kümmern. Dieser Engel wurde dir von Allah gesandt."
Drei Tage später starb meine Mutter. Ich war sehr traurig. Ich wollte meine Mutter mit zurück nach Mekka nehmen aber sie begruben sie in dem kleinen Ort, in dem ihre Familie lebte. Jetzt hatte die Familie meiner Mutter ein befremdliches Gefühl mir gegenüber. Sie dachten, ein starker, großer Geist hätte von mir Besitz ergriffen. Die Frau, die mit uns gereist war, brachte mich zurück nach Mekka. Auf dem ganzen Heimweg fielen Tränen von meinem Gesicht, denn ich musste nach Mekka ohne meine Mutter zurückkehren. Als ich meinen Großvater sah, ging ich zu ihm und weinte in seinen Armen. Er weinte mit mir. Er schaute mir fest in die Augen: „Mohammed, bleib bei deinem Großvater.
Meine Augen möchten dich jetzt immer um mich herum sehen." Und ich sagte zu ihm: „Ja, auch ich bei dir für immer bleiben." Ein paar Tage später saß mein Großvater zusammen mit einigen anderen im Schatten des Haus Gottes. Ich saß neben ihm und schlief ein. Im Schlaf erschien mir der gleiche Engel und brachte mich in eine wunderschöne Welt. Dort traf ich meine Mutter und meinen Vater. Ich war sehr glücklich sie zu sehen und verbrachte viel Zeit mit ihnen. Meine Eltern sagten: „Mohammed, wir leben sehr glücklich hier zusammen." Dann erschien der Engel und sagte: „Siehst du Mohammed, niemand stirbt. Ich habe dir erzählt, dass sie alle in einer neuen Welt leben." Ich nahm den Engel bei der Hand und er musste mir versprechen, mich wieder hierher zurück zu bringen. Er versprach es mir. Dann wachte ich auf. Mein Großvater unterhielt sich immer noch mit den Menschen, die sich um ihn herum versammelt hatten. Er sah mich an, lächelte und sagte: „Lieber Sohn, du siehst aus, als seiest du sehr glücklich." Daraufhin erzählte ich ihm: „Ja, der gleiche Engel kam zu mir und nahm mich in eine neue Welt. Ich habe meine Eltern getroffen. Ich habe dort viel Zeit mit ihnen verbracht. Dieser Engel versprach mir, er würde mir wieder ermöglichen, meine Eltern zu sehen." Mein Großvater, meine Onkels und die anderen Leute sahen mich mit Erstaunen an. Mein GroÝvater sagte zu mir: „Was für eine wunderbare Nachricht ist das, dass mein Sohn seine Eltern besuchen kann. Mein Sohn, beschreibe das Gesicht deines Vaters. Wie sieht er aus, denn du hast ihn niemals hier auf dieser Erde getroffen." Ich begann das Gesicht meines Vaters zu beschreiben. Mein Großvater, meine Onkels und die anderen Menschen waren in diesem Moment sehr überrascht. Sie schauten einander an. Mein
Großvater nahm mich in seine Arme und sagte: „Mohammed, du hast wirklich deinen Vater getroffen. Du hattest einen wunderschönen Traum." Später als ich mit meinem Großvater alleine war, fragte er mich: „Mohammed, siehst du die Engel?" Ich sagte ihm, dass ich diesen einen Engel ein paar Mal gesehen habe, und dass dieser gleiche Engel mir auch gesagt hat, ich solle nicht vor den Götzenbildern niederknien. Mein Großvater küsste mich einige Male auf meinen Mund und sagte mir, dass ich sein ganz besonderer Sohn auf dieser Erde sei. Ich war sehr glücklich, dass mein Großvater mir glaubte. Meistens schlief ich bei meinem Großvater. Als ich an diesem Abend neben ihm lag, war er still. Ich fragte ihn: „Warum willst du nicht mit mir reden? Du hast mir heute auch nicht meinen Rücken massiert." Er antwortete: „Ich habe vergessen, dass du neben mir liegst." Er massierte meinen Rücken und sagte: „Mohammed, erzähl mir noch einmal die Geschichte, die dir widerfahren ist, als du mit deiner Pflegemutter Halima gelebt hast.
Was ist damals im Hinterhof ihres Hauses passiert?" Ich erzählte ihm, dass ich mit meinem Bruder spielte und zur gleichen Zeit die Schafe hütete. Ich sagte: „Plötzlich kamen zwei Engel. Sie hatten viel Licht. Sie legten mich auf den Boden, öffneten meine Brust und nahmen mein Herz heraus. Sie wuschen mein Herz mit Eiswürfeln und entfernten von ihm einen schwarzen Punkt. Dann sagten sie zueinander, dass ich jetzt zu ihnen gehöre." Nachdem mein Großvater diese Geschichte vernommen hatte, sagte er:
„Sicher, Allah wird sich um dich kümmern und Er wird dich durch seine Engel führen." Jede Nacht erzählte mir mein
Großvater die verschiedensten, wunderbarsten Märchen. Mein Großvater kümmerte sich sehr um mich. Er nahm mich fast überall mit hin. Regelmäßig betete er mit mir. Drei Jahre später erkrankte er und bat meinen Onkel Abu Talib, sich um mich zu kümmern wie um sein eigenes Kind. Bevor mein Großvater starb, nahm er meinem Onkel Abu Talib das Versprechen ab, dass ich bei ihm niemals meine Eltern und meinen Großvater vermissen würde. Abu Talib versprach, sich um mich zu kümmern, wie um sein eigenes Kind. Er versprach ebenso, dass er sein Bestes tun würde, mich zu beschützen und dass er mich führen würde, solange er lebt. An mich gerichtet sprach mein Großvater: „Mein Sohn, wie dein Engel schon sagte: Niemand stirbt. Deshalb werde ich jetzt an einem anderen Platz leben. Tu mir einen Gefallen. Bitte deinen Engel, ob er dich ebenso zu mir bringen kann, damit du mich an diesen neuen Ort besuchst."
Tränen fielen von meinen Augen. Ich umarmte meinen Großvater. Ich stand ihm Großvater unwahrscheinlich nahe, seitdem ich von meinen Pflegeeltern zurückgekehrt war. Ich ging dicht an das Ohr meines Großvaters heran und sagte zu ihm: „Ich werde dich sehr, sehr vermissen." Mein Großvater fing an zu weinen. Meine Tanten sagten zu meinem Großvater: „Zeig nicht so viel Schwäche vor dem Kind, anderseits wird er noch trauriger werden." Einige Tage später starb mein Großvater. Bevor er starb, flüsterte er mir ins Ohr: „Vergiss nicht deinem Engel zu sagen, dass du auch mich besuchen musst." Tränen rannen wie ein Fluss über meine Wangen. Ich versprach meinem Großvater, dass ich ihn mit meinem Engel besuchen werde. Ich habe meinen Großvater sehr vermisst. Mein Engel gab mir einige Male die Gelegenheit, meinen Großvater in Träumen zu besuchen."
An diesem Punkt erzählte Mohammed mir, dem Autor: „Ich habe nun ein besonderes Treffen mit Gott. Ich muss jetzt gehen. Wenn wir uns das nächste Mal sehen, wird es auch hier sein." Mohammed umarmte mich und sagte: „Bald werde ich dich wiedersehen." Dann flog er vertikal in die Himmel. Ich schaute ihm eine Weile nach. Ich bewunderte die phantasievollen Teile des Paradieses um mich herum und Tränen rannten aus meinen Augen. Ich weinte, denn einerseits war ich traurig, dass nur sehr selten menschliche Seelen es bis hier her geschafft haben. All diese Orte gehören Gottes Kindern. Zum anderen war ich in meinem Herzen aber auch sehr glücklich, dass ich Mohammeds Lebensgeschichte erfahren konnte.
Hier an diesem wunderschönen Platz im Paradies betete ich unter Tränen zu Gott: „Lieber Himmlischer Vater, ich möchte, dass durch meine Mission in der nahen Zukunft die Menschen den einfachsten Weg finden können, um in Deine Heimat zu kommen."
Dann flog ich zurück auf die Erde. Ich sah, dass die Erde in Dunkelheit gehüllt war. Satan hat das Böse und ebenso seine schlechten Aktivitäten auf Erden multipliziert. Überall konnte ich die Schwingung Satans wahrnehmen. So viele Menschen leben auf der Erde, aber ich konnte kaum jemanden sehen, der in seiner Seele Licht hat. Die Menschen sind sich darüber nicht im Klaren, dass das Licht in der geistigen Welt Leben bedeutet. Kein Licht zu haben bedeutet, dass sie in sehr dunklen Welten der Hölle leben müssen.
Als ich wieder Mohammed auf dem gleichen Berg im Paradies besuchte, wartete er bereits auf mich. Er sah sehr glücklich aus.
Sein Licht strahlte extrem. Ich fragte ihn: „Du siehst sehr glücklich aus." Er sagte: „Ja, du hast Recht. Und weiÝt du warum? Als ich das letzte Mal Gott getroffen habe, fragte ich Ihn: „Kann ich alles Zahid erzählen was mit meiner Mission und Gabriel zu tun hat?" Gott antwortete: „Ja, erzähle ihm jede Einzelheit deiner Mission und deines Lebens. Du bist frei, über Gabriel zu reden. Das ist das Beste." Deshalb bin ich sehr glücklich und befreit. Jetzt möchte ich dir alles erzählen. Nun liegt es an dir, was du in deinem Buch niederschreibst. Einige Dinge kannst du später bekannt geben, wenn deine Grundlage besser ist." Mohammed fuhr mit seiner Lebensgeschichte fort: „Jetzt lebte ich bei meinem Onkel Abu Talib. Als mein Großvater gestorben war, war ich etwas älter als acht Jahre. Mein Onkel kümmerte sich mehr um mich, als um seine eigene Familie. Ich wurde Hirte seiner Schafe, denn mein Onkel fragte mich, ob ich mich um seine Tiere kümmern möchte. Abu Talib war nicht nur mein Onkel, sondern er war auch mein Freund. In jedem Fall bat ich ihn um seinen Rat. Oft konnte ich in seinen Augen eine überwältigende Liebe für mich sehen. Zwei meiner neun Onkels kamen mir auch sehr nahe. Sie kümmerten und sorgten sich um mich, Dadurch wuchs ihre tiefe Liebe zu mir. Wie du weißt, handelte es sich um Hamza und Abbas. Sie folgten mir selbst in der Mission. Später möchte ich noch etwas mehr über sie erzählen. Aber Abu Talib stand mir am nächsten. Meistens wollte er, dass ich mit ihm gehe. Selbst nachts schlief ich im Bett meines Onkels. Als ich zwölf Jahre alt war, beobachteten meine Onkels Abu Talib, Hamza, Abbas und andere meine Träume. Wenn ich etwas sah, dann erzählte ich meinem Onkel Abu Talib meinen Traum. Eines Tages gingen all meine Onkels zum Gebet. Sie wollten den verschiedenen Götzenbildern huldigen. Während sie beteten und sich vor den Götzenbildern verneigten, fragte meiner Onkel Abu Lahab mich sehr barsch: „Warum kniest du nicht genauso wie wir vor den Götzenbildern nieder und betest zu ihnen?" Ich erzählte ihm, dass mein Engel mir gesagt hatte, dies nicht zu tun. Abu Lahab wurde sehr wütend und sagte: „Wenn unser Vater Abdul Muttalib von uns nicht das Versprechen abgenommen hätte, würde ich dich zwingen, vor diesen Göttern genauso niederzuknien, wie wir es tun." Als mein Onkel Abu Talib das hörte, stoppte er Abu Lahab und sagte zu ihm: „Sprich nicht so zu Mohammed!"
Eines Tages besuchte mein Onkel Hamza uns. Er wollte mich mit sich nehmen. Auf unserem Weg zu ihm war ich sehr ruhig. Mein Onkel fragte mich, warum ich nicht rede. Ich sagte ihm, dass ich letzte Nacht einen schlechten Traum gesehen hatte. Mein Onkel
sagte: „Mohammed, erzähl mir, welche Art dieser Traum war!" Ich sprach: „Du wirst ihn gar nicht mögen." Mein Onkel lachte mich an und sagte: „Mohammed, ich mag auch einige andere deiner Träume nicht. Erschien dir dein Engel wieder im Traum?" Ich
bejahte es. Er lachte wieder und sagte: „Wer sonst könnte in deinem Traum erscheinen. Ich möchte diesen Traum trotzdem erfahren, denn dein Engel gibt sehr korrekte Informationen." Deshalb hub ich an: „Ich sah, dass ich zusammen mit dem Engel in der Kaaba, dem Haus Gottes war. Ich hatte einen langen starken Eisenstab in meinen Händen. Dieser Engel zeigte auf die Götzenbilder. Als ich die Statuen mit meinem Stab berührte, fielen sie auf den Boden. Ich ging aus dem Haus Gottes heraus und habe draußen das gleiche getan. Wenn immer ich eine Statue mit meinem Eisenstab berührte, fiel sie auf den Boden. All die Götzenbilder fielen durch meinen Stab herunter. Dann flog dieser Engel gen Himmel und schrie heraus: „Falsche Götter haben das Haus Allahs entweiht." Dann bin ich aufgewacht." Als mein Onkel diesen Traum hörte, sagte er zu mir: „Was für ein Traum ist das?
Das ist wirklich kein guter Traum. Es scheint mir, als ob dieser Engel doch kein Engel ist. Er kann genauso gut ein schlechter Geist sein." Ich sagte ihm: „Dieser Engel ist kein schlechter Geist. Er ist ein Engel, und er hat sehr viel Licht." An diesem Abend erzählte Hamza Abu Talib und Abu Lahab meinen Traum. Abu Lahab sagte: „Sicher, dieses Kind ist Opfer eines schlechten Geistes." Aber Abu Talib erwiderte: „Das kannnicht sein, denn ich beobachte dieses Kind genau. Ich weiß, dass seine Träume wahr geworden sind." Als ich mich mit meinem Onkel Abu Talib schlafen legte, fragte er mich: „Hast du wirklich diesen Traum gesehen?" Ich antwortete: „Ja, es war genauso wie Hamza es erzählt hat." Dann fragte er mich, ob ich alle Statuen der Götzen mit meinem Eisenstab berührt habe. Ich sagte: „Ja, genauso war es." Er fragte mich, ob ich die Stimme des Engels vernommen habe, als er nach oben flog und sagte: „Falsche Götter haben das Haus Allahs entweiht." Ich beteuerte: „Ja, ich habe diesen Engel gehört. Ich würde dich niemals anlügen." Dann fing ich an zu weinen. Abu Talib nahm mich in seine Arme und sagte zu mir: „Du brauchst dich nicht zu fürchten. Ich bin auf deiner Seite. Aber erzähle den anderen nicht deine Träume." Ich versprach es ihm. Dann sagte er: „Du kannst mir all deine Träume erzählen, wann immer dieser Engel dir erscheint."
Jetzt war ich über 15 Jahre alt. Meine Onkels Abu Talib, Hamza und Abbas standen mir immer noch sehr nahe. Meinem Onkel Abbas konnte ich alles erzählen. Er behielt meine Geheimnisse für sich. Abbas war ein sehr weiser Mann. Er gab mir immer den besten Rat, egal in welcher Situation ich war. Eines Tages erzählte ich meinem Onkel Abbas, dass wir alle an einem Krieg teilnehmen werden, und dass dabei viele Menschen auf beiden Seiten sterben. Abbas sagte daraufhin: „Hast du diesen Traum gesehen?" Ich sagte: „Ja! Aber der Engel hat mir auch gezeigt, dass dieser Krieg nahe des Hauses Gottes stattfinden wird." Abbas fragte mich, ob er diesen Traum Abu Talib erzählen könne. Ich entgegnete: „Nein, ich werde es ihm sagen." An diesem Abend erzählte ich diesen Traum meinem Onkel Abu Talib. Er sah mich nur an und sagte gar nichts. Nach dem eine geraume Weile verstrichen war, sagte er: „Mohammed, hast du diesen Traum schon jemandem anderen erzählt?" Ich erzählt ihm, dass es Abbas bereits wisse. Da er mich aufforderte, diesen Traum niemandem anderen zu erzählen, versprach ich es ihm. Drei Monate später fand dieser Krieg statt. All meine Onkels nahmen daran teil und ich half ihnen. Ich sammelte die Pfeile ein und gab sie meinen Onkels. Später waren Abu Talib und Abbas so inspiriert, dass sie jedem in der Familie erzählten, dass die Träume die ich sehe, wahr sind. Mein Onkel Abu Talib sagte zu mir: „Ich bin sehr stolz auf dich." Hamza fügte hinzu: „Mohammed, du überrascht mich. Dein Engel ist ein guter Engel Allahs. Er gibt dir die richtigen Neuigkeiten." Mein Onkel Abbas hatte ein kleines Geschäft. Als ich ihn besuchte, sagte er zu mir: „Mohammed, von jetzt an werde ich dir sehr aufmerksam zuhören. Sicher hat Allah einen großen Plan mit dir." Meine anderen Onkels waren aber nicht so inspiriert. Sie sagten, ich sei das Opfer meiner Träume. Im Alter von zwanzig Jahren begann ich verschiedene Produkte an die Menschen zu verkaufen. Es war ein sehr kleines Geschäft. In eurer modernen Zeit würdet ihr sagen, dass ich ein guter, junger Verkäufer geworden bin. Die Leute vertrauten mir. Besonders guten Kontakt hatte ich mit alten Menschen. Ich hörte ihnen sehr aufmerksam zu, wenn sie zu mir kamen und mir ihre Probleme schilderten. Normalerweise erzählten sie mir jedes Mal die gleiche Geschichte. Aber ich hörte mir die gleiche Geschichte jedes Mal mit derselben Aufmerksamkeit an, bis sie selber müde wurden, sie immer wieder zu erzählen. Es kamen viele alte Leute zu mir, die mir ihre Probleme erzählten und sich vor allen Dingen von mir einen Rat erhofften. Aufgrund dessen konnte ich sehr gut meine Produkte an sie verkaufen. Viele Male passierte es, dass die Geschäftsleute ihre Produkte zu mir brachten, um sie für einen hohen Profit verkaufen zu können. Später konnte ich die gleichen Produkte an ihre Eltern und Verwandte verkaufen. Nachdem sie das herausfanden, waren sie sehr überrascht. Aber ich sagte ihnen immer wieder, dass ich faire Geschäfte mache. Es sei ein freier Markt. Ich könne die Produkte verkaufen, an wen ich will. Abu Talib und Hamza waren sehr glücklich über meine geschäftlichen Aktivitäten. Mein Onkel Abbas ragte mich sogar nach meinen Rat, um seine Produkte besser verkaufen zu können. Manchmal kam mein Engel in meinen Träumen zu mir und zeigte, wie ich ein gutes Geschäft machen könne. Seit ich zwölf Jahre alt war, hatte ich die Möglichkeit, meinen Onkel Abu Talib auf seinen Geschäftsreisen zu begleiten. Ich beobachtete ihn und auch die anderen wie sie Geschäfte machen und einen guten Handel mit ihren Geschäftspartner abschließen konnten. Deshalb hatte ich bereits seit meiner frühen Jugend die Möglichkeit, meine eigenen Erfahrungen zu sammeln. Auf der anderen Seite waren die Menschen meines Stammes, die Koreischiten, schon immer Geschäftsleute. So war es für mich nicht besonders schwierig, die Natur dieses Geschäftes zu verstehen. Die Koreischiten gebrauchten ihre geschäftliche Überlegenheit meistens gegenüber anderen arabischen Stämmen. Viele Male benutzten sie ihre Raffiniertheit und ihre trickreichen Erfahrungen im geschäftlichen Handel. Ich mochte diese Vorgehensweise nicht so sehr. Allmählich begannen die Leute mir zu vertrauen. Sie konnten sehen, dass ich meine Versprechen niemals brach. Selbst im geschäftlichen Handel hasste ich es, zu lügen. Mit der Zeit fingen die Leute an mir ihre Produkte zu bringen, damit ich sie in Kommission für sie verkaufe. Im Alter von 25 Jahren fragte ich meinen Onkel Abu Talib, ob er mich zu Khadija bringen könnte, welche einen großen Handel in ganz Arabien betrieb. Ich wollte ihre Produkte in Syrien verkaufen. Abu Talib und ich gingen zu Khadija. Abu Talib fragte sie, ob sie mir die Möglichkeit einräumen könne, ihre Produkte in Syrien zu verkaufen. Khadija war der Besuch Abu Talibs sehr angenehm. Sie sagte sogar, dass es für sie eine große Ehre wäre, wenn Abu Talib in ihr Haus käme. Sie sprach: „Ich habe bereits verschiedene gute Gerüchte über Mohammed gehört. Heute bin ich sehr glücklich, ihn persönlich kennen zu lernen." Bereits bei unserem ersten Treffen entschied sich Khadija, mir mehr Anteil von dem Profit einzuräumen, als sie normalerweise anderen Geschäftspartner gewährte. Mein Onkel Abu Talib war sehr erfreut, Khadijas Angebot zu vernehmen. Als wir aus ihrem Haus heraus kamen, sagte mein Onkel zu mir: 
„Mohammed, du hast eine magische Persönlichkeit. Haben dich die Menschen erst einmal getroffen, möchten sie dich gerne wieder sehen. Was dich betrifft, bin ich sehr optimistisch. Du wirst einer der erfolgreichsten Geschäftsmänner in der zukünftigen arabischen Welt sein." Ich lächelte über die Aussage meines Onkels.
Ich reiste verschiedene Male nach Syrien, da Khadija mir nach und nach mehr Verantwortung für ihr Geschäft übertrug. Während dieser Zeit beobachtete sie mein persönliches Leben sehr aufmerksam. Khadijas Vertraute mussten sie über alle Details meines geschäftlichen und privaten Lebens informieren. Selbst bevor Gott mich gerufen hatte, lag es bereits in meiner Natur, die meiste meiner Zeit in der Öffentlichkeit zu verbringen. Ich tat alles was in meiner Macht stand, um anderen Menschen zu helfen. Ich versuchte sie zu inspirieren, Gutes für ihren Nächsten zu tun. Meine Tür war immer offen für Menschen, die Hilfe brauchten. Ich brachte viel geschäftlichen Erfolg für Khadija durch meine gute, öffentliche Beziehung. Neben meinen geschäftlichen und öffentlichen Aktivitäten war ich jedoch sehr darauf bedacht, den geistigen Aspekt in meinem Leben zu wahren. Während meiner täglichen Geschäfte nahm ich mir immer die Zeit, um zu Gott zu beten. Zu dieser Zeit folgte ich den Weg Abrahams, unserem Vater des Glaubens. Ich bevorzugte nachts alleine zu sein, um mit Tränen zum Gott Abrahams zu beten. Ich empfand jedes Mal tiefe Freude und Liebe für Gott, wenn ich allein in der Nacht betete. Ich sehnte mich immer nach dem Anbruch der Nacht. Während dieser Zeit fühlte ich, dass meine tiefen Gebete und meine Verehrung für Gott mein ganzer Besitz waren. Ich fühlte mich dadurch jede Nacht mehr und mehr zu Gott hin gezogen. Wann immer ich Menschen half, tat ich es mit meinem ganzen Herzen und ohne dafür etwas zu verlangen. Bereits in jungen Jahren hasste ich es, Menschen, um einer Belohnung willen, zu helfen. Ich fühlte, dass alle Menschen Gottes Familie sind. Es war mir daher eine große Ehre, ihnen dienen zu können.
Zahid, ich hatte dir gesagt, dass ich mich bereits in meiner frühen Kindheit geistig öffnete. Der Engel, der mich seit meiner frühen Kindheit führte, war Gabriel. Im Alter von 21 Jahren vollzogen sich tiefe, geistige Änderungen in mir. Ich war in der Lage Visionen zu sehen und mein Geist konnte meinen Körper verlassen. Ich konnte in vielen geheimen Dimensionen der geistigen Welt fliegen und reisen. Auch du Zahid, kannst das bereits seit früher Kindheit, als das blaue Licht kam, um dich mit zu nehmen. Als ich 21 war, passierte mir genau das gleiche. Ich konnte Gottes blaues Licht sehen. Ergreift das blaue Licht erst einmal von dir Besitz, kannst du solche Erfahrungen machen, die du nicht mit Worten zu beschreiben vermagst. Je näher man Gottes Licht kommt, desto mehr schwindet die eigene Ignoranz und wahre Freiheit und Glückseligkeit können sich im eigenen Geist niederlassen. Ich war 25 Jahre alt, als Khadija mich bat, sie zu heiraten. Als ich dies meinen Onkels erzählte, waren sie alle sehr glücklich darüber. Besonders Abu Talib und Hamza vernahmen diese Neuigkeit mit Wohlwollen. Sie wussten, dass Khadija sehr reich war. Abu Talib und Hamza erzählten mir, dass ich keine Zeit verstreichen lassen sollte, um darüber nach zu denken. Abu Talib sagte zu Hamza: „Du solltest mit Mohammed gehen, um mit Khadijas Vater zu sprechen." Khadija erzählte ihrer ganzen Familie, dass sie mich heiraten wollte. Ihr Vater wartete bereits auf uns. Er war sehr glücklich mich und meinen Onkel Hamza zu sehen. Er akzeptierte mich als Schwiegersohn. Durch die Heirat mit Khadija öffnete sich für mich eine neue Tür. Nun war mein finanzieller Konflikt vorüber. Ich war unabhängiger und konnte den Menschen so besser und auf einem höheren Niveau helfen. Unser Geschäft vergrößerte sich und der Profit mehrte sich zusehends. Auch der Kreis derer, denen ich öffentlich dienen konnte, wurde breiter und breiter. Ich unterhielt eine gute Beziehung mit den Menschen in Mekka und auch mit vielen anderen Stämmen. Ich wurde berühmt und bekannt in Mekka und in den umliegenden Stämmen. Ich hatte bei allen einen guten Ruf. Im Alter von 33 bis 35 verlor ich mein Interesse sowohl an geschäftlichen als auch öffentlichen Aktivitäten.

Ich bevorzugte mehr abgelegene Orte, an denen ich allein sein konnte. Der Sufismus ist durch den Islam entstanden, aber genau genommen war ich der erste Sufi." Als Mohammed dies sagte, lächelte er. „Als Khadijas Familie, meine Familie und ein paar andere Leute herausfanden, dass ich mein Interesse am Geschäft verloren hatte, und es vorzog allein an einsamen Orten zu verweilen, machten sie sich Sorgen um mich. Khadijas Familie und meine Onkels sagten, dass das Geschäft ohne mich nicht überleben würde. Khadija und Abu Talib fragten mich persönlich, ob etwas Seltsames in mir vorginge. Ich sagte ihnen: „Alles ist in Ordnung. Alles läuft ganz prima. Ich möchte nur etwas mehr Zeit für mein geistiges Leben haben." Dies war keine befriedigende Antwort für sie. Aber sie sagten nichts dazu. Khadija selber begann Interesse in geistigen Dingen zu entwickeln, denn ich teilte mit ihr meine Erlebnisse, die ich in der geistigen Welt hatte. Ich hatte viel Kontakt und eine gute Beziehung mit den Menschen. Trotzdem hatte ich nicht viele Freunde. Unter den wenigen Freunden stand Abu Bakr mir bereits seit jungen Jahren sehr nahe. Ihm erzählte ich meine geistigen Erfahrungen. Abu Bakr kam mir so immer näher. Er behielt all meine geistigen Erfahrungen wie ein Geheimnis für sich selbst. Jedes Mal, wenn er ihnen lauschte, war er sehr inspiriert. Er wollte mehr und mehr von mir erfahren. In den ersten Jahren habe ich keine Kinder bekommen. Aber dann, mit dem Segen Gottes, wurden mir sieben Kinder von Khadija geschenkt. Drei Söhne und vier Töchter. Ich habe noch einen Sohn von Maria Katbia erhalten. Du weißt, sein Name war Abraham. All meine Söhne starben bereits in früher Kindheit. Nur meine Töchter lebten länger. Aber auch sie starben bereits zu meinen Lebzeiten, ausgenommen Fatima. Vielleicht ist es nicht notwendig, das in deinem Buch zu erwähnen. Aber ich muss es sagen, denn ich habe eine sehr emotionale Beziehung zu meinen Kindern. Genau genommen konnte ich während meines Missionslebens niemals offen mein Leid darüber ausdrücken, dass meine Söhne und Töchter bereits zu meiner Lebenszeit verstorben waren. Ich vermisste sie sehr. Ich habe meine Tränen für sie immer allein vergossen, damit meine Anhänger nicht dachten, ich sei vielleicht schwach. Abraham, der Sohn von Maria Katbia stand mir sehr nahe. Viele Male ging ich zum Haus seiner Pflegemutter und gab ihm Liebe und spielte mit ihm einige Stunden. Später habe ich in der geistigen Welt herausgefunden, dieses Kind hätte länger leben und ein Mann Gottes werden können. Einer der Gründe, warum er starb, war der, dass die Familie seiner Pflegemutter mit Eisen arbeitete. Die ganze Zeit über war ihr Haus mit Rauch angefüllt. Auf Grund dessen ist mein Sohn erkrankt, und er starb mit 18 Monaten. Ich habe niemals meine emotionalen Reaktionen meinen Jünger gegenüber gezeigt. In jeder Hinsicht wollten sie in mir einen starken Supermann sehen." Dann sagte Mohammed zu mir: „Lieber Zahid, dieser Teil hat eigentlich nichts mit meinem Missionsleben zu tun. Aber es war mir ein Bedürfnis, dir dies zu erzählen. Wenn du glaubst, es ist unnötig, dann brauchst du nichts darüber in deinem Buch zu schreiben." Während Mohammed mir dies erzählte, rannten Tränen von seinen Augen. „Ich habe in der geistigen Welt herausgefunden, warum alle meine Kinder bereits in früher Kindheit sterben mussten. Satan nahm von ihnen den Preis der Wiedergutmachung. Später werde ich noch etwas mehr darüber sagen. Im Alter von 35 Jahren wurde ich mit jedem Tag einsamer und mein Herz fühlte sich leerer.

In Khadijas Haus kamen jeden Tag Leute aus geschäftlichen Gründen. Andere wiederum wollten mich nur sehen. Deshalb fand ich dort niemals Frieden. Ich konnte weder meditieren, noch in Ruhe zu Gott beten. Dieses geschäftliche Treiben ereignete sich tagtäglich in Khadijas Haus. Deshalb beschloss ich einen Platz zu finden, an dem ich in Ruhe über geistige Dinge nachdenken konnte. Eines Abends, ich war dabei nach einem einsamen Ort in den Bergen Ausschau zu halten, gelangte ich zum Berg Hira. Am Fuße des Berges sah ich einen engen Pfad, der zu einer kleinen Höhle führte. Als ich zu der Höhle kam, erschien sie mir viel breiter. Vom ersten Moment an war ich so fasziniert, dass ich beschloss die meiste Zeit hier zu verbringen, um in Ruhe meinen geistigen Aktivitäten nachgehen zu können. Als ich nach Hause zurückkam, war Khadija sehr besorgt um mich und fragte, wo ich gewesen wäre. Ich sagte ihr, dass ich einen faszinierenden Platz gefunden hätte, an dem ich tief beten und in Ruhe meine Zeit verbringen könnte, um über geistige Dinge nach zu denken. Khadija fragte mich warum ich solch einen Ort ausgewählt hätte, an dem nur schwer jemanden kommen könnte, um mich zu besuchen. Ich sagte ihr, dass ich diesen Ort ausgewählt hätte, damit mich die Leute eben gerade in Ruhe ließen. Sie lachte und sagte: „An den Ort, den du ausgewählt hast, wird nur jemand kommen, der deinen geistigen Rat braucht. Alles andere kannst du vergessen. Geschäftsmänner werden nicht so weit hoch auf den Berg Hira kommen." Ich sagte ihr, dass mir dort viele, weise Gedanken kämen. Von nun an verbrachte ich die meiste Zeit in der Höhle auf dem Berg Hira. Ich kümmerte mich intensiv um mein geistiges Anliegen. Ich baute meine Beziehung mit Gott auf. Von Zeit zu Zeit sandte Khadija Diener zu mir, um mich zu fragen, ob alles mir mit in Ordnung wäre. Wenn ich etwas brauchte, dann sandte sie es mir durch ihre Bediensteten. Manchmal kamen diese nicht bis zur Höhle. Von unten fragten sie laut, ob ich immer noch am Leben wäre. Ich rief ihnen zu, alles sei in Ordnung. Dann kehrten sie zu Khadija zurück und teilten ihr mit, dass alles in bester Ordnung wäre.
Ich war sehr überrascht, dass von Zeit zu Zeit arme Leute hier her kamen, um mich auf dem Gipfel des Berges zu treffen. Sie wollten etwas Geld von mir borgen oder sie hatten einfach nur Hunger. Aber die Geschäftsleute kamen niemals auf diesen Berg. Für sie sollte ich am besten nach unten kommen, um ihre geschäftlichen Probleme zu erörtern. Abends konnte ich Stunden auf der Spitze des Berges verbringen und die faszinierende Aussicht genießen. Von hier oben erblickte ich die Kaaba, das Haus, das Abraham für Gott erbaut hatte. Zu dieser Zeit hatten die Menschen dort verschiedene Götzenbilder aufgestellt, die sie zusammen mit Allah anbeteten. Dies mochte ich überhaupt nicht. Ich dachte, wenn Abraham kommen und sehen könnte, was an diesem Ort passiert, dann würde er es gar nicht glauben. Mir kamen viele Gedanken, wenn ich allein auf dem Berg saß. Zu meiner Zeit verbreiteten sich die schlechten Angewohnheiten der Menschen überall in Arabien. Zudem waren die Leute sogar stolz auf diese üblen Aktivitäten. Es war ein sehr dunkles Zeitalter. Es herrschten Gesetze wie im Dschungel und noch schlimmer. Ich dachte, dass dies ungefähr die gleiche Zeit war, wie bei Noah. Auf der anderen Seite gab es im Christentum eine große Verwirrung über die Identität Gottes. Auf einer meiner Geschäftsreisen nach Syrien ging ich in eine Kirche der Christen. Ich war durstig und wollte etwas Wasser trinken. In der Kirche waren nur wenige Menschen. Der Priester kam auf mich zu und wollte Zeugnis über Jesus ablegen. Ich sagte ihm, dass ich sehr durstig sei, und dass ich gerne zuerst etwas Wasser trinken würde. Schließlich gab er mir Wasser und fragte welchem Glauben ich angehöre. Ich sagte, dass ich einen Gott anbete und dass ich dem Weg Abrahams folge. Er sagte zu mir: „Woher kommst du? Es scheint mir nicht so, dass ihr nur einem Gott dient." Dann erzählte er mir über seinen Glauben und über die Dreieinigkeit: Gott, Sohn und Heiliger Geist. Ich vernahm dies nicht mit Wohlwollen. Ich sagte zu ihm: „Obwohl ich sehr durstig bin, kann ich trotzdem an diesem Ort kein Wasser trinken, an dem die Menschen Gott als eine Dreieinigkeit anbeten." Dann ging ich aus dieser Kirche hinaus. Ich traf auf meinen Geschäftsreisen nach Syrien auch Geschäftsleute die aus dem fernöstlichen Indien kamen. Ich konnte nicht glauben, wie viel Verwirrung über die Identität Gottes bei ihnen herrschte. Zu meiner Zeit auf Erden hatten die Juden ein klares Konzept über die Identität Gottes. In vielen anderen geistigen Dingen waren sie aber korrupter als sonst irgendjemand. Sie missbrauchten ihre geistige Autorität, um die Leute zu unterwerfen, obwohl sie genauso Kinder von Abraham waren, wie das arabische Volk. Sie verleugneten auch die Tatsache, dass Jesus von Gott gesandt war. Was die Juden aber auszeichnet ist, dass sie glauben, ein Mensch kann nicht Gott sein. Aber auf der anderen Seite verneinen sie den Wert Jesus, und dass er von Gott gesandt wurde. Als ich fast 39 Jahre alt war, konnte ich die meisten Propheten in der geistigen Welt treffen. Dies waren sehr bewegende Erfahrungen für mich. Bevor ich die Mission von Gabriel erhalten hatte, habe ich im gleichen Jahr verschiedene Male Abraham, Moses und Jesus getroffen. Bei meinen ersten beiden Treffen mit Jesus sagte er, dass Gott mir die Mission als Messias überantworten wird, damit ich Seinen Willen etablieren und Gottes Welt errichten kann. Im gleichen Jahr erschien mir ungefähr drei Monate später Jesus noch einmal. Er sagte, ich solle die Mission als Messias nun antreten. Aber ich reagierte nicht darauf, denn seit meiner Kindheit bekam ich meine Anweisungen nur durch den Erzengel Gabriel. Außerdem wollte ich auch nicht mit Jesus zusammenarbeiten. Durch die Engel hatte ich herausgefunden, dass Jesus genau genommen erst im Alter von 120 Jahren gestorben war. Ich wusste so, dass Jesus seine Mission verlassen hatte und in einem ganz anderen Land gelebt hat. Darüber habe ich aber nicht im Koran gesprochen.
Verschiedene Geheimnisse meiner geistigen Visionen habe ich Abu Bakr mitgeteilt. Die meistens behielt ich aber für mich. Am Anfang meines 41ten Lebensjahres weinte ich eines Nachts heftig. Ich bat Gott, mir zu helfen und mich zu führen. Ich sprach zu Ihm: „Ohne deine Hilfe werde ich die arabische Welt niemals ändern können. Gib mir dein Zeichen. Wenn Du mit mir bist, dann kann ich mich mit dieser Nation auseinandersetzen." Danach schlief ich ein. Gegen 4 Uhr morgens erwachte ich durch ein Geräusch. Es schien mir, als ob jemand in die Höhle trat. Ich war in einem Stadium zwischen Schlaf und Wachsein. Ich spürte ein schweres Gewicht auf meinem physischen Körper. Alle meine Sinne sorgten und fürchteten sich. Dann sah ich in der Ecke ein Wesen stehen, das ein extremes Licht ausstrahlte. Ich fürchtete mich, in sein Gesicht zu schauen. Als dieses Wesen seinen Mund öffnete, sah ich, dass Feuer aus ihm herauskam. In dieser Situation fing ich zu zittern an.
Dieses Wesen sprach zu mir: „Du kennst mich, ich bin seit deiner Kindheit mit dir. Ich habe viele Gesichter, aber das ist mein wahres. Ich bin Erzengel Gabriel." Das Licht Gabriels strahlte so sehr, als ob die Sonne hinter ihm stehen würde. Seine Stimme ließ mich ebenso erzittern. Wie du weißt, Zahid, trug Gabriel mir auf, etwas zu lesen. Aber ich wusste nicht, was ich lesen sollte. Als ich darüber nachdachte, wurde das Gewicht auf meinem physischen Körper immer schwerer. In diesem Moment konnte ich erfahren wie mich allmählich mein Verstand verließ. Ich fühlte, ich war weit weg in solch einem Raum, wo ich nicht mehr denken konnte. In diesem Moment hörte ich die Stimme Gabriels: „Lies!" In seiner Stimme war so viel Elektrizität, dass mein ganzer Körper wie bei einem Stromschlag zuckte. Ich spürte, wie das Gewicht auf meinem Körper immer schwerer wurde. Zu dieser Zeit stellte ich fest, dass nicht nur mein Verstand, sondern auch mein physischer Körper mich verließ. In dieser Situation wusste ich nicht, welche Botschaft ich ihm überbringen sollte. Zudem kam, dass ich keine Ahnung hatte, was ich lesen sollte.
Dann sagte Gabriel: „Lies im Namen Gottes, der barmherzig ist und die Menschen aus gefrorenem Blut erschaffen hat. Lies! Dein Gott ist ein Gott der Ehre und des Ruhmes, welcher den Menschen das Wissen lehrt und sie in dem unterrichtet, was sie nicht wissen." Durch meine Erfahrungen wusste ich, dass ich diese Worte nicht akustisch wiederholte, aber mein Geist und meine Seele taten es. Nachdem Gabriel mich verlassen hatte, brach ich in kalten Schweiß aus. Zuerst spürte ich keine Kraft in meinem physischen Körper. Ich konnte mich nicht einmal hinsetzen. Es dauerte eine ganze Weile, bevor ich überhaupt wusste, wo ich war. Die Angst war so groß, dass ich sofort die Höhle verlassen wollte. Auf halbem Wege nach unten, hörte ich noch einmal die Stimme Gabriels. Ich drehte mich um, aber ich konnte niemanden sehen. Ich wollte nur noch schnell nach Hause. Ich hatte so viel Angst, dass ich fast keine Kraft mehr in meinen Beinen verspürte, vorwärts zu gehen. Noch einmal erschallte seine Stimme, wie ein Gewitter, von oben. Ich schaute in den Himmel. Dort sah ich, wie Gabriel inmitten des Himmels stand und seine Flügel den gesamten Himmel bedeckten. Gabriel so zu erfahren, war zuviel für mich. Mir wurde schwindelig. Ich versuchte, mich umzuschauen, aber alles was ich sehen konnte, war die Gegenwart Gabriels. Das Nächste an das ich mich erinnern kann war, dass das Licht mich traf. Und von diesem Punkt an weiß ich nicht, was mit mir geschah. Als ich aufwachte, lag ich auf dem Boden. Niemand war da außer dieser extremen Angst. Ich wollte nur so schnell wie möglich nach Hause. Dort angelangt, schimpfte Khadija mit mir. Sie hatte ihre Leute nach mir ausgesandt, um nach mir zu sehen. Aber sie konnten mich nicht finden. Ich erzählte ihr, dass ich sehr viel Angst in meinem Herzen hätte, und dass ich mich fühlte, als ob ich sterben würde. Ich bat sie um eine Decke, und dass sie sich neben mich setzen solle. Als es mir besser ging, erzählte ich ihr was mir widerfahren war. Nachdem sie mir zugehört hatte, sagte sie: „Du
bist ein Mann, der ein aufopferndes Leben für die anderen führt. Deine Tür ist Tag und Nacht für die Armen offen. Du bist immer für die da, die deine Hilfe brauchen. In dieser schlechten Zeit lebst du ein beispielloses Leben. Du folgst dem Weg Abrahams, dem Vater des Glaubens. Ich glaube nicht, dass etwas Böses von dir Besitz ergriffen hat. Nachdem, was du mir erzählt hast, ist es für mich ganz klar: Gott hat dich auserwählt, seinen Willen zu tun. Und du weißt, dass dieser Erzengel bereits auch anderen Propheten erschienen ist. Aber um dich zu trösten, würde ich gerne meinen Cousin Warka bin Naufal besuchen. Er ist ein christlicher Priester und hat sich viel Wissen aus religiösen Büchern angeeignet."
Bei ihrem Besuch erzählte Khadija ihm alles, was mir widerfahren war. Er war sehr inspiriert und sagte zu ihr: „Erzengel Gabriel ist auch Moses und Jesus erschienen. Sicher ist Mohammed ein Prophet Gottes." Später traf mich Warka bin Naufal nahe der Kaaba, des Hauses Gottes. Er bat mich, ihm alles zu berichten. Nachdem ich meine Geschichte beendet hatte, küsste er mich auf die Stirn und sagte: „Sicher, du bist von Gott auserkoren worden. Ich bin jetzt zu alt und fast schon blind. Ich wünschte, ich wäre ein junger Mann. Ich würde dir dienen." Dann sagte er mir, dass in naher Zukunft mein eigener Stamm mich aus Mekka verjagen würde. Ich war sehr überrascht. Ich konnte nicht glauben, dass mir so etwas widerfahren wird. Deshalb fragte ich ihn: „Meine Familie, mein Stamm und meine eigenen Leute werden mich wirklich verjagen?" Er antwortete: „Das ist nichts Neues. Dies ist sehr oft Gottes Propheten widerfahren. Häufig wurden sie nicht von ihrer eigenen Familie, von ihren Bekannten und von ihren Mitmenschen akzeptiert." Als ich nach Hause kam, erzählte ich Khadija meine Unterhaltung mit Warka bin Naufal.
Die Angst hatte sich tief in meinem Herzen eingegraben. Für drei Wochen hatte ich nicht den Mut, zu meiner Höhle im Berg Hira zurückzugehen. Eines Tages fragte Khadija mich: „Was ist passiert. Jetzt sehe ich dich hier sehr oft." Ich lächelte sie an und sagte: ,Ich bin nicht der Mann, der vor Menschen Angst hat. Aber dieser Gabriel ist ein ganz besonderer Erzengel Gottes. Bis jetzt hat er sich mir niemals richtig gezeigt. Aber jetzt konnte ich ihn zum ersten Mal in seiner richtigen Gestalt sehen. Das war mehr als nur beeindruckend.' Khadija lachte und lachte. Ein paar Tage später sagte ich zu ihr: „Ich möchte ein paar Tage in der Höhle des Berges Hira verbringen. Wenn mir etwas widerfahren sollte, weißt du, wo du mich finden kannst." Sie antwortete: „Hab keine Sorge. Nichts kann dir geschehen. Ich werde morgens und abends jemanden vorbeischicken, der mich über deine Situation informieren wird."
Um einer erneuten geistigen Explosion standhalten zu können, bereitete ich mich dieses Mal viel bewusster vor. In der dritten Nacht auf dem Berg Hira, als ich mich nach meinem Gebet niederlegte, fühlte ich, wie die Müdigkeit mich überkam. Trotzdem bemerkte ich, wie etwas in die Höhle kam und erneut lastete ein Gewicht auf meinem Körper. Aber dieses Mal sagte ich sehr laut: ,Ich frage im Namen Allahs, wer auch immer hier ist, er soll vor mich treten.' Ich fühlte, wie das Gewicht von meinem Körper wich. Zuerst sah ich ein kleines weißes Licht, das sich in der Höhle bewegte, als ob es spielen wollte. Dann setzte sich das Licht für eine Weile auf meine Hand, dann auf meine Brust, dann auf meinen Bauch und schließlich fing es an sich vor meinen Augen zu bewegen. Es war ein bemerkenswertes Phänomen und es brachte viel Frieden in mein Herz. Dann bewegte sich das Licht langsam zur Höhle hinaus. Ich folgte dem Licht, das sich wie ein kleiner Ball vor mir her bewegte. Und dann, genau vor meinen Augen, flog das Licht vertikal nach oben. Es explodierte und verschwand vor meinen Augen. Jetzt war ich absolut sicher: Hätte das Lichte mir etwas tun wollen, hätte es dazu die Möglichkeit gehabt. Aber es hinterließ für mich die klare Nachricht von Gott und von den himmlischen Engeln, dass sie mit mir sind. Am nächsten Morgen konnte ich es nicht erwarten, Khadija von diesem Phänomen zu erzählen. Ihre Augen strahlten voller Freude und Glückseligkeit. Jetzt sehnte ich mich danach, zurück in die Höhle auf den Berg Hira zu gehen. Ich wollte dort unbedingt sein. Khadija fragte mich, ob ich nicht einen Tag mit ihnen verbringen und erst am nächsten Tag zurückgehen könnte. Als ich am nächsten Tag zurück auf den Berg Hira ging, flogen meine Füße förmlich über den Boden. Soviel Freude und Glück waren da, dass ich mich immer mehr Gott näherte. Dieses Mal passierte es bereits in der ersten Nacht. Nachdem ich ein bisschen eingenickt war, hörte ich, wie jemand hinein kam. Aber dieses Mal war es mir sehr unangenehm und die Angst schlich wieder um mich herum. Wieder sagte ich, dass im Namen Gottes derjenige vor mich hintreten soll. Aber dieses Ding verließ augenblicklich die Höhle. Und noch einmal wurde die Atmosphäre in der Höhle sehr friedfertig. Danach konnte ich nicht einschlafen. Ich ging vor die Höhle. Die Nacht war still und die Sterne schienen. Ich schaute gen Himmel und Tränen traten aus meinen Augen. Ich betete: „Oh Allah, oh Schöpfer von allem. Du weißt, dass ich im Grunde meines Herzens nicht anderes möchte als Dich, und immer nur Dich. Wenn ich meinen Standard auf diesem Weg nicht halten kann, so wie Du es möchtest, dann kann ich Dich nur jetzt schon um Vergebung dafür bitten. Solange ich auf der Erde lebe, aber auch in der geistigen Welt, wird es mein sehnlichster und innigster Wunsch sein, nur mit Dir zusammen zu sein. Du bist meine Erfüllung. Meine Gebete enden in und mit Dir. Und eines Tages wirst Du mir sicherlich ganz nahe sein." Dann erhob ich meine beiden Hände gen Himmel und weinte sehr.
Lieber Zahid, es gibt viele Geschichten, die bereits im Islam bekannt sind. Aber ich möchte dir etwas erzählen, was die Moslems noch nicht wissen. Wenn du von mir ehrlich wissen möchtest, warum ich das tue, ist die Antwort folgende: Ich möchte, dass die Moslems sich dir nähern und die göttliche Nachricht von dir vernehmen, die du den Menschen zu geben hast. Die Moslems sollen erfahren, wie mein Herz für Gott schlägt. Und sie sollen ebenso wissen, wonach ich mich in meiner Mission immer gesehnt habe. Mein aller größter Wunsch ist der, dass die Menschheit sich eines Tages mit Gott vereint. Nur so werden sie meinen Wert erkennen und wer Mohammed wirklich war. Auch ich habe verschiedene Fehler gemacht. Dass solche Fehler passierten, konnte ich erst richtig am Ende meines Lebens verstehen. Und viel, viel klarer wurde es mir in der geistigen Welt. Gott, die Himmel und die Heiligen haben sich schon immer nach einem Menschen wie dir gesehnt, der sich von niemandem außer von Gott und den Himmeln beeinflussen lässt. Darum kann es niemals zu spät sein. Die Welt kann sich, ausgerichtet auf Gott, verändern. Zahid, gehe in deinem Leben immer stetig vorwärts. Lass niemals Zweifel in dir aufkommen und beklage dich nicht auf diesem Weg. Sicher wird Gottes Segen diese Welt durch dich ereilen. In meinem Herzen habe ich eine sehr tiefe Liebe für dich, weil Gott dich liebt. In vielen, vielen Himmeln habe ich bereits von dir gehört. Ich bin sehr, sehr stolz auf dich. Verlass niemals den Himmlischen Vater. Geh immer weiter, nach vorn. Erinnere dich ständig an diese glückliche, immerwährende Nachricht, dass unser Himmlischer Vater für immer mit uns zusammen in der Ewigkeit leben wird." Ich, der Autor dieses Buches musste an dieser Stelle weinen, denn diese Worte berührten mich tief in meinem Herzen.
Mohammed fuhr fort: „Dann ging ich zurück in meine Höhle und wollte mich schlafen legen. Aber der Schlaf wollte einfach nicht zu mir kommen. Ehrlich gesagt, in meinem irdischen Leben hatte ich viele schlaflose Nächte. Ich kann mich nicht mehr erinnern, wann ich einschlief. Aber nach einer Weile wachte ich plötzlich auf. Jemand war vor der Höhle. Ich wollte nach draußen gehen, um nach zu sehen. Aber mein ganzer Körper war wie gelähmt. Danach kam ein extremes Licht in die Höhle. Wieder konnte ich Gabriel in diesem Licht sehen. Ich fragte ihn: „Oh Gabriel, warum ist mein ganzer Körper gelähmt und warum überfällt mich die Angst?" Gabriel antwortete: „Mohammed, du wirst uns schon bald näher stehen. Dann wird diese Situation dich nicht mehr ereilen. Die Ewigkeit wartet auf einen göttlichen Menschen, der mehr und mehr eine immerwährende Erfahrung mit Gott hat." Ich sagte zu Gabriel: „Dann bring mich zu Gott." Gabriel antwortete: „Wenn die Zeit gekommen ist, wird Gott es uns wissen lassen." Dann sprach er: „Sieh Mohammed, du bist auserkoren durch die Himmel. Gottes Führung ist mit dir." Ich fragte ihn, wann er wieder kommen wird. Und Gabriel sagte: „Ich werde wieder und wieder kommen mit der Erlaubnis von Gott und den Himmeln." Daraufhin verließ Gabriel die Höhle und flog hinauf in den Himmel. Ich ging nach Hause. Khadija war überrascht, mich so früh zu sehen. Sie fragte mich sogleich, ob etwas Außergewöhnliches passiert wäre. Ich antwortete ihr: „Nein, dieses Mal ist noch mehr als das passiert." Ich erzählte ihr sodann meine Unterhaltung mit Gabriel. Khadija sagte: „Solch eine glückliche Neuigkeit. Ich verbeuge mich vor Gott. Ich möchte meinen Reichtum heute Gott geben. Ich möchte ihn mit den Ärmsten teilen." Ich sagte ihr, dass sie Gutes tun müsse für andere, so wie Gott sie inspiriert hat. Am nächsten Tag sprach ich mit Ali, der gerade elf Jahre alt wurde. Er lebte ebenso mit mir. Ich erzählte ihm, dass Gott mich auserwählt hatte, und ich sein Prophet sei, und auch, dass Gott mir die Mission durch Gabriel gegeben hat. Ali antwortete mir: 
„Zuerst muss ich meinen Vater, Abu Talib fragen, was für eine Lehre das ist." Ich erwähnte ihm gegenüber, es sei in Ordnung, wenn er jetzt dieser neuen Lehre noch nicht folgen könnte. Aber er sollte nichts davon seinem Vater erzählen. Er sollte dieses Geheimnis für sich behalten. Zaid bin Harsa saß auch neben uns. Ich befreite ihn aus der Sklaverei und adoptierte ihn als einen meiner Söhne. Ali dagegen war genau genommen mein Cousin. Aber ich erzog ihn an Sohnes statt. Ich nahm ihn von seinem Vater Abu Talib, denn dieser befand sich in einer schlechten finanziellen Lage, in der es ihm nicht so gut ging. Deshalb wuchs Ali unter meinen Händen auf. Wie dem auch sei, als Zaid bin Harsa diese Unterhaltung zwischen mir und Ali vernahm, sprach er: „Ich möchte deiner neuen Lehre folgen. Bitte nimm meinen Schwur an." Am nächsten Tag kam Ali zu mir und sagte: „Ich habe mich entschieden, dir zu folgen. Ich wünschte, ich hätte mich dazu bereits schon gestern durchgerungen." Khadija war ebenso anwesend. Sie umarmte Ali und sprach: „Du bist mein geliebter Sohn. Ich weiÝ, du hast die richtige Entscheidung getroffen."
Am nächsten Tag ging ich zu Abu Bakr. Er war in seinem Laden mit Kunden beschäftigt. Ich dachte, vielleicht ist es besser, wenn ich ihn ein anderes Mal treffe. Als ich mich auf dem Rückweg befand, legte mir plötzlich jemand die Hand auf meine Schulter.
Als ich mich umdrehte, war es Abu Bakr. Er sagte: „Ich bin nicht gut im Rennen, aber heute musste ich dir nachrennen, um dich einzuholen. Was habe ich falsch gemacht? Du bist in meinen Laden gekommen und ohne ein Wort zu sagen, hast du ihn wieder verlassen." Ich antwortete ihm: „Du hast nichts falsch gemacht. Du warst nur so sehr mit deinem Kunden beschäftigt. Deshalb entschied ich, dich ein anderes Mal zu besuchen." Er nahm meine Hand und sagte: „Komm mit mir, bitte. Diese Geschäfte sind nicht wichtig." Er bat jemanden anderen, sich um den Laden zu kümmern. Dann lud er mich zum Mittagessen ein. Beim Essen sagte ich zu Abu Bakr: „Heute bin ich zu dir mit einer besonderen Botschaft gekommen." Und er antwortete: „Dann beeil dich und teil sie mir sofort mit." Ich erzählte ihm die ganze Unterhaltung, die ich mit Gabriel am anderen Tag hatte, und dass ich von Gott auserkoren wurde, seinen Willen zu erfüllen. Abu Bakr hörte mir aufmerksam zu und sprach: „Das überrascht mich überhaupt nicht. Gott hat den Besten auserwählt, der die Menschen führen kann. Ich selber habe bereits an dich geglaubt, bevor du überhaupt gesagt hast, dass du ein Prophet Gottes bist." Dann fügte er noch hinzu: „Bitte nimm auch meinen Schwur an.
Ich verdanke es nur der Güte und der Barmherzigkeit Gottes, dass ich die Möglichkeit erhalten habe, dir so nahe zu sein." Abu Bakr fing an zu weinen. Ich nahm seinen Schwur an. Danach sprach er: „Ich werde dir alles geben, damit ich Dir und Gott dienen kann. Später folgten durch Abu Bakr verschiedene andere wichtige Personen meiner Bewegung. Genau genommen konnte ich auf Erden und ebenso im ewigen Leben niemals richtig mit Worten meinen Dank für Abu Bakr ausdrücken, den ich in meinem Herzen trage. Wie du weißt, Zahid, hat Gott ihn im ewigen Leben ganz besonders bedacht. Am Ende meiner Lebensgeschichte kannst du ebenso mitteilen, was Gott über Abu Bakr sagte. Abu Bakr pflegte viele Kontakte durch sein Geschäft und ebenso durch seine Aktivitäten im privaten Leben. Er hatte einen hohen ethischen und moralischen Standard. Er war gütig und freundlich zu den Leuten. Er war emotional und empfand Mitleid mit den Menschen. Und diese Wesensart war es, die mich ihm so nahe brachte. Verschiedene wichtige Personen dieser Zeit wie Osman, Zubair, Saad, Tala, Abdul Rehman, Bin Ouf und viele andere folgten mir wegen Abu Bakr. Diese Menschen spielten eine fundamentale Rolle in den frühen Tagen meiner Bewegung. Ich hatte immense Schwierigkeiten und Konfrontationen mit den Koreischiten in Mekka. Bevor ich erklärte, ich sei ein Prophet, teilte ich meine geistigen Erfahrungen Abu Bakr und Khadija mit.
Ich konnte persönlich Abu Bakrs geistigen Weg in seinem Leben verfolgen. Die materielle Welt bedeutete ihm nichts. Er sehnte sich auch nicht nach den Himmeln. Er war ein Mann wie Abraham, der sich nur mit seinem ganzen Herzen nach Gott sehnte. Vom ersten Tag an, an dem er meiner Mission beitrat, konnten ihn nichts und niemand von diesem Weg abbringen. Er wollte von mir alles über Gott erfahren. Wann immer ich ihm meine persönlichen Erfahrungen mitteilte, weinte er für viele Stunden. Abu Bakr war 24 Stunden für mich erreichbar. Ich kann mich nicht an einen einzigen Moment während meiner Mission erinnern, an dem Abu Bakr mich durch seine Taten unglücklich gemacht hätte. Ich wünschte, im Islam wäre jeder wie Abu Bakr. Dann wäre diese Welt der wunderschönste Platz für die Menschen, die sich nach Gott sehnen. Wie du weißt Zahid, lebt Abu Bakr heute in einer sehr hohen Dimension des Paradieses. Er kann bedingt in die goldenen und blauen Dimensionen gehen. Während meines Missionslebens habe ich viele große Jünger getroffen, die sich wirklich und wahrhaftig nach dem Weg zum ewigen Leben gesehnt haben. Wenn ich all ihre Namen in meiner Lebensgeschichte erwähnte, würde das zu viel werden. Wie dem auch sei, unter ihnen sind zwei gewesen, an die man sich sehr tief verbunden mit der Liebe Gottes erinnern sollte. Einer war Abu Bakr und der andere Suliman Farces. Beide hatten ein ähnliches Herz wie Abraham. Zahid du kennst all die Bestimmungsorte meiner Jünger in der geistigen Welt. Wann immer dich ein islamischer Gläubiger fragen wird, weil er weiterkommen möchte auf dem Weg zu Gott, dann wird dies die richtige Person sein, der du alles erzählen kannst. Für eine bestimmte Zeit erschien mir Gabriel nicht. Das brach mir fast das Herz. Während dieser Zeit dachte ich, wenn Gabriel mir nicht wieder erscheint, was soll ich dann für den Rest meines Lebens machen. Genau genommen, verlor ich meine Geduld. In meinen Gedanken hegte ich Zweifel gegen über Gabriel und der geistigen Welt. Als ich durch diese Zeit der inneren Kämpfe ging, erschien mir Gabriel wieder und sagte, dass er mit der Erlaubnis Gottes zu mir gekommen sei. Er sagte zu mir, dass Gott mich nicht verlassen hätte. Als ich in der geistigen Welt ankam, habe ich erfahren, was sich hinter dem Vorhang abspielte. Gott und die Himmel bereiteten mich darauf vor, mir die Mission des Messias zu übertragen. Sie wollten sehen, ob ich genügend Geduld und Liebe für Gott hätte und ob ich ohne Gabriel durchhalten könnte. Dann wollten Gott und die Himmel sehr eng mit mir zusammenarbeiten. Das bedeutet aber nicht, dass ich die Position und den Wert Gabriels verneine. Wie du weißt, Zahid, ist Gabriel ein Erzengel des weißen Lichtbereichs.

Dieser Bereich ist eine Art Wachstumsstufe des Paradieses. Ich bin mir sicher, dass du noch mehr Details über Gabriel nieder schreiben wirst. Gabriel hat auch in der geistigen Welt den Titel „Heiliger Geist" erhalten. Wenn die Engel des Paradieses mit jemandem zusammenarbeiten, dann tun sie das relativ in Richtung der individuellen Erlösung. Du weißt, alle Religionen wurden durch die weißen Lichtbereiche des Paradieses inspiriert. Um die Mission als Messias zu erhalten, hätte ich auch nicht mit Khadija im Alter von 25 Jahren heiraten dürfen. Genau genommen hätte ich warten müssen, bis Gott mir seinen Segen geben würde, um Aisha zu heiraten. Aisha wurde auserwählt, um auch im ewigen Leben meine Frau zu sein. Du weißt, später habe ich noch verschiedene andere Frauen geheiratet. Daneben habe ich noch ein Harem unterhalten, der es mir ermöglichte, Beziehungen mit Frauen zu haben, ohne sie heiraten zu müssen. Damit aber nicht genug. Wann immer sich eine Frau mir selber anbot, dann war es mir besonders vergönnt, sie zu besitzen. Es gab verschiedene Gründe, warum ich andere Frauen heiratete. Zum einen konnte ich durch sie mehr Gefälligkeiten von anderen Stämmen erwarten. Ich wollte unbedingt die Kontrolle über das geistige Umfeld in meinen Händen halten, und meine nächsten Jünger sollten auf meiner Seite sein. Zum anderen fühlte ich mich in meinem Inneren magisch zu den Frauen hin gezogen. Man kann auch sagen, dass dies mein schwacher Punkt in meinem Missionsleben war. Aber auf keinen Fall war das der Wille Gottes. Viele Frauen zu besitzen, war ein Kompromiss zwischen mir, Gabriel und der geistigen Welt. Später werde ich noch ausführlich über meine Frau Aisha reden. Die Heirat mit Khadija wurde mir vergeben, da es nur der relative Teil in meiner Wachstumsperiode der Mission war. Aber weder die anderen Vermählungen noch der Erlass besonderer Gesetze, die es mir erlaubten, so viele Frauen zu haben, wie ich wollte, wurden mir vergeben. Dies änderte meine Mission des Messias in die Richtung zur Religion. Dass ich trotzdem eine sehr klare und wahre Identität Gottes in die Geschichte einbringen konnte, haben Gott und die Himmel mir hoch angerechnet. Und deswegen hat Gott mir auch all meine Fehler vergeben und mir einen sehr nahen Platz in seinem Herzen eingeräumt. Hätte ich noch einige weitere Schritte auf diesem Weg gemacht, so wie die Himmel es von mir forderten, dann hätte ich Gottes Welt auf dieser Erde in der kürzesten Zeit errichten können. Dann wäre ich in den Augen Gottes der meist verherrlichte Mensch von all den Heiligen der Vergangenheit gewesen. Genau genommen war es Gottes Wille, dass Gabriel nur eine kurze Zeit mit mir arbeiten sollte. Danach wollten Gott und die Himmel diese Position einnehmen. Aber das ist nicht geschehen. Als Gabriel nicht mehr erschien, wurde ich zusehends ungeduldiger. Wäre es mir gelungen mich wirklich von Satan zu trennen und ich zudem noch drei weitere Jahre auf diesem Weg gegangen wäre, hätten Gott und die Himmel mir vertraut. Dann hätten sie mich direkt führen können. Die Mission der Realisierung des Königreich Gottes auf Erden hätte ihren Anfang gefunden.
Gemäß Gottes Plan musste ich eigentlich der Versuchung, viele Frauen zu haben, widerstehen. Ich hätte warten müssen, bis Gott mir den Segen mit Aisha gegeben würde. Gabriel brachte Aisha zwei Mal, eingerollt in einer Decke zu mir, und er sagte zu mir: „Mohammed, in dieser Decke ist deine Frau für das ewige Leben." Ich antwortete: „Wenn dies der Wille Gottes ist, dann soll es so sein." Danach öffnete Gabriel die Decke und Aisha kam zum Vorschein. Ich war irgendwie überrascht. Trotzdem konnte ich nicht davon ablassen, noch mehr Frauen zu haben. Deshalb musste Gabriel mit mir weiter arbeiten. Zusammen mit den Himmeln versuchte Gabriel mir zu helfen, die richtige Wahl zu treffen, so dass Gott mir Seinen Segen geben konnte. Aber als der Plan des Himmels sich nicht verwirklichte, musste Gabriel weiter mit mir zusammen sein. Gabriel war darüber selbst sehr schockiert, denn es war sein sehnlichster Wunsch, mich letztendlich in die Hände Gottes zu übergeben. Lieber Zahid, wie du weißt, ist es immer schmerzhaft und schwierig für jeden Gesandten gewesen, der für den Willen Gottes auserwählt wurde, diese Anforderungen zu erfüllen. Die Himmel und die Heiligen im Paradies waren sich auch nicht sicher, ob du es schaffen wirst. Die Wahrheit ist, dass wir alle Zweifel an dir hatten. Nur einer zweifelte nie an dir und das war Gott. Gott vertraut dir und ist sehr optimistisch, was dich betrifft. Vom Himmel aus beobachteten wir deinen einsamen Weg auf diesem stürmischen dunkel Pfad. Du hast unsere Herzen gewonnen und dabei einen ganz besonderen Platz in Gottes Herzen eingenommen. Gott konnte den Menschen in seiner Schöpfung für lange Zeit nicht mehr vertrauen. Das bereitete Ihm tiefen Kummer in seinem Herzen. Aber du hast Gott wieder gezeigt, dass Er sich auf seine Kinder verlassen kann. Du hast diese Brücke des Vertrauens wieder aufgebaut und dadurch demonstriert, wie tief deine Liebe zu Gott ist. Gott kann sich wirklich auf dich verlassen. Das ist die wunderbarste Liebesgeschichte, die sich jemals in der Schöpfung zugetragen hat. Wenn die gefallene Geschichte der Menschheit zu Ende sein wird und der Frühling für das Königreich Gottes anbricht, dann wird man sich sicherlich deiner erinnern, wie Gott es dir schon während deiner Kindheit sagte. Wir alle erinnern uns an dich als einen Mann der Liebe." Dann fing Mohammed an zu weinen. Nach einer Weile fuhr er fort: „Ich verließ meine hohen
Dimensionen und habe angefangen in Satans Welt zu arbeiten. Ich konnte Gottes Leid und Sorgen in meiner Seele nicht ertragen. Du weißt lieber Zahid, dass die Himmel gefüllt sind mit Traurigkeit und gebrochenen Herzen. Ich weiß, dass die Moslems nicht verstehen werden, dass Gott der Schöpfer, überhaupt ein gebrochenes Herz haben kann. Aber sie sollen erfahren, dass die Menschen und die anderen Geschöpfe Gottes Familie sind. Sie sind immer Seine Kinder, obwohl sie durch Satans Einfluss gefallen sind. Wie dem auch sei, wenn Gott und die Himmel die Situation ihrer Kinder sehen, dann können sie nicht glücklich sein. Deshalb können die gefallenen Geschöpfe und die gefallene Menschheit nicht wirklich Gottes Herz erfahren. Es kommt noch schlimmer. Sie sind geistig krank geworden und können nicht ihre eigene Situation verstehen. Satan hat ihre geistigen Sinne fast völlig abgetötet. Sie können nichts sehen, nichts fühlen, noch können sie ihr eigenes Leid erkennen. Es kann keine größere Ignoranz der Menschheit geben. In der Geschichte der Vorhersehung Gottes gab es verschiedene Zeitperioden, in denen Gott und die Himmel der Menschheit die Erlösung bringen wollte. Aber die Menschheit wiederholte wieder und wieder die gleichen Fehler. Sie verpassten immer den entscheidenden Moment. Dafür mussten sie an Satan den Preis der Wiedergutmachung für viele Tausende Jahre bezahlen." Während Mohammed sprach, rannten Tränen aus seinen Augen und sein ganzer Geist zitterte vor Traurigkeit.
Dann fuhr er fort: „Es gab viele Propheten, die durch Gott und die Himmel auserwählt wurden, aber es waren nur wenige unter ihnen, die wirklich dafür einstanden. Von der Zeit Adams bis heute gab es viele Propheten, aber nur wenige konnten schwierige Aufgaben übernehmen. Deshalb verlängerte sich die Vorhersehung Gottes und die Erlösung der Menschheit zieht sich über einen langen Zeitraum hin. Selbst zu meiner Zeit gab es einige Auserwählte, die die arabische Welt reformieren sollten. Aber es ist ihnen nicht gelungen. und schließlich hatten sie ein sehr trauriges Ende. Einer von ihnen lebte ungefähr zu meiner Zeit in Mekka. Sein Name war Zaid Bin Umero Bin Nafaul. Sein Leben endete genauso tragisch, wie das vieler anderer. Man verbannte ihn aus Mekka, damit ihm niemand folgen konnte. Er suchte ständig nach mehr Wahrheit. Schließlich fand er heraus, dass Gott seinen Propheten genau aus seinem Heimatort auserwählen wird. Dieser Botschafter Gottes sollte die Mission Abrahams erhalten. Auf seinem Weg zurück nach Mekka wurde er umgebracht. Mein Stamm Bine Hasham und der Stamm Bine Zura beschützten mein Leben. Ich konnte mich immer auf Gott verlassen. Aber die Wahrheit ist, dass die satanische Welt einem Mann Gottes niemals erlaubt, substantiell eine Grundlage zu schaffen. Mein Stamm versuchte sein Bestes von Anfang an, andererseits hätten die Araber und besonders die Koreischiten mich schon sehr frühzeitig während meines Missionslebens umgebracht. Mein Onkel Abu Talib folgte nicht meiner neuen Mission. Trotzdem war er die Hauptperson, die mir einen großen Schutz zu teil werden ließ, so dass ich weiter meine Mission in dieser gesetzeslosen Zeit der arabischen Welt fortführen konnte. Ich bin auch meinen Onkeln Hamza und Abbas für ihre Güte und ihre Unterstützung in meiner Mission dankbar. Wie du weißt, starb Hamza später als Märtyrer im Ohud Krieg, während wir uns verteidigen mussten. Hamza lebt heute in der gleichen, hohen geistigen Welt, wie Konfuzius auf Grund seines Opfers. Und wie du weißt, arbeitet Hamza als guter Geist auch mit dir, um deiner Mission willen, bereits vom ersten Tag an. Abu Talib folgte nicht meiner Mission, unterstützte diese aber sehr intensiv. Die Himmel haben ihm deshalb vergeben. Darum lebt er in einer normalen mittleren geistigen Welt, die relativ ein guter Ort ist. Andererseits wäre er sonst in der Hölle. Abu Talib ist Gott und den Himmeln von Herzen dankbar, dass er die Möglichkeit erhalten hat, an solch einem Ort zu leben. Während meiner Mission fragte ich Abu Talib im Geheimen, warum er der mir von Gott gegebenen Mission nicht folgen kann? Und er antwortete: „Wenn ich Moslem werde, wer wird dich dann beschützen?" Er fügte hinzu, dass er mit der Religion seiner
Ahnen sterben wolle. Im Grunde war er ein weiser und diplomatischer Mann. Er schaffte es immer wieder, das Umfeld zwischen mir und meinen Feinden, die mir nach dem Leben trachteten, zur Kooperation zu bewegen. Mein Onkel Abbas wollte unbedingt, dass meine Mission vor ankommt. Auch er setzte alles daran, mein Leben zu beschützen. Zu Beginn meiner Mission habe ich die meiste Zeit mit ihm in Mekka verbracht. Eines Tages fragte ich ihn: „Abbas, möchtest du wirklich, dass meine Mission voran geht? Warum nimmst du dann nicht an meiner Mission teil?" Er erzählte mir, dass er meiner Mission schon in seinem Herzen bei getreten sei. Aber um die Feinde von mir fern zu halten, würde er eine diplomatische Rolle spielen. Er folgte mir nicht offiziell. Dadurch konnte er mein Leben besser beschützen. Zum andern wollte er auch, dass niemand erfährt, dass er mein geheimes Mitglied ist. Die Koreischiten und die anderen Stämme, die gegen meine Lehre waren, haben meinen Anhänger so schwer geschadet, dass sie ihre Dörfer verlassen mussten. Sie haben meinen Jüngern sogar verboten, Wasser zu trinken. Sie schlugen sie, so viel sie konnten. Sie brachten meine Jünger in die heiße Wüste. Sie haben schwere Steine auf ihre Brust gelegt, so dass ihre Haut verbrannt wurde. Sie haben meinen Nachfolgern verschiedene neu artige Strafen auf gebürdet, auf dass sie die Kraft verließ, auf ihren eigenen Füßen zu stehen. Sie zwangen sie zu sagen, dass es neben Gott noch andere Götter gäbe. Diese armen Menschen hatten keine andere Wahl, als diese Worte zu wieder holen. Selbst wenn ein paar Tiere vor meinen Jüngern vorbei zogen, dann mussten sie sagen, dass diese Tiere ihre Götter seien. Unglücklicherweise mussten sie die Worte ihrer Peiniger immer wieder wiederholen. Wenn ich diese grausame Bestrafung beim Vorübergehen sah, weinte mein Herz. Einige meiner Anhänger kamen durch solche grausame Peinigungen ums Leben. Meine Feinde versuchten ihr Bestes, mir das Leben schwer zu machen. Sie haben niemals eine Möglichkeit ausgelassen, mich, meine Familie oder meinen Stamm zu bestrafen. Verschiedene Male haben sie versucht, mich um zu bringen. Aber Gott rettete mein Leben. Die Koreischiten und die anderen Stämme wollten nichts mit mir zu tun haben. Mein Stamm unterstützte mich auf Grund meiner Mission. Die anderen boykottierten uns vollkommen. Selbst meine Töchter, die verheiratet waren, wurden geschieden, denn sie hatten in Familien eingeheiratet, die nicht an mich glaubten. Eine meiner Töchter wurde umgebracht. Sie wurde von einem Kamel gestürzt, als sie schwanger war. Schließlich verbannten sie uns für drei Jahre an einen Ort, den sie Sheb Abu Talib nannten. Dieser Zeit war für uns schlimmer als jeglicher Aufenthalt im Gefängnis. Dieser Ort war wie ein offenes Tal. Die Hänge waren gesäumt von Felsen und der Zugang wurde durch viele enge Tunnel erschwert. Wenn die Koreischiten aus Mekka uns attackieren wollten, mussten sie auf einem sehr engen Bergpfad durch einen Tunnel gehen. Dies erleichterte unsere Verteidigung. Meine Familie und mein Stamm entschieden sich, aus Angst um ihr Leben, hier zu bleiben. Diese drei Jahre waren nicht einfach. Unsere Kinder schrien vor Hunger und Durst. Viele Tage und Nächte hatten wir nichts zu essen. Verschiedene Leute unseres Stammes versorgten uns heimlich mit Nahrungsmitteln, so dass wir zumindest überleben konnten. Abu Talib und meine Frau Khadija wurden sehr krank. Der Druck dieses Boykottes wurde so stark, dass ihre Gesundheit sich zusehends verschlechterte. Viele Leute meines Stammes beschützten mich auf Grund unserer Familien- und Stammesbeziehung, obwohl sie nicht meine Anhänger waren. Jeder der dieses Tal verließ, wurde von den Koreischiten geschlagen. Nur an besonderen Feiertagen, wenn die Leute zur Kaaba pilgerten, war es nicht erlaubt, zu kämpfen. Dann hatten wir die Möglichkeit, aus dem Tal herauszukommen, um etwas Unterstützung für uns zu finden. Eines Tages erzählte ich Abu Talib, dass es besser wäre, wenn ich an einen anderen Ort oder in ein anderes Land gehen würde, um Gottes Botschaft zu verkünden, bevor meine ganze Familie und mein Stamm für mich leiden oder sogar für mich sterben müssten. Tränen rannen aus meinen Augen. Abu Talib war tief gerührt und sprach zu mir: „Wir werden dich unterstützen und dir helfen bis zu dem Punkt, an dem sich unser ganzer Stamm für dich aufgeopfert hat. Aber wir werden dich niemals in die Hände unserer Feinde geben."
Endlich nach drei Jahren entschieden fünf der einflussreichsten Männer dieser Zeit, unter ihnen waren auch Stammesführer, diese ungerechte Bestrafung zu beenden. Von diesem Zeitpunkt an kooperierten sie nicht mehr mit den Koreischiten. Sie hoben den Boykott gegen uns auf und wir waren frei. Wir kehrten zurück nach Mekka, um wieder ein normales Leben zu führen. Einige Jahre waren vergangen seit ich die Mission erhalten hatte. Aber diese Zeit kam mir vor, wie zehntausend Jahre. Dies war eine sehr dunkle Zeitperiode in meinem Leben. Nachdem wir aus Sheb Abu Talib zurückkamen, in dem wir die letzten drei Jahre verbracht hatten, dachte ich oft daran, Gottes Botschaft an anderen Orten zu verkünden. Ich hatte 40 Jünger, die mir folgten. Die anderen hatten das Land verlassen, denn die Koreischiten hatten sie jeden Tag furchtbar gepeinigt. Nach kurzer Zeit starb Khadija. Sie hat mir viel finanzielle Unterstützung zu Teil werden lassen. Sie hat immer mein Herz getröstet, um in der Mission voran zu gehen. Nach ihrem Tod war ich sehr traurig und ich verspürte große Einsamkeit. Schon bald danach verstarb auch mein Onkel Abu Talib. Von meinem achten Lebensjahr an, hat sich dieser Mann mehr um mich, als um seine eigene Familie gekümmert. Seitdem Gott mich gerufen hatte, stand er mir immer, wie ein Schutzwall zur Seite. Ich habe ihn dafür sehr geliebt. Dieses Jahr war für mich eines der traurigsten gewesen."
Anmerkung: Der Autor dieses Buches ist sich bewusst, dass die islamische Geschichte besagt, Abu Talib sei bevor Khadija gestorben. Wie dem auch sei. Ich schreibe hier die Lebensgeschichte Mohammeds, so wie er sie mir erzählte.
„Jetzt wurden die Koreischiten noch aggressiver und ihre Attacken wurden immer häufiger. Sie wollten mich und meine Jünger zerstören. Ihr Hass wurde übergroß, da ich nur einen Gott anbetete. Das war gegen ihre Konstitution. Bevor Abu Talib starb, gingen sie zu ihm und sagten: „Du bist der Stammesführer. Wir haben dich respektiert auf deinem ganzen Weg und wir werden es tun bis zum letzten Tag, obwohl du Mohammed beschützt, der unser schlimmster Feind ist. Aber bevor du stirbst, möchten wir eine Art Friedensvertrag zwischen uns und Mohammed schließen. Nach deinem Tod sollen keine Konflikte mehr zwischen uns und Mohammed entstehen. Abu Talib rief nach mir und bat mich an diesem Treffen der Stammesführer teilzunehmen. Diese boten mir viele Vorteile an, wenn ich nur mit ihnen kooperieren würde. Ich sagte ihnen, dass sie mit mir in nur einer Sache über einstimmen müssten, nämlich dass es nur einen Gott in dieser Schöpfung gibt. Ich erklärte ihnen, warum das so wichtig ist, dass sie erfahren, dass Gott ihr wahrer Schöpfer ist. Es ist ein wesentlicher Punkt im geistigen Leben, damit die Menschen ihre Reise im ewigen Leben sicher antreten können. Darum hat Gott die Menschheit erschaffen. Die Menschheit kann nicht zu Gott in der Ewigkeit kommen, bevor sie nicht die wahre Identität Gottes kennt. Die Identität Gottes ist die zentrale Konstitution in diesem Universum und im ewigen Leben. Geistige Sinne erhalten den Segen und öffnen sich, wenn der Mensch den Wunsch hat, Gott kennen zu lernen. Dann öffnen sich die Fenster der Himmel für diese Person, und sie kann erleben, wie wunderschön das ewige Leben ist. Gott zu kennen, ist das absolute primäre Gesetz der Liebe. Sie ist das Fundament für die Menschen und alle anderen Wesen. Frieden, Freiheit, Wahrheit und immer währende geistige Glückseligkeitkann man nicht erreichen, ohne Gott zu treffen. Gott ist die Sicherheit für die individuelle Familie, für die Nation, für die Welt und selbst für die gesamte Ewigkeit. Ohne den ewigen Gott zu kennen, kann der Mensch nur ein horizontales Ergebnis erzielen, das aber unter keinen Umständen eine Lösung bedeutet. Ich wollte noch mehr über dieses Thema sprechen, aber die Koreischiten fingen an in ihre Hände zu klatschen und sagten: „Mohammed, es scheint uns so, als ob du nicht aufhören wirst, diese Botschaft des einen Gottes zu verkünden. Wie kann es möglich sein, nur einen Gott anzubeten. Es gibt viele Götter in dieser Schöpfung." Ich erwiderte: „Dann wird es keine Übereinstimmung zwischen euch und mir geben. Gott muss entscheiden. Die Zeit wird euch lehren, wer auf der richtigen Seite steht und wer auf der falschen." Schließlich endete dieses Treffen mit mehr Ärger und Hass in den Herzen der Koreischiten. Sie waren damals der führende Stamm in Mekka.
Wenn ich dieses hoffnungslose Umfeld in Mekka betrachtete, dann dachte ich daran, es wäre besser, an einem anderen Ort Zeugnis abzulegen. So ging ich nach Tiuf. Zu dieser Zeit lebten dort reiche und angesehene Leute. Sie hatten viel Einfluss auf die arabische Welt. Ich dachte, wenn zumindest sie meiner Lehre folgen würden, dann hätte ich wenigstens einen Platz zum Leben und eine Ausgangsbasis. Von dort kann ich dann weiter vorwärts gehen und meine Botschaft in die anderen Teile der arabischen Welt tragen. Ich nahm nur Zaid Bin Harsa mit mir, den ich aus der Sklaverei befreite und später adoptiert hatte. Unsere Hoffnungen und Erwartungen waren sehr groß, als wir diese Reise antraten. Aber die Menschen in Tiuf behandelten uns sehr schlecht. Sie wollten nicht einmal mit uns reden. Sie hatten über uns schon viele schlechte Gerüchte vernommen, besonders über mich. Und sie sagten: „Hat Gott hat niemand besseren gefunden für Seine Botschaft?." Oder: „Hatte Gott keine andere Wahl? Gab es niemanden außer dir? Du kannst nicht der Prophet sein! Du zerstörst die Religion Arabiens. Glaubst du wirklich, dass du mehr Wahrheit als deine Vorfahren kennst?" Auf ihren Befehl hin verfolgten mich dann üble Banden. Sie bewarfen mich mit Steinen, so dass mein Fuß anfing zu bluten. Ich war nicht mehr in der Lage, auf zu stehen. Sie zwangen mich auf zu stehen, dann warfen sie wieder Steine auf meinen Körper, meistens auf meine Füße. Zaid Bin Harsa versuchte mich zu beschützen. Aber was kann einer gegen so viele ausrichten. Er wurde auch verletzt. Letztlich konnte ich in einen Weinberg entfliehen und meine Verfolger ließen von mir ab. Mein Herz war gefüllt mit Traurigkeit. Ich wusste nicht, wohin ich mich wenden sollte. Welcher Ort und welches Land werden meine Botschaft freiwillig annehmen? In diesem Moment betete ich innig zu Gott. Ich sagte ihm, wenn Er auf meiner Seite ist, dann würden mir dieses Leid und dieser Schmerz nichts ausmachen. Ich betete auch um Vergebung für die, die mir das Leben zur Hölle machten.
Ich kehrte zurück nach Mekka. Aber ich fürchtete, dass mich die Menschen dort wieder ächten würden. Deshalb fragte ich, bevor ich Mekka betrat, einen Stammesführer, ob er mich beschützen könnte. Er war zwar dazu bereit, aber er erklärte, meiner Lehre nicht zu folgen. Sie gab mir Schutz, so dass niemand mir etwas antun oder mich umbringen konnte. Die Zeit verging und die Herzen der Koreischiten versteinerten sich. Ich musste mir nun ein gestehen, dass es nicht so einfach war, wie ich anfangs glaubte, in dieser arabischen Welt durch zu brechen. Bevor Khadija starb, sagte sie zu mir eines Abends: „Ich weiß, dass ich nicht mehr länger auf dieser Erde leben werde. Aber bevor ich sterbe, muss ich dir als dein Partner sagen, dass du nicht vergessen bist. Der Gott, der dir diese Mission gegeben hat, war sicherlich mit dir bei jedem deiner Schritte. Die Himmel beobachten dich. Am Ende wirst du sicherlich über das Böse siegen, denn die Himmel sind mit dir. Eigentlich habe ich auf den Tag gewartet, an dem der Wille Gottes und der Himmel auf Erden erfüllt sind und alle falschen Götter verschwinden. Gottes Gnade und Sein Licht werden auf dieser Erde erscheinen. Sicher werde ich diesen Tag vom Himmel aus beobachten können."
Nach dem ich diese Worte von Khadija vernommen hatte, rannen Tränen aus meinen Augen. Sie hielt mich in ihren Armen und sagte: „Ich werde mich immer an dich im Himmel erinnern. Du bist nicht der Mann, den man vergessen kann. Ich danke Gott dafür, dass er dich mir für diese Zeitspanne als Partner zur Seite gestellt hat. Ich konnte solche großartigen Momente für den Willen Gottes mir dir teilen." Nachdem Khadija gestorben war, habe ich sie verschiedene Male in der geistigen Welt getroffen. Gott hat ihr einen wunderschönen Platz im Himmel gegeben. Er ist aus einem Diamanten gemacht. Ich danke mit meinem ganzen Herzen Khadija dafür, was sie für meine Mission und ganz besonders auch für mein persönliches Leben getan hat. Die finanzielle Grundlage, die sie mir ermöglicht hatte, half mir, ein großes Stück meine Mission voranzutreiben. Und noch mehr als das. Ihre Güte und ihre Liebe bleiben für mich unvergessen. Jeden Tag legte ich weiter Zeugnis in Mekka und in den daran angrenzenden Gebieten der verschiedenen Stämme Arabiens ab. Ich ging sowohl zu den Stammesoberhäuptern als auch zu anerkannten und einflussreichen Persönlichkeiten meiner Zeit. Obwohl ich nicht erfolgreich war, dachte ich mir immer: Diese Welt steht auf dem falschen Fuß. Sie befindet sich auf der Seite des Bösen. Aber immer noch glauben die Menschen, sie seien unheimlich stark. Ich aber stehe auf der richtigen Seite. Ich sollte noch viel, viel stärker als diese schlechte Welt sein. Diese Welt ist eine, die sich wieder zum Himmel zurück wenden muss. Diese Welt ist auch jene, die ihren Schöpfer vergessen hat. Bei jedem Schritt, den ich in meinem Leben voranging, legte ich unerschüttert und mutig Zeugnis ab, obwohl ich ein gebrochenes Herz hatte. Ich wusste, was Satan im schlimmsten Fall gegen mich tun konnte. Er hätte mich umbringen können. Dies war die letzte Waffe, die ihm zur Verfügung stand. In meinem Herzen hatte ich den tiefen Wunsch als Märtyrer für Gott und die Himmel zu sterben.
Während meines Missionslebens habe ich Satan viele Male persönlich getroffen. Ich musste mich auch mit seiner schlimmen Streitmacht aus einander setzen. Sie konnten mir weder das Fürchten lehren noch mich in meiner Mission schwächen. Alles was sie gegen mich unternahmen, machte mich noch stärker, denn Satan ist sowohl gegen Gott als auch gegen die Menschen. Trotz allem habe ich wieder sehr schwerwiegende Fehler begangen, die den Islam später in eine andere Richtung führten. Am Ende meiner Lebensgeschichte kannst du, Zahid, diese Fehler in deinem Buch erläutern. Die anderen Tatsachen und Geheimnisse kannst du offenbaren, wenn die Zeit dafür reif ist und du eine ausreichend stabile Grundlage hast.
Gabriel tröstete mein Herz auf dem ganzen Weg meiner Mission. Eines Nachts, ich verbrachte diese in der Familie Abu Talibs, betete ich wie gewöhnlich vor dem Schlafengehen. Ich schlief bereits als mich Gabriel nach einer Weile weckte. Er nahm einen Geist aus meinem Körper. Als wir vor die Tür traten, stand dort ein weißes Tier. Es sah aus wie ein Pferd, aber es hatte Flügel. Gabriel erzählte mir, dass Gott mich heute Nacht eingeladen hätte und er mit dieser himmlischen Bequemlichkeit gekommen sei, um mich mitzunehmen. Diese geistige Reise ist sehr berühmt im Islam. Aber es ist sehr wichtig, an dieser Stelle darüber zu reden. Auf meiner Reise traf ich in verschiedenen Dimensionen die anderen Propheten. Wir setzten unsere Reise so lange fort, bis wir in eine geistige Welt mit einem extremen Licht kamen. Diese Welt wird in der islamischen Welt als Sidrat-al-Muntaha (Territorium Gottes) bezeichnet. Gabriel erzählte mir, dass es nicht in seiner Kraft stünde, noch weiter nach vorne zu gehen. Ginge er noch weiter, würde Gottes Licht seine Flügel verbrennen. Von diesem Punkt an reiste ich allein weiter. Später, als ich nach meinem Tod in die geistige Welt kam, habe ich herausgefunden, dass Gabriel mich so behandelt hat, um mich zu würdigen. Genau genommen kann Gabriel bis zu Gottes Thron gehen. Und noch viel mehr als das. Gott liebt Gabriel und ich habe viele Male gesehen, dass Gott Gabriel umarmt hat. Wie dem auch sei, Gabriels Güte für mich war wie die eines Vaters für seine Kinder. In der geistigen Welt habe ich seinen wahren Wert erfahren. Er ist der Lehrer der meisten Propheten. Auch er ist ein Kanal Gottes im Paradies. Dass ich weiter reisen konnte, verdanke ich einer grünen Lichtdecke, die auf mich zukam. Als sich diese Decke mir näherte, hörte ich ein Geräusch, als ob hunderttausend Bienen in dieser Decke laut summen würden. Diese grüne Lichtdecke bedeckte mich voll kommen. Ich war im Innern des grünen Lichtes, aber ich konnte alles sehen, was draußen vor sich ging.
Diese Decke reiste mit Lichtgeschwindigkeit und brachte mich zu dem Ort, an dem Gott auf mich wartete. Ich habe dort viele blaue Wesen gesehen. Wie du weißt, Zahid, habe ich Gott gesehen. Ich habe mit ihm gesprochen. Die Augen meines eigenen Geistes haben Gott gesehen. Ich war aber nicht in der Lage, meinen eigenen Leuten zu erzählen, dass Gott auch ein Wesen ist. Und warum? Als ich die Mission erhalten habe, gab es bereits viele Statuen von Engeln in Abrahams Haus. Die Leute glaubten, dass diese die Söhne und Töchter von Gott seien. Ich dachte, wenn ich ihnen erzählen würde, dass Gott wie ein Wesen aussieht, würde ich noch mehr Verwirrung stiften. Dies wäre nicht gut für meine Mission gewesen. Aber eine Sache erstaunte mich selber über Gott. Als ich Ihn mit den anderen blauen Engeln zusammen stehen sah, sah Er wie einer von ihnen aus. Gott hat ein sehr extremes Licht. Er dimmte es, damit ich Ihn sehen konnte. Wenn ich gesagt hätte, Gott sehe einem Engel ähnlich, dann hätten die Araber noch heftiger mit mir diskutiert. Sie hätten mich gefragt, ob Gott eine Form hat. Wenn du mich ehrlich fragst, diese Reise hat mich vollkommen erschüttert. Die Wahrheit zu verdauen, ist mir nicht leicht gefallen. Auf der anderen Seite musste ich aber die anderen falschen Götter verneinen. Dieses Geheimnis behielt ich in meinem Herzen und ich verschwieg auch erwähnte Tatsache über Gott. Ich sagte, Gott sei das Licht der Himmel und der Erde. Ich weiß, auch dies wird eine erstaunliche Wahrheit für meine Religion sein. Nachdem ich Gott gesehen hatte, lag es an mir, diese neuen Details über Gott am Ende meiner Mission zu übermitteln. Aber ich habe geschwiegen. Ich spürte, dass die große Gefahr bestand, die Identität Gottes wieder zu verwirren. Zum anderen waren meine Jünger und die Araber nicht bereit, dieses Geheimnis von mir anzunehmen. Während meiner Mission habe ich Gott so hoch gehoben, dass die menschliche Vorstellung Ihn nicht erreichen kann. Ich fürchtete, wenn ich einfach sage, Gott könne mit den menschlichen Augen gesehen werden und Er eine Form in der geistigen Welt hat, dann würden die Menschen versuchen, sein Bild zu imitieren. Sie würden wieder eine Statue oder ein Bild Gottes anbeten. Ich habe viele Male Gott gesehen. Ich wurde von Gott eingeladen, um mit Ihm zusammen im Himmel zu essen. Gott gab mir eigenhändig zu Essen. Er stellte mir frei, dies der Menschheit mitzuteilen. Die Araber hatten bereits innen und außerhalb des Haus Gottes viele Bilder von Engel hängen. Sie glaubten, dass sie tatsächlich Gottes Töchter und Söhne wären. Sie waren eine Art Kanal für die Menschen, um Gott zu treffen. Die Araber haben einen ähnlichen Glauben wie die Christen. Die Christen glauben, dass niemand direkt Gott treffen kann, nur durch seinen Sohn Jesus. Die Araber glauben, dass niemand Gott direkt treffen kann, nur durch die Engel. Auf die gleiche Art und Weise glauben die Moslems heute, dass alles erfüllt ist. Es gibt keinen Platz mehr für eine andere Wahrheit und sie glauben ebenso, dass es keinen Propheten nach mir geben kann. Ehrlich gesagt, bin ich dafür verantwortlich! Denn ich habe solche Sachen zu meinen Lebzeiten geäußert. Ich habe Gottes Vorhersehung blockiert, indem ich sagte, ich sei der letzte Prophet. Ich kann zwar erklären, warum ich dies tat. Aber das ändert nichts an der Realität, dass ich damit Gottes Vorhersehung blockierte. Jetzt kehre ich zurück zu meiner Lebensgeschichte. Gott segnete meine Mission, indem Er verschiedene Leute aus Medina sandte. Ich traf sie auf ihrem Pilgergang zur Kaaba. Diese Menschen kamen von Stamm der Kazrags. Als ich ihnen die Botschaft Gottes mitteilte, folgten sie mir bereitwillig. Sie waren Nachbarn der Juden in Medina. Sie hatten bereits viel von den Juden gehört. Sie hatten vernommen, dass es in Zukunft einen Propheten geben wird, und dass die Juden durch diesen Propheten von Gott gesegnet und die ganze Welt erobern werden. So sagten die Leute des Stammes Kazrag zu einander:
„Wir haben jetzt diesen Propheten mit der Hilfe Gottes gefunden.
Es ist besser, wir schließen uns ihm schnell an und folgen ihm, bevor es die Juden tun." Dann schworen und versprachen mir die Leute des Kazrag Stammes, dass sie ihr Bestes geben werden, um die Botschaft Gottes zu verbreiten, wenn sie zurück in Medina wären. Ein Jahr später kamen sie wieder mit einer Gruppe von 12 Leuten. Sie alle schworen, mir zu folgen. Als sie nach Medina zurückkehrten, sandte ich Masab Bin Umer als meinen Repräsentanten mit ihnen. Er war einer meiner ersten Nachfolger. Seine Hingabe und sein Leben für Gott und die Art, wie er mir als zentraler Person diente, bewegten mich sehr tief. Ich muss sagen, dass er einer der Sufisten zu meiner Zeit war. Er kam aus einer reichen Familie. Er lebte aber ein ärmliches und aufopferndes Leben, als er sich entschied, mir in der Mission zu folgen. Selbst heute ist mein Herz ihm sehr nahe in der geistigen Welt. Ich bin im Grunde meines Herzens Gott dankbar, dass Er mich mit solchen Menschen in der Mission gesegnet hat. Er hat mir die besten Jünger in der Geschichte gegeben, die mich beschützen konnten und die freiwillig ihr Blut für die Himmel hingegeben haben, auf dass ich länger auf dieser Erde leben konnte, um Gott zu dienen. Jedes Mal bin ich im geistigen Leben aufs Neue bewegt, wenn ich daran denke, wie sie ihre Leben als Märtyrer opferten, um mein Leben zu schützen. Eines Tages, wenn wir zusammen in der geistigen Welt leben werden, möchte ich mit dir, Zahid, den Film über ihr inspirierendes Leben anschauen. Obwohl du sie bereits viele Male in der geistigen Welt getroffen hast, gibt es viele, noch nicht bekannte, Geschichten in ihrem Leben, während sie Gott und den Himmeln dienten. Wann immer du jemanden von ihnen in der geistigen Welt trafst, dann waren sie sehr glücklich und erfreut darüber. Sofort erzählten sie mir von deinem Besuch in der geistigen Welt. Mazab, Ab Amama und andere Jünger gaben sich viel Mühe Zeugnis in Medina abzulegen. Gott gab seinen Segen für ihr Bemühen und Usad Bin Hazier und Sad Bin Maz, der das Oberhaupt eines Stammes war, wurden meine Jünger. Sad bin Maz war ein großer Segen von Gott für mich in Medina. Seitdem er mir folgte, öffneten sich für mich neue Türen in Medina. Tag und Nacht war Sad Bin Maz bereit für die Mission einzustehen. Er war ein hervorragender Mann, der auf der Seite der Wahrheit stand. Ich erinnere mich an einen der ersten Kämpfe mit den Koreischiten bei Badin. Bevor die Schlacht begann, kam Sad Bin Maz zu mir und sagte: „Oh Prophet Gottes, wenn wir diesen Kampf gewinnen, dann wird das nur an der Gnade Gottes liegen. Aber wenn du siehst, dass wir diesen Kampf verlieren, dann verlass uns bitte und geh zurück nach Medina. Dort gibt es viele Jünger, die Gott und dich lieben. Sicherlich sind sie nicht gekommen, weil sie sich niemals vorstellen konnten, dass es zu einem Kampf kommt." Ich betete für Sad Bin Maz, denn er dachte Tag und Nacht darüber nach, wie er mein Leben beschützen konnte. Ich würde an dieser Stelle gern noch etwas mehr über ihn mitteilen. Während meiner Mission ließen die Juden keine Möglichkeit aus, mich zu töten oder meinen Feinden zu helfen, mich zu zerstören. Oft ignorierte ich es und vergab ihnen. Die Juden aber brachen viele Male ihre Versprechen und halfen meinen Feinden, mich von dieser Erde auszulöschen. Die härteste Strafe, die ich ihnen zu Teil werden ließ, war, dass sie uns verlassen und an einem anderen Ort, weit weg von uns, leben mussten. Nach einem Kampf konnten wir fast 900 Juden gefangen nehmen. Über 400 davon waren Soldaten, die anderen waren Kinder, Frauen und Alte. Diese Juden wollten nicht, dass ich über ihr Schicksal entschied. Wie dem auch sei, in diesem besonderen Fall überließen sie die Entscheidung über ihre Leben Sad Bin Maz. Nach dem Kampf zogen sie sich in eine Festung zurück. Wir belagerten sie. Bevor sie das Tor öffneten und herauskamen, nahmen sie von uns das Versprechen ab, dass nur Sad Bin Maz über ihr Schicksal entscheiden wird. In früheren Zeiten hatten sie eine gute Beziehung zu ihm. Sie hegten die Hoffnung, Sad Bin Maz würde sie nicht so hart richten. Sie erwarteten von ihm daher eine leichte Entscheidung. Auch die meisten meiner Jünger glaubten, dass Sad Bin Maz nicht sehr streng richten und sie freilassen würde. Auch ich war dieser Ansicht. Bevor Sad Bin Maz seine Entscheidung über die Juden traf, nahm er von mir und von meinen Jüngern das Versprechen ab, dass wir sein Urteil akzeptieren werden. Nachdem wir ihm unser Versprechen gaben, fällte er ein sehr hartes Urteil über die Juden. Er ließ alle Soldaten umbringen. Die Frauen und Kinder wurden Sklaven meiner Jünger. Hätten die Juden die Entscheidung in meinen Händen gelassen, hätte ich sie nur gebeten, ihren Ort zu verlassen. Sie hätten sich an einem anderen Platz niederlassen müssen, da sie viele Male ihre Versprechen mir gegenüber gebrochen und meinen Feinden geholfen hatten. An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass sich aufgrund dieser Entscheidung Jakob, über den im Alten Testament berichtet wird, von mir in der geistigen Welt distanzierte. Die Engel des weißen Lichtbereiches sagten zu mir, dass, obwohl diese Entscheidung sehr hart war, sie dennoch gerecht gemessen an der eigenen Lehre der Juden war. Aber auf lange Sicht hat es natürlich den Konflikt zwischen dem Islam und den Juden bis zum heutigen Tag herauf beschworen. Gott und die Himmel wollten nicht, dass die Juden vollkommen von der Erde ausgelöscht werden, denn auch Gott hat Jakob verschiedene Versprechen gegeben. Jetzt kann ich das sehr klar in der geistigen Welt sehen. Ich wünschte, ich hätte ihnen, als die zentrale Person in Gottes Vorhersehung, vergeben.
Ich möchte dir die Wahrheit sagen: Ich habe die Juden nicht gehasst für das, was sie mir während meiner Mission angetan haben. Aber ich hatte ebenso wenig Sympathie für sie während meiner Mission auf Erden. Jetzt sehe ich sie mit den Augen Gottes und der Himmel, und ich empfinde Sympathie für sie. Für eine gewisse Zeit hatte Gott die Juden für seine Vorhersehung auserwählt. Nun sind mir aber in der geistigen Welt die Hände gebunden. Ich kann nur durch dich meine Nachricht an die Moslems senden: ‚Vergebt den Juden, und seid von nun an nicht mehr Feinde. Diese Ressentiments gehören der Vergangenheit an und müssen ein für alle Mal vorbei sein. Seht sie als eure Brüder und lebt mit ihnen zusammen, wie mit eurer eigenen Familie. Auch sie sind Gottes Kinder. Es hat mehr als genug Leid und Qual für sie in der Geschichte gegeben, denn sie haben Jesus gekreuzigt und sie versuchten meine Mission und mich als zentrale Person zu zerstören. Als zentrale Person des Islams ist es jetzt mein tiefster Wunsch, dass die Moslems die jüdische Nation umarmen und mit ihr eine Bruderschaft bilden. Sie sollen andere Religionen nicht als ihre Widersacher ansehen, denn aus der Sicht der göttlichen Vorhersehung ist jetzt eine neue Zeit angebrochen. Es ist eine Zeit, in der alle als eine Weltfamilie leben sollen. Es ist nicht mehr die alte Zeit der Religionen. Wenn die Moslems und die anderen Religionen aber nicht sehr aufmerksam zuhören, was ich zu sagen habe, dann werden Gott und die Himmel von ihnen jeden Segen wegnehmen. Gott und die Himmel haben den Beginn eines neuen Zeitalters auf der Erde deklariert. Keine Religion sollte dem Willen Gottes entgegenstehen. Ich möchte den Moslems sagen: „Wenn ihr wirklich kämpfen müsst und eure heiligen Kriege fortführen wollt, dann erklärt diesen Krieg Satan. Er ist der schlimmste Gegner der gesamten Menschheit. Satan arbeitet kontinuierlich mit den gefallenen Engeln, den schlechten menschlichen Geistern und den gefallenen Dschinns zusammen, um die Vision eines idealen Umfeldes des Himmels zu zerstören. Oh Islam, nimm meine Botschaft tief in deinem Inneren und in deiner Seele auf. Wenn ihr nicht darauf hört, dann wendet ihr euch direkt gegen Gott und die Himmel und auch gegen meinen Willen. Wir Propheten sind wie Brüder. Wir sind wie eine Familie. Wir können uns niemals vorstellen gegen den Willen Gottes und der Himmel zu gehen. Es liegt in meiner Verantwortung euch zu sagen, dass in der Vergangenheit die Mission relativ durch die Engelwelten gegeben wurde. Aber jetzt ist nicht das Zeitalter der Engel. Dies ist die neue Zeit für Gottes Kinder. In der nahen Zukunft werden die Menschen nur noch Gottes göttliche Kinder genannt werden. Die satanische Welt wird untergehen. Die letzten Tage für Satan sind angebrochen und sie sind auch der neue Anfang für Gottes göttliche Kinder. Zahid weiß mehr, als sich irgendjemand anderes in dieser Welt und in der gesamten Schöpfung auch nur vorstellen kann. Ich bitte, die Menschheit und besonders die Moslems, vereinigt euch mit ihm und gebt ihm die Gelegenheit, Gottes Herz auszudrücken. Gott hat ihn als Sein Herz auserwählt, damit die Menschheit und die anderen Geschöpfe Gottes gebrochenes Herz kennen lernen. Gott rief alle die Propheten und Engel und nahm ihnen den Schwur ab, sich mit Zahid zu verbünden und ihm zu helfen, seine Mission zu erfüllen.

Gott möchte, als ein sichtbarer Gott in der physischen Welt und auch in der geistigen Welt leben. Bis zum heutigen Tag ist die geistige Welt immer noch ein Phänomen. Gott hat Zahid die vollkommene Autorität gegeben, jedes Geheimnis der geistigen Welt zu offenbaren. Für mich ist dieser Mann ein bemerkenswerter Segen für die Menschheit. Gott hat Zahid viele Versprechen gegeben. Er ist ein Mann von einzigartigem Wert im Herzen Gottes und der Himmel. Ich lebe in einer sehr hohen geistigen Welt und Gott und die Himmel haben mir auch viele Privilegien eingeräumt. Aber wie auch die anderen Propheten und Gesandten, arbeite ich jetzt auf der Erde, um dort einen besseren Ort für Gottes Kinder zu schaffen, denn ein neues Zeitalter ist angebrochen. In den Himmeln gibt es alles. Gott hat solch eine Schönheit erschaffen, die man sich nicht einmal vorstellen kann. All diese wunderbaren Himmel sind leer. Man findet in ihnen aber auch Gottes Leid und Traurigkeit, die niemand ertragen kann. Wir haben sehr ungeduldig darauf gewartet, dass jemand auf der Erde erscheint, der Gottes Herz gewinnen kann. Selbst nach dem die neue Welt sich etabliert hat, wird es noch unendlich lange dauern, bis Gottes Herz befreit ist." An mich gewandt sprach Mohammed: „Bitte Zahid, gib diese Botschaft genauso wieder, wie ich sie dir sagte." Mohammed fuhr fort: „Ich möchte, dass die Moslems und besonders die arabischen wissen, dass sie nicht mehr mit den Juden um Land oder um die Heilige Stadt kämpfen müssen. Eine heilige Stadt ist keine Welt aus Steinen. Heilige Städte sind die Herzen der Menschen, nachdem sie Gott persönlich getroffen haben. Es gibt so viele Orte in der arabischen Wüste, wo noch viel mehr Nationen leben können. Deshalb vergesst diesen Kampf, um ein bisschen Land. Wenn ihr wirklich Gott dienen wollt, dann dient zunächst eurem Nächsten. Gott hat jeden Menschen und jedes einzelne Wesen mit seinem ganzen Herzen erschaffen, indem Er seine ganze noble, göttliche Wahrheit einsetzte. Ich habe dies durch Gott in der geistigen Welt erfahren. Wenn jemand auch nur einem göttlichen Kind dient, kann er damit Gottes Herz gewinnen. Gott wird die einzigen wahren Eltern von uns allen für immer sein. Als niemand da war, war unser Himmlischer Vater unsere wahren Eltern. Er war es bereits, als Er unsere Seelen und geistigen Körper in der spirituellen Welt erschuf. Als Er unsere geistigen Körper auf die Erde sandte und uns physische Körper gab, auf das wir schneller wachsen können, war Er ebenso die einzigen wahren Eltern für die Menschheit. Wenn ihr zurück in die geistige Welt kommen werdet, dann ist Er der einzige wahre Schöpfer und die einzigen wahren Eltern für euch und für alle anderen Wesen. Sowohl am Anfang als auch am Ende gehören aller Ruhm und alle Ehre zu Gott und denen, die sich mit Gott vereint haben. Wir, alle Propheten, Messias und Gesandten können Kanäle sein, aber auf keinem Fall sind wir die Bestimmung. Unsere Bestimmung ist Gott und nur Gott allein. Diese Wahrheit muss sehr klar herausgestellt werden, andererseits werden die Menschen, wenn sie in die geistige Welt kommen, blockiert. Es spielt keine Rolle, welcher Religion sie angehören.

Dies ist eine sehr bittere göttliche Wahrheit für die Religionen und für ihre Gläubigen. Die göttliche Wahrheit kann keinen Kompromiss schließen, um die gefallenen Wünsche der Menschheit zu erfüllen. Wenn die Menschen einmal die klare Identität Gottes kennen gelernt haben und dann ihren wahren Sinn und Zweck in ihrem Leben erfüllen, indem sie göttliche Kinder werden, dann werden sie auch die größte Wahrheit erfahren, dass Gottes Liebe viel höher ist als sein Gesetz. Gottes Liebe umarmt die gesamte Ewigkeit. Je mehr ich in der geistigen Welt gewachsen bin, desto mehr habe ich auch die Möglichkeit erhalten, mich Gott zu nähern. Je mehr ich erfahren habe, desto mehr musste ich erkennen, wie wenig ich doch Gott kannte und wie wenig ich über die Himmel Bescheid wusste, die sich überall in der Ewigkeit erstrecken. Ich, Mohammed, als Repräsentant des Islams, bitte alle Menschen der Erde um Vergebung; speziell für das falsche Handeln der Moslems, das sie glauben, im Namen des Islams, tun zu müssen. Ich möchte den Moslems sagen: ,Wenn ihr erklärt, dass ihr Gläubige Gottes seid, dann hört auf, den Frieden auf Erden zu zerstören. Als Gläubige Gottes müsst ihr stattdessen Frieden stiften. Wenn eines Tages Frieden, ausgerichtet auf Gott, herrscht, kann man den Wert von Frieden und Liebe erfahren, indem wir uns mit Gott als seine ewige Familie verbinden in den Himmeln und in den äußeren Schöpfungen. Lieber Zahid, eines stelle ich noch einmal klar heraus: Wenn ich den Juden mit meinem ganzen Herzen vergeben, und für sie Sympathie gehegt und Mitleid empfunden hätte, wäre die Situation heute zwischen den Moslems und Juden entspannter. Sie hätten sich einander mit der Zeit angenähert. Die Juden und die Christen taten es. Denn Jesus konnte den Juden vergeben, als sie ihn kreuzigten. Und dies ist ein anderer Grund, warum Satan einen großen Preis der Wiedergutmachung von den Juden gefordert hat. Durch die Vergebung Jesus stehen sich Juden und Christen in der heutigen Zeit näher. Während meines Lebens in der Mission haben die Araber und die Koreischiten mir die Hölle auf Erden bereitet. Schlimmer als die Juden es taten. Aber ich konnte ihnen aus ganzem Herzen vergeben. Mit der gleichen Kraft der Liebe hätte ich auch den Juden vergeben sollen, dann hätte Satan nicht den hohen Preis zwischen Juden und Moslems gefordert. Es lag in meiner Hand, die Leiden und die Entbehrungen in der Geschichte zu verkürzen, da ich die zentrale Person in Gottes Vorhersehung war. Jetzt kann ich nur dir diese Wahrheit übermitteln. Jetzt kehre ich zurück zu meiner Lebensgeschichte. Ich verließ Mekka und ging nach Medina, denn dort war meine Ausgangsbasis wesentlich besser. Dort erhielt ich auch mehr Möglichkeiten, frei über Gottes Botschaft zu reden. Medina war für mich wie Kanaan. Ich bin den Menschen von Medina, die der Botschaft Gottes gefolgt sind, aus tiefstem Herzen dankbar. Auch sie ermöglichten es meinen allerersten Jüngern, nach Medina zu ziehen. Als ich mich in Medina niederließ, schloss ich eine Art Friedensvertrag mit allen anderen Religionen. Obwohl die Menschen verschiedenen Religionen angehörten, konnten wir, basierend auf diesem Vertrag, uns einander annähern und eine Basis für ein gegenseitiges Geben und Nehmen finden. Daneben konnte jeder seinen Glauben so praktizieren, wie es seiner Freiheit und seiner Verantwortung entsprach. Es sieht so aus, als ob dieser Pakt zu dieser Zeit auf einem kleinen Niveau fungierte. Ich wollte aber, dass die religiösen Menschen lernen, einander zu respektieren. Und ich wollte auch ein geistiges Umfeld finden, wo der friedfertige, religiöse Dialog für einen guten Zweck geführt werden kann. Zu der Zeit als ich meine Mission erhalten hatte, gab es zwei Elemente, die den Grundsatz für Gott und die Himmel darstellten: Erstens sollte die Identität Gottes klar herausgestellt werden. Und zweitens sollte die Einheit der Religionen stattfinden. Das waren die Hauptziele. Stattdessen kämpfte aber die religiöse Welt miteinander und jede Religion behauptete die höchste Wahrheit zu besitzen und ihr Prophet oder Erretter sei der Höhepunkt. Die religiöse Welt muss diese enge Sichtweise endlich aufgeben. In deiner Zeit ist das Umfeld viel etablierter, um Gottes Welt zu verwirklichen. Alle Religionen haben gemeinsame Träume und gemeinsame Ziele, nämlich, ihren Schöpfer kennen zu lernen.

Die Tragödie meiner Zeit bestand darin, dass für kleine, kleine Dinge die Araber bereit waren, einen Krieg anzufangen. Und deshalb schlug meine Mission auch diese Richtung ein. Um die Konflikte lösen zu können, führte ich Kriege. Beispielsweise kämpfte ich gegen die Koreischiten, die arabische Welt, die Juden und schließlich auch gegen die Römer, die das Christentum repräsentierten. Die Himmel machten mich für diese Kriege verantwortlich, weil ich nicht der Richtung Gottes und der Himmel gefolgt bin. In Medina begann meine Mission erst richtig. Gabriel hatte mir bereits ein Signal gegeben, dass nur Aisha meine ewige Frau ist und nicht die anderen. Ich ignorierte aber diese himmlische Wahrheit und folgte meiner Versuchung, noch mehr Frauen zu besitzen. Es gab sogar eine Zeit, in der Gabriel mir die Botschaft überbrachte, nicht mehr Frauen zu haben, egal wie sehr ich mich auch durch ihre Schönheit zu ihnen hingezogen fühlte. Aber ich folgte dieser Weisung nicht. Es war mein schwacher Punkt, dass ich immer weiter andere Frauen auf verschiedene Art und Weise haben wollte. Ich machte es für mich selbst zur Regel, dass jede Frau, die sich mir anbieten wollte, es auch tun konnte. Dies war nur möglich für mich und nicht für die anderen, da ich ein besonderer Prophet Gottes war. Ich erließ auch in der gleichen Art und Weise Regeln, die es mir erleichterten, mehr Frauen zu haben. Aber alles in allem war dies auf keinem Fall der Wille Gottes. Gott und die Himmel waren traurig. Sie zeigten mir viele Visionen, dass ich nur eine Frau haben und mich von den anderen scheiden lassen sollte. Ich kämpfte so sehr mit mir, dass ich über einen Monat brauchte, um überhaupt eine Entscheidung zu treffen. Selbst nach einem Monat fiel es mir immer noch schwer, die richtige Entscheidung zu treffen, die auch im Sinne Gottes und der Himmel gewesen wäre. Gott und die Himmel bereiteten meine Jünger so vor, dass sie jede meiner Entscheidungen akzeptiert hätten. Sie wollten mir die Mission der „Wahren Eltern" geben und mich deshalb mit Aisha segnen. Sie wollten mir durch meine ewige Frau Kinder geben. Aber es ist niemals dazu gekommen. Im Gegenteil, ich nahm mir immer noch mehr Frauen. Natürlich verschob dies meine Mission in eine andere Richtung. Und dies war auch der geistige Grund, dass die Juden und die Christen mir nicht folgen konnten. Aber es kam noch schlimmer. Es war auf keinem Fall der Wille Gottes und der Himmel, dass die Frauen einen Schleier trugen, damit man ihre Gesichter nicht sehen konnte. Ich und einer meiner Jünger, Umar, wollten nicht, dass jemand unsere Frauen anschaut. Deshalb erließen wir das Gesetz für die Frauen, ihre Gesichter zu verschleiern. Ich weiß, lieber Zahid, dass die Moslems sehr ärgerlich mit dir sein werden. Aber um der Menschheit willen musst du diese Wahrheit niederschreiben, die ich dir mitteilte. Die zukünftige Menschheit wird dir sehr dankbar dafür sein, dass du die Courage hattest, diese Wahrheit niederzuschreiben. Bis zum heutigen Tag konnte ich nicht einen einzigen Menschen im Islam finden, dem ich hätte mein Herz öffnen können, um ihm mein Leid und meine Sorgen mitzuteilen. Ich habe diese Möglichkeit jetzt das erste Mal erhalten, seit Gott dich auserwählt hat. Nach mehr als tausend Jahren konnte ich mich selbst von meinen persönlichen Fehlern befreien, die ich entgegen dem Willen Gottes und der Himmel begangen habe. Ich verleugne nicht den Wert von Umar, der später mein Nachfolger wurde und meinen Platz einnahm. Die Geschichte hätte keinen besseren Mann als Umar auserwählen können, der der Menschheit diente, indem er für gleiche Rechte eines jeden und für ein absolutes gerechtes System einstand. Er lebte mehr als ein beispielhaftes Leben und demonstrierte dem Islam, wie man der Menschheit dienen kann. Umar hat ein sehr schwieriges und schmerzhaftes Leben geführt, um die Menschheit zu trösten. Die Engel honorierten ihm das in der geistigen Welt. Aber dass die Frauen sich mit einem Schleier verhüllen mussten, war nicht der Wille Gottes. Es war mein Wille und der Umars. Alle Frauen im Islam mussten auf Grund dessen furchtbar leiden. Heute ist der Islam eine reine Männerwelt, wo die Frauen von der Gesellschaft ausgesperrt und unter Hausarrest gestellt sind. Dies passierte, da ich Gott und den Himmeln, genauso wie Adam, nicht gefolgt bin. Der einzige Unterschied zu Adam besteht darin, dass er seine Mission aufgab. Ich habe weiter für Gottes Willen gelebt und habe das Leid für meine eigenen Fehler auf mich genommen. Als ich starb und in die geistige Welt einging, wurden als Preis für die Wiedergutmachung all meine Frauen, ausgenommen Aisha, von mir weggenommen. Aber die Himmel trennten mich auch für eine bestimmte Zeit von Aisha, damit ich mich selbst erst einmal reinige. Aisha konnte in eine hohe blaue Welt eingehen, weil sie niemals gefallen war. Sie war die Frau, die mir absolut in der Rolle der „Wahren Mutter" hätte folgen können, auch als meine ewige Frau. Während ich auf der Erde lebte, fragte sie mich einmal, ob es wirklich der Wille Gottes wäre, dass man so viele Frauen haben kann. Aber ich sagte, sie solle ihren Mund halten, um ihr meine Überlegenheit als Prophet Gottes zu demonstrieren. Und so musste sie still sein. Gott und die Himmel haben mich aus der Nähe sehr intensiv beobachtet. Ich musste für eine sehr lange Zeit alleine in der geistigen Welt leben, um meine bittere Lektion zu lernen. Später vergab mir Aisha. Jetzt kann ich mit meiner ewigen Frau Aisha in der blauen Dimension zusammenleben. Die anderen Frauen gehören mir nicht mehr. Sie wurden ihren Männern in der geistigen Welt zurückgegeben. Andere leben immer noch allein, bis sie ihren ewigen Partner gefunden haben. Ich erzähle dir die nackte Wahrheit. Ich musste sehr lange und schmerzhaft leiden, für das was ich auf Erden bei den Frauen falsch gemacht habe. Dies geschah, obwohl ich direkt von Gott und den Himmeln geführt wurde. Meine erste und hauptsächliche Priorität der Mission lag darin, die Identität Gottes zu klären. Dies habe ich besser als jeder andere Prophet in der Geschichte vollbracht. Für dies bewundern mich Gott und die Himmel auch und haben mir dies einige Male in der geistigen Welt honoriert. Gott hat viele Male gesagt: „Das Beste, was Mohammed in seiner Mission getan hat, war, dass die Menschheit erkennt, dass es nur einen Gott gibt, indem sich alle Menschen niederlassen können. Er hat dies mehr als jeder andere Prophet in der Geschichte getan."
Lieber Zahid, es war sehr erstaunlich, dass ich wieder und wieder während meiner Mission bereit war, für Gott zu sterben. Aber bis zum Ende beschützte Gott mein Leben und ich starb eines natürlichen Todes. Dies gereichte mir auch zu Ehre bei Gott. Ich kann Ihn zu bestimmten Zeiten treffen, wo sonst niemand anwesend sein darf. Bitte sag der Menschheit, dass es nicht an Gott und den Himmeln liegt, dass Gottes Welt noch nicht auf der Erde ist. Es liegt an den Menschen und an den anderen Wesen, die Gottes Fußspuren nicht folgten. Die Himmel sind mystische, ideale Umgebungen. Nur sind die meisten leer. Ab und zu sieht man menschliche Wesen, die es geschafft haben, dort hinzukommen. Sag bitte Gottes Kindern, dass diese Himmel alle für sie gemacht wurden. Es gibt dort solche Orte, wie man sie sich nicht im Traum vorstellen kann. Ich wünschte, die Menschheit würde sich Gott zuwenden und sich dann für immer in Frieden und in geistiger Zufriedenheit dort niederlassen. Zuerst müssen aber Männer und Frauen ihre eigene vertikale Beziehung mit Gott aufbauen. Das ist das Basiselement, dass Gottes Welt etabliert werden kann. Zum anderen muss Satan für immer von dieser Welt verschwinden. Ehrlich gesagt, all die endlose und immer währende Zufriedenheit der Menschen und aller anderer Wesen ist sehr tief mit Gott verbunden. Selbst die Sorgen der Himmel können erst verschwinden nachdem Gottes Herz befreit wurde. Wie du weißt Zahid, sind Gottes Sorgen in den Himmeln so gegenwärtig, dass man die ganze Ewigkeit hindurch nur weinen könnte. Gott und die Himmel gaben mir eine faire Chance, um ihr absolutes Objekt zu werden. Hätte ich diese Chance wahrgenommen, dann hätte diese neue Welt schon zu meiner Zeit beginnen können. Die Menschen hätten bis heute ein Niveau erreicht, das es ihnen ermöglicht, mit Gott zusammenzuleben. An dieser Stelle möchte ich über ein sehr sensibles Thema im Detail sprechen: Der Islam glaubt, dass der Koran das letzte Buch ist, welches all die Gesetze beinhaltet, wie die Menschheit zu leben hat. Sie glauben, dass ich, Mohammed, der absolute letzte Prophet und Erlöser der Menschheit bin. Sie glauben ebenso, dass nach mir kein anderer Prophet mehr kommen und keine neue Wahrheit offenbart werden kann. Die Frage ist: Wer ist verantwortlich für dieses Missverständnis?
Ehrlich gesagt, ich werde in der geistigen Welt dafür verantwortlich gemacht. Dies ist nicht nur mir widerfahren. Wer auch immer so ein Missverständnis hervorgerufen hat, wurde dementsprechend dafür in der geistigen Welt gerichtet. Es spielt dabei keine Rolle ob es Buddha, Jesus oder ein anderer großer Prophet war. Ich und die anderen Propheten stellten solche Behauptungen auf, um die geistige Umgebung zu unseren Lebzeiten unter Kontrolle zu halten. Wir wollten, dass sich unsere Religionen auf einer weltweiten Ebene ausbreiten. Die Anhänger unserer Religionen sollten durch alle Jahrhunderte hindurch durch ihren unerschütterlichen Glauben ihre Religion festigen. Meine Religion sollte auf keinem Fall Einfluss von den alten Religionen nehmen. An dieser Stelle möchte ich vier Gesandte als Beispiel aufführen, die die gleiche oder ähnliche Methode anwandten, um die geistige Umgebung für ihre Religion unter Kontrolle zu halten. Ich spreche hier von Krishna, Buddha, Jesus und mir selber. Unser Ziel war es, dass sich unsere Lehren überall in der Welt ausbreiten und die meisten Menschen unseren Religionen folgen. Warum kam es dazu? Weil Gott und die Himmel uns auserwählt hatten. Aber auf lange Sicht haben wir Gott und die Himmel blockiert. Wir machten es sogar für Gott und die Himmel unmöglich, die nächste zentrale Person zu berufen, durch die sie hätten wirken können. Wir wurden alle dafür in den Himmeln gerichtet. Es spielt keine Rolle ob ich das war, Jesus, Buddha, Krishna oder jemand anderes. Deshalb haben Gott und die Himmel auch bis jetzt keine Chance erhalten, sich direkt mit der Menschheit auseinander zu setzen. Wir alle wurden auserwählt durch die Engel des weißen Lichtbereiches, welcher Paradies genannt wird. Diese Dimension ist eine Art Wachstumsstufe. Ich sagte während meiner Mission, dass es nach mir keinen Propheten mehr geben wird und dass der Koran ausreicht für die Erlösung der Moslems. Meine Motivation dies zu sagen war, dass sich der Islam nicht vom Judentum, Christentum oder anderen Religionen beeinflussen lässt. Außerdem, wäre ein Prophet nach mir gekommen, dann wäre es nur natürlich gewesen, wenn er Dinge im Islam und in anderen Religionen geändert oder sie reformiert hätte. Dafür haben wir alle in der geistigen Welt einen sehr hohen Preis bezahlt. Gott und die Himmel machten uns dafür verantwortlich. Deshalb arbeiten Krishna, Buddha, Jesus, ich und andere Gesandte sehr hart in der geistigen Welt. Aber unsere Bemühungen in der geistigen Welt brachten keine hohen Resultate. Wir brauchen einen Mann Gottes auf Erden, der unsere Fehler wieder gutmachen kann. Wir, alle Gesandten, arbeiten mit unseren eigenen religiösen Menschen in der geistigen Welt zusammen. Wie dem auch sei, die Gläubigen unserer Religionen, die in den mittleren oder niederen Dimensionen der geistigen Welt leben, erkennen nicht, dass wir die Gründer ihrer Religionen sind. Wir haben hier eine sehr schmerzhafte und leidvolle Zeit zu überstehen, um mit unseren Leuten in der geistigen Welt zusammenzuarbeiten. Wenn von Zeit zu Zeit mal ein guter Geist in die geistige Welt kommt, können wir mit ihm relativ eine Beziehung aufbauen. Aber sie gemäß der Anweisungen Gottes und der Himmel zu ändern, erscheint fast unmöglich. Krishna, Buddha, Jesus, ich und andere Propheten haben unser Bestes versucht, einige Mitglieder unserer Religionen zu finden, die unsere Bezugspersonen auf Erden hätten werden können. Durch sie wollten wir Veränderungen in unseren Religionen bringen. Wir haben viele hingebungsvolle Christen, Moslems und andere religiöse Menschen gefunden, die uns extrem als ihren Erlöser liebten. In mehr als tausend Jahren konnten wir aber keinen einzigen Menschen finden, der uns glaubte, wenn wir ihm etwas mitteilten, was im Gegensatz zu dem Gesagten in unseren Schriften stand.
Wir sind zahlreiche Male auf die Erde gekommen, um ein Objekt zu finden, dem wir mehr Wahrheit hätten offenbaren können. Aber immer ereignete sich das Gleiche. Fand ich zum Beispiel jemanden, dann hatte diese Person Schwierigkeiten, mir zu glauben, dass ich Mohammed sei. Nachdem dieser Mensch glaubte, dass ich Mohammed bin, der ihm in Träumen und Visionen erschienen ist, war er letztendlich glücklich. Aber diese Glückseligkeit fand ihr jähes Ende, als ich begann, mehr Wahrheit im Detail zu überbringen. Wenn dieser Mensch morgens aufstand, dann fing er an, das was ich als Wahrheit übermittelt hatte, am Koran oder an den Hadis zu messen. Dadurch schlich sich die Verwirrung in den Verstand dieses Menschen und er fing an, schwach zu werden und mit sich zu kämpfen. Schließlich glaubte er, dass es nicht Mohammed war, der ihm erschienen und die Wahrheit übermittelt hat. In seinen Augen konnte es sich nur um Satan handeln, der ihm solch eine falsche Lehre überbrachte. Dies passierte mir und den anderen Gesandten viele tausend Male. Es scheint so, als ob wir Gründer von weltweiten Religionen sind, aber nicht ein einziger unserer Gläubigen wollte uns folgen, wenn wir ihm erschienen. Diese Erfahrungen brachten uns alle in extreme Situationen. Wir isolierten uns in der geistigen Welt. Deshalb bevorzugen ich und die anderen Gesandten an abgelegenen Orten in der geistigen Welt zu leben. Satan hat wirklich gute Arbeit in allen Religionen geleistet. Wenn es einem Mensch ab und zu gelingt, sich geistig zu öffnen, dann wird er von allen anderen religiösen Menschen geächtet.
Sie schüchtern ihn ein, indem sie sagen: „Du bist ein Opfer Satans." Oder: „Schlechte Geister haben von dir Besitz ergriffen. Du hast nur dem heiligen Buch zu folgen. Du findest dort die ganze Wahrheit." So gesehen blockieren religiöse Menschen solch einen Menschen in seiner Bemühung, noch mehr Wahrheit von der geistigen Welt zu erhalten. Ich erschien vielen Sufis, während sie auf der Erde lebten. Im Islam sind die Sufis Menschen mit absoluter Hingabe. Aber wenn ich versuchte, ihnen mein Leid zu erklären, zogen sie sich zurück oder wollten davon nichts publik werden lassen. Manchmal sprachen sie heimlich von Herz zu Herz zu einander. Aber niemals zu jemand anderem. Im Ergebnis musste ich den Preis dafür an die schlechte Welt bezahlen. Aber wie ist es möglich, dass die Menschen, die ihr Leben ganz Gott widmen, ein Opfer Satans werden? Solch ein Gesetz existiert nicht in der geistigen Welt. Dies ist ein falsches Gesetz Satans. Satan und seine üblen Anhänger hassen es, mit ansehen zu müssen, wenn Gottes Kinder sich geistig öffnen. Solche Menschen müssen Gott und den Himmeln absolut vertrauen und dürfen niemals ihren Glauben verlieren. Dann kann Satan nichts gegen diese Menschen ausrichten. Lieber Zahid, du bist ein herausragendes Beispiel für die Menschheit. Satan und seine Gefolgschaft haben viele Jahre lang versucht, dich zu verführen. Zu dieser Zeit mussten sich selbst Gott und die Himmel von dir zurückziehen und konnten dich nicht unterstützen. Aber konnte Satan wirklich gewinnen? Nein! Deine Liebe für Gott und die Menschheit war stark genug, Satan und seinen Anhängern widerstehen zu können. Es ist die Bestimmung der Menschen, sich geistig zu öffnen. Aber zuerst müssen sie ihr Leben ganz Gott widmen. Dann vollzieht sich dieser Prozess ganz natürlich. Ein demütiger und geduldiger Mensch, der sein Leben ganz Gott und den Himmeln widmet, und sich in seinem Herzen nach Gott sehnt und sich nicht schämt in seinen Gebeten Tränen zu vergießen, nur der wird sich Gott nähern. Der Himmel wird für diesen Menschen das Fenster zum ewigen Leben öffnen. Zum Schluss muss er nur noch den Berg der Vollkommenheit erklimmen und sich selbst vom Bösen trennen. Dann wird dieser Menschen wahrlich zu Gott und Gott wird zu ihm gehören. Und nur dieser Mensch wird Gott während seines irdischen Lebens treffen. Genau das ist es, was wir meinen, wenn wir sagen, wir erklären den Heiligen Krieg unseren schlechten Gewohnheiten. Der Mensch, der seine eigenen Schwächen erkennt, befindet sich auf dem richtigen Weg. Gott und die Himmel helfen ihm seine schlechten Gewohnheiten zu erkennen, die nichts mit dem ursprünglichen Wesen des Menschen zu tun haben.
Alle anderen Kriege, die ich während meiner Mission geführt habe, waren nur notwendig, da Satan mir nicht erlaubte, Gottes Botschaft zu verkünden. Er und seine üble Gefolgschaft versuchten mit ganzer Kraft, meine Mission zu zerstören und mich von diesem Weg abzubringen. Diese Kämpfe fanden nur zur Verteidigung meiner selbst und meiner Jünger statt. Nach meinem Tod missverstanden die Moslems die Bedeutung des Heiligen Krieges. Besonders zu deiner Zeit, Zahid, erklären sie anderen Religionen und sogar einander den heiligen Krieg. Ich muss sagen, dass die Moslems die Bedeutung des heiligen Krieges total missverstanden haben. Sie missbrauchen den Namen des Heiligen Krieges. In deiner Zeit hat sich jedoch eines geändert. Die anderen Religionen benützen keine Gewalt gegeneinander. Und auf die gleiche Art und Weise muss der Islam auf friedlichem Weg versuchen, die islamische Welt auf dieser Erde zu verwirklichen. Die Menschen mit Gewalt zum Islam zu bekehren, widerspricht dem ursprünglichen Geist des Islams. Keine Religion sollte durch Gewaltanwendung versuchen die Menschen auf den geistigen Weg oder zu Gott zu bringen. Was immer geschehen ist, ist von jetzt an Vergangenheit. Es kann nicht mehr geändert werden. Aber Gottes Kinder können aus diesen Fehlern lernen. Aber wenn sie selber diese Fehler wiederholen, was ist dann der Unterschied zwischen ihnen und uns? Ich muss gestehen, dass selbst in den religiösen Kriegen die Sieger niemals den Sieg davon trugen, und die Verlierer niemals wirklich verloren haben. Denn selbst nach meinem Tod fanden Kriege unter meinen Jüngern statt, unter den Gläubigen und Ungläubigen sowie zwischen dem Christentum und dem Islam. Satan und seine üblen Anhänger waren die Hauptantriebskraft für diese Kriege. Die Erde kam niemals in den Genuss des Friedens. Aber die Zukunft ist von nun an in unseren Händen. Was immer du daraus schließt, was immer du tun wirst, es wird deine Bestimmung und die der zukünftigen Kinder sein. Sag der Menschheit: „Denkt darüber nach! Wenn ihr heute den richtigen Schritt macht, dann werden alle Generationen die Früchte davon tragen. Lebt heute für Gott und die Menschheit, dann hat die Zukunft keine andere Wahl als in die ewige Gegenwärtigkeit zu führen. Ihr werdet dann Gottes Söhne und Töchter sein, die die üble Geschichte in eine gute transformieren, was selbst wir Propheten niemals erreichen konnten. Wir, alle Propheten, werden dann nur noch einen Wunsch in unserem
Herzen und Verstand verspüren: „Wir möchten solchen Kindern Gottes durch das ganze ewige Leben hindurch dienen. Dann wird das Morgen euch gehören und es wird auch unser Morgen sein."
„Ich kehre noch einmal zurück zu meiner Lebensgeschichte. Nun möchte ich über Ali sprechen. Ihn nicht zu erwähnen, wäre ihm gegenüber nicht fair. Als Ali ein kleiner Junge war, nahm ich ihn von seinem Vater Abu Talib auf, denn er lebte unter ärmlichen Umständen. Ali wuchs in meinem Haus als mein Sohn auf. Sehr früh bemerkte ich seinen Gehorsam und fühlte, dass er mir nahe stand. Er war auch sehr sportlich. Sein Körper war bewundernswert schnell. Ich erinnere mich daran, dass er mich als Kind bat, ihm ein Holzschwert zu kaufen. Ich fragte ihn, wozu er dies bräuchte. Er antwortete mir darauf: „Ich werde dich von nun an vor jedem schützen, der es wagt, dir nahe zu kommen, um dir etwas anzutun. Ich werde mich ihm entgegenstellen und mit ihm kämpfen." Ich und Khadija lachten sehr darüber. Ich kaufte ihm trotzdem ein Holzschwert. Es wurde zu seinem Lieblingsspielzeug. Die ganze Zeit sah ich ihn damit herumhantieren. Er benutzte dieses Schwert, selbst wenn er mit mir, Hamza und anderen Kindern spielte. Ich beobachtete sein enormes Talent als Fechter, deshalb bat ich einen Lehrer, ihn in der Kunst des Fechtens zu unterrichten. Neun Monate später sprach sein Fechtlehrer zu mir, er wolle mir ein besonderes Talent Alis demonstrieren. Ali und er kämpften mit dem Schwert. Ich war erstaunt. Es überraschte mich, wie schnell Ali das Schwert bewegen konnte. Nach dem Kampf wandte sich sein Lehrer an mich und sagte mir: „Ali wird einer der besten Schwertkämpfer der Zukunft sein, der die Kunst des Schwertkampfes bis zur Perfektion beherrscht."
Als Ali fünfzehn war ging er morgens allein in die Berge. Er übte sich dort stundenlang im Schwertkampf. Eines Tages kam Ali zu mir und erzählte mir, dass er eine neue Technik des Fechtens entwickelt hätte. Ich war überrascht darüber. Er sagte: „Wenn ich
von einem Kreis von Fechtern umringt werde, kann ich diesen durchbrechen. Die meisten meiner Gegner kann ich bezwingen." Dies überraschte mich noch mehr. Ein paar Tage später fragte ich Ali, wann er gedenke, mir sein Talent zu demonstrieren. Er antwortete mir, er sei jeder Zeit dazu bereit. Ich rief nach den besten Schwertkämpfern und besorgte viele Holzschwerter für sie. Sie stellten sich im Kreis um Ali herum auf. Ali bat um zwei Schwerter. Das erstaunte uns, denn das war etwas Neues. Als der Kampf begann, attackierten alle Fechter Ali mit ihren Schwertern. Erstaunt sah ich mit an, dass Ali in nur einer Sekunde den Kreis seiner vermeintlichen Gegner durchbrechen konnte. Er bewegte die beiden Schwerter unglaublich schnell. Es sah so aus, als ob sie sich in der Luft ohne seine Hände bewegen würden. Nach 15 Minuten war der Kampf beendet. Niemand gelang es auch nur in die Nähe von Alis Körper zu kommen, geschweige denn, ihn mit seinem Schwert zu berühren. Ali konnte dagegen ihre Körper an jedem beliebigen Punkt treffen. Das umstehende Publikum war sichtlich beeindruckt. Sie waren überzeugt, dass Ali es allein mit einer ganzen Armee aufnehmen kann. Später wollten viele von ihm die Kunst des Fechtens erlernen. Er entwickelte immer neuere Techniken im Schwertkampf, die nichts mit dem alther­gebrachten Kampfstil der Araber zu tun hatten. In meiner Mission stand Ali wie eine Stahlwand vor mir und beschützte mein Leben. In allen Kriegen, in die ich verwickelt wurde, war Ali der größte Mann Gottes. Er war der beste Kämpfer. Er brachte sein Leben unzählige Male bereitwillig in Gefahr, um mich und meine Jünger zu beschützen. In den Augen Gottes und der Himmel ist Ali deshalb ein Mann, der bereitwillig sein Blut für die Himmel gab und dies zudem noch mit sehnsüchtigem und bereitwilligem Herzen. Sie sehen in ihm einen Mann, der tausend Mal den Märtyrertod für Gott und die Himmel auf sich genommen hat. In jedem Kampf stand er in der ersten Reihe. Wann immer Ali in einer Schlacht sah, dass übermächtige Kämpfer meine Anhänger umbrachten oder sie ihnen nicht standhalten konnten, kam er ihnen schnell zur Hilfe. Dadurch verhalf er Gott und den Himmeln zu Ruhm und Ansehen. Einmal verherrlichte Gabriel Ali, indem er sprach, dass Ali das Herz der Himmel bewegte. Ich erinnere mich an einen Krieg, indem der beste Schwertkämpfer Arabiens in unser Territorium eindrang. Er forderte uns mit den Worten heraus: „Mohammed, schick jemanden, der mit mir kämpft." Draußen war es extrem kalt.
Meine Jünger waren immer noch ausgelaugt und müde von den Tag und Nacht andauernden Verteidigungskämpfen um Medina. Die Feinde zu beiden Seiten beobachteten diese Herausforderung. Der Schwertkämpfer rief mit lauter Stimme und forderte zum Zweikampf auf. Ich gab keine Antwort. Wir alle wussten, dass dies der beste Schwertkämpfer der Welt ist. Ali stand auf und sprach zu mir: „Lass mich gehen und mit ihm kämpfen." Ich antwortete ihm: „Ali du weiÝt, dass dies der beste Schwertkämpfer ist. Wer immer gegen ihn antritt, wird sterben."
Ali setzte sich daraufhin ohne Erwiderung nieder. Noch einmal erschallte der Ruf: „Mohammed, du sagtest, wenn deine Leute im Kampf sterben, sie direkt ins Paradies gehen. Wenn von unserer Seite stattdessen jemand stirbt, geht er direkt in die Hölle. Warum möchte nun niemand mit mir kämpfen? Persönlich glaube ich, dass du mit dieser Aussage gelogen hast. Keiner deiner Jünger wird als Märtyrer in das Paradies gelangen." Wir alle vernahmen diese Worte. Ich wollte trotzdem nicht, dass einer meiner Männer gegen ihn antritt, denn ich war sicher, dieser würde sterben. Noch einmal erhob sich Ali und sprach: „Lass mich mit ihm kämpfen. Ich habe vor ihm keine Angst. Obwohl er der beste Schwertkämpfer ist, ist der dennoch ein Feind Gottes und seines Propheten." Ich schaute ihn an und sprach: „Ali, ich versteh dich nicht. Du weißt, wer dieser Mann ist und trotzdem möchtest du dein Leben in Gefahr bringen." Er lieÝ sich nieder und verharrte in Schweigen. Noch einmal rief der arabische Schwertkämpfer: „Ich sehe und ich glaube, dass du Mohammed ein falscher Prophet bist. Der Gott, an den du glaubst, kann nicht gegen unsere Götter gewinnen."
Dieses Mal schnellte Ali von seinem Sitz hoch und schaute mir geradewegs in die Augen. Tränenüberströmt sprach er zu mir: „Nun muss ich gehen. Es ist egal, ob er der beste Kämpfer der
Welt ist. Dieser Mann hat etwas Falsches über den wahren, einzigartigen Gott gesagt. Hier ruhig sitzen zu bleiben, nachdem ich dies vernommen habe, kann ich mir mein ganzes Leben lang nicht vergeben. Eines Tages, wenn ich Gott treffen werde, wird Er mich fragen: ,Ali, warum bist du ruhig sitzen geblieben, nachdem solche Worte gesprochen wurden? Bist du nur deshalb nicht in den Kampf gezogen, weil du fürchten musstest, dein Leben zu verlieren?' Welche Antwort soll ich dann Gott geben? Oh Prophet Gottes! Lass mich bereitwillig mein Leben geben, zumindest kann ich mich dann auf meine Liebe zu Gott berufen."
Als die anderen und ich die Worte Alis hörten, begannen wir zu weinen. Ich sprach zu ihm: „Ali, ich bin dein Bruder. Wenn ich dich heute hier verliere, dann wird der nächste Ort, an dem wir uns wiedersehen, das Paradies sein. Du hast mich und meine Jünger sehr inspiriert. Geh nun und tritt gegen diesen Mann mit der Hilfe Gottes an." Ich setzte ihm eigenhändig den Turban auf seinen Kopf und gab ihm mein Schwert. In meinem Herzen empfand ich eine tiefe Liebe für ihn. Insgeheim glaubte ich, ihn nicht wieder zu sehen. Deshalb umarmte ich ihn mit Tränen in den Augen. Der Kampf begann. Ali wurde zuerst verletzt. Trotzdem kämpften beide unermüdlich und unerschrocken weiter. Schließlich siegte Ali über den besten Schwertkämpfer unserer Zeit. Vor der Armee unserer Feinde schrie er heraus: „Es gibt nur einen Gott. Neben Ihm gibt es keine anderen Götter." Als wir diese lauten Worte Alis vernahmen, wussten wir, dass er über seinen Gegner gesiegt hatte. Wir alle hatten uns vor der gegnerischen Armee in Sicherheit gebracht, auf dass sie uns nicht mit ihren Pfeilen attackieren konnten. Wir hoben einen großen Kanal aus, der zwischen uns und unseren Feinden lag. Er sollte es ihnen erschweren, zu uns gelangen. Ali kehrte nach seinem Sieg zu uns zurück. Jeder umarmte ihn mit Tränen in den Augen. Ali war von nun an nicht nur der beste Schwertkämpfer, er war auch der überragende Mann, der für den Willen Gottes einstand und bereit war, alles zu geben. Er führte sein geistiges Leben gewissenhaft. Wann immer er mich in seiner Jugend beim Gebet für Gott weinen sah, weinte auch er für unseren Schöpfer. Ich beobachtete ihn sehr genau. Ali war einer der Weinigen meiner Anhänger, die innig viele Nächte ohne Schlaf beteten. In seinem tiefsten Inneren wollte er Gott näher kommen. Gott gab ihm eine überragende Weisheit und ein allumfassendes Wissen über das äußere und das ewige Leben. Ich, jeder zu meiner Zeit und auch die Moslems heute sind überzeugt, dass dies wahr ist. Wenn ich meine Aufgabe als Messias erfüllt hätte, wäre Ali das erste Mitglied in meiner eigenen Familie. Er hätte dann mit meiner Tochter Fatima den Segen von Gott erhalten. Er hätte meine Aufgabe fortführen sollen, nachdem ich in die geistige Welt gegangen wäre. Aber nach meinem Tod spitzten sich die Konflikte zwischen Ali und meinen engsten Jüngern sowohl zwischen Ali als auch meiner Frau Aisha zu. Viele meiner Anhänger und ersten Moslems wurden umgebracht. Ali darf man dafür aber nicht die Schuld geben. Dafür bin genau genommen ich in der geistigen Welt verantwortlich. Ich hätte ihn zu meinem Nachfolger nach Abu Bakr und Umer berufen müssen. Ich bin Abu Bakr und Umer zutiefst dankbar, dass sie mich als Nachfolger wahrlich vertreten haben. Sie führten ein aufopferungsreiches Leben für Gott und die Menschheit. Es wäre ein Segen für den Islam gewesen, wenn Ali nach Abu Bakr und Umer meinen Platz hätte einnehmen können. Was immer passiert ist, gehört der Vergangenheit an. Alis Handeln wurde durch Gott und die Himmel anerkannt. Ich habe Ali in meiner Lebens­geschichte erwähnt, denn seine Persönlichkeit beeinflusste den Islam. Im Islam allein gibt es 72 verschiedene Gruppierungen. Sie alle können sich selber fragen, ob sie auf Gottes oder Satans Seite stehen. Zu meiner Zeit verbreitete ich eine sehr einfache Lehre: Die Menschen bereiten sich selber auf das ewige Leben vor, um mit Gott zu leben. Was ist jetzt so schwierig daran, diese einfache Wahrheit zu verstehen? Jetzt kämpfen im Islam die verschiedenen Gruppierungen miteinander. Sie zerstören den Frieden und bringen Uneinigkeit in den Islam. Ich erkläre hier, ganz egal wie sich die verschiedenen Gruppierungen selber bezeichnen, ganz egal wie berühmt sie sind, sie stehen auf der Seite Satans." An dieser Stelle sagte ich, Zahid, zu Mohammed: „Mit Sicherheit ist dies eine schwerverdaubare Botschaft für die Moslems. Ich, Zahid, muss nun den Willen Gottes erfüllen und mich auch mit anderen Religionen auseinandersetzen. Nach Verkündung dieser Botschaft werden mich die fanatischen Moslems ständig verfolgen. Sie werden versuchen meine Mission zu blockieren." Mohammed sprach: „Gott und die Himmel sind mit dir, genauso
wie all die wahren Geistwesen des Islams und auch ich. Du bist der Einzigste, der geradeheraus meine Botschaft an die Moslems überbringen kann. Wenn sie oder die Gläubigen anderer Religionen dich auf deinem Weg aufhalten, werden sie nicht lange erfolgreich sein. Zahid, deine Botschaft Gottes wird für immer den zukünftigen Generationen der Menschheit erhalten bleiben." Daraufhin sprach ich: „Gott und die Himmel sind mit mir. Das genügt mir, denn auch du und die anderen Gesandten helfen mir, die Welt Gottes zu verwirklichen." Mohammed sagte: „Ich glaube, es genügt, was ich über dieses Thema gesprochen habe. Wenn du möchtest, kannst du in meinem Namen noch weitere Ausführungen dazu machen. Unsere Beziehung ist lebendig. Die Welt muss erfahren, dass auf Gott ausgerichtete Geistwesen in der geistigen Welt sich frei treffen können. Satans Geister sind in den dunklen geistigen Welten zusammengedrängt. Sie können nicht ohne weiteres zusammenkommen. Nach meiner letzten in Medina gehaltenen Rede hätte meine Mission eine neue Richtung hin zur Vereinigung aller Religionen einschlagen müssen. Mehr als hunderttausend Menschen hörten sie. Ich erwähnte in dieser Rede auch, dass ich im nächsten Jahr vielleicht nicht mehr in der Lage sein werde, sie an diesem Ort noch einmal zu treffen.
Gott und die Himmel haben mir genaugenommen die Wahl überlassen, noch länger auf der Erde zu leben oder zu ihnen zurückzukommen. Ich entschied mich für die zweite Alternative, denn ich wollte zu Gott. Während meiner Mission vermisste ich Ihn ständig. Ich sehnte mich danach, mit unserem Schöpfer zusammen zu sein. Denn in Ihm wohnten meine Liebe und all meine Sinne. Ich wollte nicht mehr in dieser Welt leben. In jedem einzelnen Moment meines irdischen Daseins vermisste ich Gott. Als ich unbedingt in die geistige Welt gehen wollte, waren Gott und die Himmel ruhig. Sie sagten nichts dazu. Ich wünschte, ich hätte Gott gefragt, was das Beste für mich wäre: Hier auf der Erde weiter zu leben oder zurück in die geistige Welt zu kommen. Hätte ich diese Frage Gott und den Himmeln gestellt, hätten sie mir mit Sicherheit offenbart, was ich noch für den Willen Gottes tun könnte. An dieser Stelle möchte ich erzählen, was Gott und die Himmel von mir gefordert hätten, wenn ich ihrer Wahl gefolgt wäre. Sie wünschten, ich wäre noch einen weiteren Schritt in Richtung der Vereinigung aller Religionen gegangen. Aber wie hätte sich das vollziehen sollen? Gott wollte Aisha benutzen, um eine gute Beziehung mit der Frau des römischen Imperators aufzubauen. Durch ihre Freundschaft würden sich die beiden Frauen so nahe kommen, dass innerhalb von sieben Jahren ich und Aisha offiziell vom römischen Imperator eingeladen worden wären. Dadurch wäre eine neue Vereinbarung zwischen mir, dem Christentum und zwischen mir und den Juden zustande gekommen. Die Herrschaft Persiens hätte durch meine Hände zu Fall gebracht werden können, und nicht erst später durch die Hände meiner Jünger. Jerusalem, das die Juden bereitwillig meinem zweiten Nachfolger Umer überließen, hätte ich bereits zu meinen Lebzeiten erhalten. Ich hätte als Friedensstifter fungieren können. Durch mich wäre eine Vereinbarung getroffen worden, die den Juden, Christen, Moslems und den anderen Religionen erlauben würde, Jerusalem gemeinsam als Stätte der Begegnung und des Respekts für einander zu benutzen. Die drei Hauptreligionen hätten ihre göttliche Verehrung von einer gemeinsamen Basis aus praktizieren können. Ich erlaubte bereits zuvor den Christen in unseren Moscheen zu beten, während sie mich besuchten. Umer hätte das Gleiche tun sollen, als die Juden ihm Jerusalem freiwillig überließen. Sie überreichten Umer damit den Schlüssel. Als er in Jerusalem einzog, fragten die Christen Umer um Erlaubnis, in ihren Kirchen zu beten. Er hätte dieser Bitte folgen sollen. Aber er tat es nicht. Er glaubte, die Moslems würden später diese Kirchen, wenn es sein muss, auch mit Gewalt als Moscheen benützen. Hätte ich damals die Wahl der Himmel getroffen, dann würden die Konflikte zwischen den Juden und den Moslems und zwischen den Moslems und den Christen ihr Ende gefunden haben. Als Mann Gottes war ich der Einzige, der in der Lage war, die richtige Ausgangsbasis für diese drei Religionen zu errichten. Hierauf aufbauend wäre ein Geben und Nehmen ausgerichtet auf Gott möglich gewesen. Innerhalb von 12 Jahren hätten mich die Juden und Christen willkommen geheißen.

Natürlich wäre der Islam eine starke Religion in dieser Zeit geworden. Als Repräsentant Gottes war ich der Einzige zu meiner Zeit, der diese Macht korrekt einsetzen konnte, um diese Welt in einen besseren Ort zu verwandeln. Die Einheit der drei großen Weltreligionen spielt eine fundamentale Rolle im Hinblick auf die Verwirklichung eines Weltfriedens. Das wäre der nächste Plan Gottes für mich gewesen. Ich zog es vor, meine eigene Entscheidung zu treffen und verließ diese Welt. In der geistigen Welt angekommen, habe ich erfahren, was ich noch mehr für Gott hätte tun können. Ich bereue meine Entscheidung tagtäglich. Mein langes Leben hätte sich in einen Segen für diese Welt verwandeln können. Zusammen mit meiner ewigen Frau Aisha würden wir gemeinsam viel erreicht haben. Damals war auch genau die richtige Zeit zu proklamieren, dass Gott für jeden Mann nur eine Frau vorgesehen hatte. Noch einmal hätte ich die Möglichkeit gehabt, das Gesetz zu zerschlagen, das die Frauen zur Verschleierung zwang. Ich hätte dadurch eine große Rolle für die Freiheit der Frauen spielen können. Wenn all dies verwirklicht worden wäre, würde es niemals notwendig gewesen sein, mein Anhängern gegenüber zu betonen, dass ich der letzte Prophet sei. Dann wäre ich auch in der Lage gewesen, mehr Wahrheit im Namen Gottes und der Himmel zu offenbaren. Ursprünglich wollte Gott mir noch 30 weitere Jahre auf dieser Erde gewähren. Dies hätte einen großen Segen für meine und die anderen Religionen bedeutet. Umer und mein dritter Nachfolger Osman würde niemals ein schlechtes Schicksal ereilt haben. Umer und Osman wurden durch meine eigenen Gläubigen ermordet. Der Konflikt zwischen Ali und Aisha wäre auch niemals entstanden. In diesen Kämpfen mussten viele meiner Gläubigen ihr Leben lassen. Aber ich beschuldige niemanden dafür. Ich mache mich selber für diese Konflikte verantwortlich. Ich hinterließ nach meinem Tod keine klare Richtlinie für meine Jünger, noch legte ich fest, wer mein Nachfolger nach Abu Bakr sein sollte. Bereits vor meinem Tod zeigten mir die Himmel die Namen der in Frage kommenden vier und auch in welcher Reihenfolge sie meine Nachfolger hätten sein sollen. Obwohl Gott und die Himmel mir vergaben, konnte ich mir selber tief in meinem Inneren niemals verzeihen. Wann immer ich daran denke, dass ich dem, nach mir entstandenem Leid, hätte zuvor kommen können, fühle ich einen tiefen, quälenden Schmerz und eine unsagbare Traurigkeit in meinem Herzen. Jahrhunderte sind vergangen bevor ich noch einmal die Hoffnung schöpfen konnte, jemanden mein Herz zu öffnen.
Lieber Zahid, ich kann dir nur meinen besten Rat mitgeben: ,Triff niemals deine eigene Entscheidung. Frage immer Gott zuerst. Das ist das Beste für uns alle.' Es besteht kein Zweifel. Die neue Welt wird errichtet werden. Niemand kann diesen Prozess aufhalten. Es ist ganz einfach, denn es entspricht dem Willen unseres Himmlischen Vaters. Jetzt bist du der Einzige, den Gott und die Himmel als Instrument gebrauchen können. Ich möchte dir ans Herz legen: Betrüge niemals Gott. Gott und die Himmel haben lang genug auf den Tag gewartet, an dem das Leid der Kinder Gottes ein Ende haben wird. Ein neuer Himmel und eine neue Erde werden entstehen. Wie du weißt, bedeutet eine neue Erde, dass Gottes wahre Kinder auf dieser Erde leben werden. Ein neuer Himmel symbolisiert, dass Gott sich mit seinen wahren Kindern für immer niederlässt. Alles andere ist zweitrangig und wird auf dieser Erde begraben. Satan und seine üblen Anhänger werden für immer eingesperrt. Durch sie werden Gottes Kinder niemals wieder beeinflusst werden. Der Verstand wird nur noch einer Richtung folgen. Diese Erde wird umgeben von Gottes Licht sein. Die Engel werden sich mit uns als eine Familie niederlassen. Wird ein Kind auf dieser Erde geboren, erblickt es den blauen Himmel. In ihm werden Millionen Engel sichtbar sein, denn sie möchten diesem Kind dienen und ihm auf die leichteste Art und Weise zu unserem Himmlischen Vater führen. Zahid, du wirst für immer in meinem Herzen leben. Ich werde dich niemals in der ganzen Ewigkeit vergessen. Selbst jetzt, wenn ich allein bin, denke ich an dich. Solidarisch weine ich mit dir.
Gott sprach einmal persönlich zu mir: „Selbst wenn ich die ganze Ewigkeit durchsuchen würde, wäre ich nicht sicher, ob ich noch einmal so einen Zahid finden kann." Es ist bemerkenswert, was unser Schöpfer über dich sagt. Bewahre diese über alles scheinende Liebe Gottes und vernichte diese Welt Satans. Das Königreich Gottes ist noch einmal den Menschen sehr nahe. Sie müssen die richtige Entscheidung treffen und sich mit dir verbünden. Als ich 63 Jahre alt war, konnten die Himmel die ersten Früchte meiner Mission ernten. Aber ich starb in diesem Alter, denn ich wollte nicht mehr auf dieser Erde leben. Ich wollte nur noch mit Gott sein. Nach diesen 63 Jahren war ich so müde wie nach Millionen Jahren. Jeden Tag spürte ich die Einsamkeit. Ich konnte niemanden finden, dem ich hätte wirklich mein Herz öffnen und die ganze Wahrheit erzählen können. Für diese Wahrheit weinte ich selbst in meiner Seele. Jede Nacht, wenn die Menschen um mich herum schliefen, ließ die Last der Sorgen mich nicht schlafen. Viele Nächte in meinem Leben weinte ich die ganze Nacht hindurch ohne Schlaf zu finden. Stehend betend, dachte ich die ganze Nacht über Gott und mein Leben nach, dass selbst meine Füße anschwollen. Während ich nachts heimlich weinte, fragte ich den Himmlischen Vater oft, wohin ich gehen soll. Wem hätte ich all diese Wahrheit offenbaren können, die Gott mir übermittelt hat? Später umgaben mich viele Menschen. Trotzdem fühlte ich in meinem Inneren, dass ich der einsamste Mann auf Erden bin. In dem Jahr meines Todes wurde ich sehr krank. Ich beobachtete die Uneinigkeit unter meinen Anhängern. In den letzten Tagen, bevor ich starb, wollte ich noch eine besondere Regelung erlassen. Ich wusste, dass der erste Konflikt nach meinem Tod sich um die Frage meiner Nachfolgerschaft drehen würde. Ich wusste, alle würden Abu Bakr nach mir akzeptieren. Aber was würde nach Abu Bakr sein? Für diesen Fall nominierte ich deshalb eine besondere Person. Ich rief meine mir sehr nahestehenden Anhänger an mein Krankenbett. Als die meisten versammelt waren, bat ich um einen Stift und ein Stück Papier. Ich sagte ihnen, ich würde meine letzte Regelung niederschreiben, auf dass sie später nicht in die Hände Satans fielen. Stattdessen fingen sie an, in meinem Zimmer verärgert aufeinander einzureden. Die Einen waren für diese Regelung, die Anderen behaupteten, ich wäre nicht mehr Herr meiner Sinne aufgrund meiner Krankheit. Diese neue Regelung könne daher niemals gültig sein. Andere wiederum meinten, der Koran wäre als heiliges Buch genug, um sie zu führen. Ich fühlte mich traurig und wusste nicht, was ich tun sollte. Ich bat jeden, mein Zimmer zu verlassen. Ich wollte einfach nur allein sein. Ich sagte zu ihnen: „Es ist besser, ich bin allein, als dass ihr mich eurem Willen gefügig macht."
Bevor ich starb, war eine meiner Botschaften für die Moslems: „Die kleinen Kriege müssen von nun an aufhören, und die großen müssen beginnen." Sie fragten mich nach der Bedeutung. Ich sagte ihnen, dass Kämpfen und Töten um der Religion willen immer ein kleiner Krieg sei. Große Kriege zu führen bedeutet nun, dass die Menschen sich selber besiegen und sich vom Bösen trennen. Das ist der letzte und größte Krieg, den die Menschen zu gewinnen haben. Ich betonte, dass sie nicht mich, sondern nur Gott anbeten sollen. Ich war wütend auf die Christen und Juden, da sie die Identität Gottes verzerrten. Sie errichteten Stätten für die Anbetung ihrer Propheten.
Meine letzten Worte, die ich an Gott richtete, waren: „Lass mich dein enger Freund in den Himmeln sein." Als ich in die geistige Welt kam, führte mich Gabriel dort zu meiner Bestimmung. Später erfuhr ich, dass Gabriel mich für die Mission gemäß meiner eigenen Entwicklung benutzt hatte. Als Gabriel mich in die geistige Welt brachte, sagte er „Lebe Wohl" und ging in die Erzengelwelt. Darüber war ich sehr traurig, denn auf Erden fühlte ich mich ihm sehr nahe. Persönlich war es für mich nicht einfach, in der geistigen Welt mein Leben dem der Engelwelt anzupassen. Zuerst war das für mich eine fremde Welt. Nachdem ich eine Zeitlang im Paradies lebte, rief mich die Erzengelwelt und ehrte mich als einen mutigen Mann Gottes. Dadurch konnte ich in die Erzengelwelt aufsteigen. Nach einer bestimmten Zeit in den Himmeln habe ich blaue Lichtstreifen erhalten, durch die ich bedingt in den Himmeln reisen kann. Schließlich vergab der Himmlische Vater mir meine Fehler. Ich erhielt die Erlaubnis, Ihn verschiedene Male zu treffen. Meine Jünger wurden auf drei verschiedenen Wegen gerichtet. Einige gingen in eine niedere Welt, viele erreichten eine gute, mittlere geistige Welt, aber nur wenige konnten bis zum Paradies vordringen. Ich bitte die Moslems, wenn sie dein Buch lesen, sollen sie zu Gott beten und Ihn darüber fragen. Wenn sie mit aufrichtigem Herzen darum bitten, werden sie eine Antwort erhalten. Ich bitte dich, Zahid, schreibe die verschiedenen Botschaften, die ich dir in all den Jahren für meine Religion übermittelte, nieder. Ich habe dich nicht allein gelassen, und ich werde es niemals tun. Lieber Zahid, bei jedem Schritt, den du auf diesem Weg gehst, wirst du uns neben dir sehen. Wir Propheten sind alle Brüder und Gott ist unsere Bestimmung.
Ich spreche sowohl in meinem als auch im Namen der islamischen Gesandten im Paradies. Wir alle, als Familien­mitglieder Gottes, sind wir dir aus tiefstem Herzen zu Dank verbunden. 
Mohammed
Mohammeds geistige Botschaften an die Moslems
In all den Jahren hat Mohammed mir verschiedene Botschaften für die Moslems aufgetragen. Wenn ich diese Botschaften in meinem Buch unterbringen möchte, würde dies einige hundert Seiten füllen. Deshalb entschied ich, nur einige Wichtige niederzuschreiben. Ich wählte diese aus, da die jetzige Zeit dies erfordert. Wenn Gott mir noch einmal die Möglichkeit gibt, werde ich alle Botschaften von Mohammed, Jesus, Moses, Buddha und all den anderen in einem gesonderten Buch zusammenfassen.
1. Es war 3 Uhr am frühen Morgen. Ich beendete gerade mein Gebet zu Gott, als ich Mohammed, den Gründer des Islams, sah. Er saß rechts von mir auf meinem Sofa. Zuerst sprach Mohammed dreimal „Gottes GruÝ". Dann fragte er mich, ob er mir seine Botschaften für die moslemische Welt übermitteln könne. Und ich antwortete: „Bitte sprich. Ich werde deine Botschaft schon bald an die moslemische Welt übermitteln." Mohammed begann daraufhin: „In meinen letzten Tagen auf dieser Erde bevor ich starb, sagte ich, dass die Christen und die Juden ein Monument für ihre Propheten errichtet hätten, um sie anzubeten. Ihre Propheten wurden zu ihrem Zentrum und haben damit Gott nach hinten gedrängt. Warum habe ich solche Sätze vor meinem Tod gesprochen? Ich wollte die Moslems warnen, dass sie nicht das gleiche auch mit mir tun sollen. Ich wollte nicht, dass sie mir eine zentrale Position einräumen und Gott dann weit weg an einen abgelegenen Ort verbannen. Als ich ein junger Mann war, noch bereits bevor ich von Gott und den Himmeln als Prophet berufen wurde, habe ich es immer abgelehnt, den Juden oder den Christen beizutreten. Ich folgte immer Abrahams geraden und einfachen Weg zu Gott.
Bereits als junger Mann verstand ich, dass die Bedeutung des Anbetens darin besteht, Gott zu lieben. Für mich war deshalb der höchste Ausdruck des Betens, Gott zu lieben und der göttlichen Familie, den Menschen zu dienen. Bevor und auch nachdem ich als Prophet berufen wurde, verbrachte ich viele schlaflose Nächte, die gefüllt waren mit Tränen für Gott. Heute sagen die Moslems:
„Mohammed zu lieben bringt die Erlösung." Selten sprechen sie
über Gott. Ich bin immer ihr Zentrum, und ich bin immer das Thema ihrer Gespräche. Zahid, frag meine Gläubigen: Als Gott die Engel als Botschafter berief oder als Gott einige Menschen zu Propheten und Botschaftern machte, was für eine Verantwortung hat Gott ihnen dabei übertragen? Wollte Gott, dass diese Engel als Botschafter oder diese Menschen als Propheten zum Zentrum der Liebe und Gedanken der Menschheit werden? Nein und niemals! Für diesen Zweck hat Gott niemals die Engel als Botschafter oder Propheten zur Menschheit gesandt. Gott hat sie immer klar geführt. Er war das Zentrum eines jeden Gebetes und das Zentrum der Liebe und Gedanken der Menschen.
Bitte Zahid, verkünde der Moslemwelt, dass sie meine Botschaft absolut falsch verstanden haben. Sie missrepräsentieren meine Botschaft indem sie sagen, man soll Moslem werden und dadurch würde man die Erlösung erhalten. Sehr oft habe ich zu meinen Lebzeiten gesagt, dass ich die gleiche Mission erhalten habe, die Gott bereits Noah, Abraham, Moses und Jesus gab. Und wer immer, egal ob er Jude, Christ oder irgendetwas anderes ist, sich dafür entscheidet, sein Leben Gott zu widmen, solch ein Mensch wird Gott als seinen Führer und Beschützer entdecken. Solche Menschen erfahren ein glückliches Ende in ihrem ewigen Leben. Oh Moslemwelt, seid wachsam und hört auf mich. Als ich sagte, folgt dem Weg des Islams, was habe ich damit gemeint? Ich habe damit auf keinen Fall gemeint, dass ihr euch ein äußeres Etikett auf den Islam heftet und auf eure Taschen klebt und ihr bereits dadurch bewahrt wäret. Oder glaubt ihr wirklich, weil ihr als Moslem geboren wurdet, dass dies bereits ausreicht, um euch den Schutz in der geistigen Welt zu sichern. Das ist falsch, falsch und nochmals falsch! Als ich sagte „Folgt dem Islam!" habe ich
auch die Erklärung dafür zu meinen Lebzeiten abgegeben. Dem Geist des Islam zu folgen bedeutet, absolut gehorsam gegenüber Gott und seinem Willen zu werden. Wenn ihr nur die Reise angetreten hättet und Gott gehorsam gewesen wäret, dann wäret ihr wahrlich meinen Fußtritten gefolgt und wäret so geworden wie ich. Erinnert euch, oh Moslems: Gott gehorsam zu sein ist besser, als Millionen Opfer zu bringen oder sonstiges Leid und Entbehrungen auf sich zu nehmen. Sich an Gott zu erinnern und Ihn zu vermissen während eures Lebens, für Ihn Tränen zu vergießen als euren Schöpfer ist viel, viel wertvoller als irgendeine trockene Anbetung. Oh ihr Moslems, ihr wart unbedacht. Ihr habt das äußerliche Leben des Islams angenommen, aber ihr habt dessen eigentlichen Inhalt vergessen. Ihr habt ihn niemals erfahren und seid diesem noch nicht einmal etwas nahe gekommen, was der wahre Geist des Islams ist. Die wirkliche Bedeutung liegt darin, dass man all seine Rechte Gott gibt. Ich wundere mich, in was für einer Welt des Islams ihr lebt, oh Moslems. Seit wann seid ihr wie Christen und Juden geworden, dass ihr sagt, man soll Moslem werden und sich dadurch bereits Erlösung verschafft. Auf diese Art und Weise seine Mitgliederzahl zu vermehren, wird keiner Religion weiter nach vorne verhelfen. Früher oder später wird solch eine Lehre in einer Sackgasse enden. Hört gut zu, Moslemwelt, wer immer für Gott und für seine Familie, der Menschheit, einstehen wird, ist der Einzige, der den Segen durch Gott und die Himmel erhalten wird. Gott wird solch einen Menschen in die Himmel einladen und ihm alle Ehre und allen Ruhm gereichen und sich solch einem Menschen selber offenbaren. Gott und die Himmel wissen, dass ich niemals sagte, ich solle zum Zentrum eurer Gedanken und eurer Liebe werden. Noch sagte ich, ihr sollt mich zum Zentrum des Islams erklären. Oh Moslems, ihr habt mein Herz gebrochen und meine Seele schreit es heraus. Ihr habt mich vor Gott mit Schande bedeckt. In meinem ganzen Leben wünschte ich, dass Gott die Bestimmung der Menschheit sein soll. Oh Moslems, ihr betet und verbeugt euch vor Gott, aber in Wirklichkeit habt ihr Ihn in euren Herzen vergessen. Was übrig geblieben ist, ist nur das Gebet und die Verbeugung als Routine, als Gewohnheit und als Ausdruck eurer Unbewusstheit. Mit solchen Gebeten fühlt sich Gott nicht wohl. Oh Moslems, ich muss jetzt zu euch sehr deutlich sprechen. Gott ist unglücklich über eure täglichen fünf Gebete, über euer Fasten, das Opfern der Lämmer und mit euren Pilgerfahrten nach Mekka usw. Ihr tut all die Dinge als Routine, habt aber deren wahre Bedeutung vergessen. All diese Dinge wurden euch gegeben, damit ihr euch Gott nähert und somit Menschen Gottes werdet. Jetzt unternehmt ihr diese geistigen Übungen und lebt trotzdem noch in der Welt Satans, eurem Feind. Jede Religion, die dazu auffordert „Folgt meiner Religion, meinem Erlöser und ihr werdet die Erlösung erhalten", sollte dies auf keinen Fall tun, denn das verärgert Gott. Gott verabscheut jegliche Form des Kasten-und Klassensystems in den Religionen oder eine Einteilung seiner Kinder in bestimmte Gruppen und Kategorien. Wenn ihr wirklich wahre Menschen Gottes werden wollt, dann gebe ich euch den ernsthaftesten Rat. Versammelt all die Menschen und sagt zu ihnen: „Lasst uns unsere Konflikte beiseitelegen und vergessen. Lasst uns einander vergeben und lasst uns ein neues Versprechen abgeben, auf dass wir mit Gott leben und Er zu unseren Zentrum in unserem täglichen Leben wird. Lasst uns für Gott zu einer universalen Familie zusammenwachsen. Es ist Zeit, dass wir einander als Gottes Kinder umarmen." Wenn ihr das wirklich tut, dann ist das der Tag, an dem Abraham, Moses, Jesus und ich und all die Propheten wirklich befreit werden. Zahid, dies ist mein innigstes und tiefstes Gebet, dass die Menschheit und besonders die Moslems dir mit ihrem ganzen Herzen zuhören, was du über Gott und die Geheimnisse des Lebens zu sagen hast. Ich wünschte, dass die Anhänger meiner Religion ihren Mund halten und stattdessen ihre Herzen öffnen können, um dem „Godism" zuzuhören." „Oh Morgenstern Zahid, Gott und die Himmel haben über dich auch im Koran gesprochen. Du bist derjenige, der wie der blaue Himmel sein wird. Du wirst die gesamte Menschheit und die anderen Wesen unter den Schirm deines blauen Himmels stellen, sie dadurch beschützen und sie sicher nach Hause führen. Du bist derjenige, mit dem der Frühling für die Welt Gottes für immer beginnen wird. Sei niemals still. Sprich, sprich, sprich so viel du kannst! Wo immer du deine Schritte hinsetzt, da wird Gott mit dir sein. Gott hat sein ewiges Zuhause in deinem Herzen errichtet. Ich bitte dich und ich flehe dich an, bete für meine Religion und für meine Gläubigen; denn Gott hört sich deine Gebete ganz besonders an. Du hast Gottes Herz gewonnen, was eine wunderbare Gnade für uns alle ist. Die Himmel erinnern sich an dich in tiefer Liebe und all die Engel im Himmel sind jeden Moment bereit, dir zu helfen. Du musst nicht noch mehr Traurigkeit für die Menschheit auf dich nehmen. Warte nicht ab. Kümmere dich nicht um die Macht und den Einfluss all dieser Religionen. Was Gott zu dir sagte, überbringe der Menschheit. Du bist der neue Ausdruck aller religiösen Bücher. Was immer du sagst, wird bleiben. Du weißt, die letzten Tage sind für Satan angebrochen. Sprich, Mann Gottes! Nichts und niemand sollte dich vom Reden abhalten. Diese Welt Satans kann dich nicht das Fürchten lehren und kann dir nichts anhaben. Wir, die gesamten Propheten, vernahmen von Gott, dass sowohl dein Leben als auch dein Tod die Erlösung für die Menschheit bringen wird. Nichts, was du in deinem Buch niedergeschrieben hast, kann jemals zerstört werden. Schon morgen, wenn die Menschheit dein Buch lesen wird, wird sie aufschreien. Sie wird sich danach sehnen, ihrem Leben einen Sinn zu geben. Und dieses Buch Gottes wird es der Menschheit erleichtern, Gott kennen zu lernen und ihre Herzen zum Zentrum für Gott werden zu lassen. All die Himmel sind keine Alternative für Gott.
2. Ich der Autor, dieses Buches, flog in einen Bereich des Islams in der geistigen Welt, in dem ich die Sufis und einer der ersten Jünger Mohammeds traf. Ihre Geistwesen erstrahlten vor Licht. Aber ich konnte auch sehen, dass es etwas gab, was sie in ihrem Leben nicht überwinden konnten, denn in ihren Gesichtern strahlten sie nicht. Gott vergab ihnen und eröffnete ihnen die Möglichkeit, ihre Schwächen zu überwinden im Paradies. Als ich landete, fragte ich sie: „Wo könnt ihr den unsichtbaren Gott treffen, auf dass Er sichtbar für euch wird?" Sie antwortete mir: „Bitte erkläre uns diese Frage mit den Worten des Islams und unseres Gründers, Mohammed." Ich sagte: „Gut, dann hört mir zu." In diesem Moment kam Fatima, Mohammeds Tochter, und setzte sich dicht neben mich. Ich sprach: „Ich erinnere mich, dass Mohammed einmal gesagt hat: „Wenn sich jemand nach Gott sehnt und dabei Tränen aus Sehnsucht nach Gott vergießt, dann ist das höher als wenn ein Priester 70000 Jahre beten würde." Und ebenso steht im Koran geschrieben: „Wenn jemand den Namen Gottes ruft und fragt, wo er Ihn suchen kann, dem sage Mohammed: Ich höre die Rufe meiner Kinder, meiner Leute und Ich antworte ihren Rufen. Damit sie aber meine Stimme und meine Antwort vernehmen können, sollten sie meinem Weg folgen und sich selber vom Schlechten trennen." Auf dem Weg der Menschheit zu Gott sollen all die
Vorhänge fallen, die zwischen Gott und den Menschen sind."
Dann baten mich die Sufis und die ersten Jünger Mohammeds, etwas über das Vertrauen zwischen Gott und den Menschen zu sagen. Und ich fragte sie: „Wollt ihr es in meiner Sprache hören?"
Sie bejahten dies.
Deshalb sagte ich: „Nun gut, dann hört zu. Die Straße des Vertrauens kann nicht ohne Liebe vollkommen sein. Aber was ich hier sagen möchte ist, dass ich den gesamten Weg zu Gott allein gegangen bin. Nur hier habe ich Gott kennen gelernt, denn ich war bereit, mein Leben Tausend und Abertausende Male im Namen der Menschheit für Gott zu geben. Wenigstens konnte Gott mir vertrauen, dass ich wirklich Ihm gehöre und nicht den Nachkommen Adams." Dann begann ich zu weinen, und die ersten Jünger Mohammeds sowie die Sufis vergossen gemeinsam mit mir Tränen für Gott. In diesem Moment landete Mohammed neben uns, er umarmte mich und sagte: „Wenn ich heute auf der Erde leben würde, würde ich auch in deinen Fußspuren gehen." Dann fuhr er fort: „Jetzt müssen all die Religionen deiner Stimme folgen. Eine neue Ära und eine neue Zeit Gottes sind angebrochen. Jetzt wird es nur noch Gottes Stimme geben. Und wer immer sich gegen seine Stimme erhebt, wird in den Augen der Himmel als grausam bezeichnet. Die Bestimmung dieser Menschen wird keinerlei Aufsehen erregen. Sie werden auf dieser Erde einfach untergehen." Dann hielt Mohammed meine Hand und nahm mich vertikal nach oben in seinen Bereich des Paradieses. Er lud mich zu einem sehr köstlichen Essen ein. Er bediente mich, in dem er mir das Essen mit seinen eigenen Händen reichte."
3. In einer anderen Nacht hatte ich die Absicht Gott zu treffen. Als ich Ihn erblickte, sprach Er mit all den Wesen und Propheten, die sich vor Ihm verbeugten. Acht Wesen standen in der ersten Reihe vor Gott mit ihren Rücken zu den anderen Wesen und Propheten gewandt. Gottes Stimme ließ jeden erzittern. Niemand wagte es auch nur aus seiner Verbeugung nach oben zu schauen. Gott sprach: „Oh Propheten, als ich euch die Wahrheit gab, warum habt ihr sie mit euren Gedanken vermischt und dann der Menschheit überbracht? Warum habt ihr diese Wahrheit nicht einfach so überbracht, wie ich sie euch zeigte? Ihr alle habt eure eigenen Methoden benutzt und diese Methoden sind heute eure Religionen geworden. Was dachtet ihr? Habt ihr wirklich geglaubt, die Menschen können diese Wahrheit nicht ertragen, die ich euch zeigte? Oder dachtet ihr, sie könnten diese Wahrheit nicht verdauen?" Ich sah, dass niemand antwortete. Und keiner hatte die Kraft aufzustehen, um sich zu rechtfertigen oder irgendetwas zu erwidern. Es herrschte absolute Stille. Gottes Licht blitzte auf. Nach einer Weile hub Gott erneut an und sagte: „Ich möchte Noah, Abraham, Moses, Jesus und Mohammed fragen: Ich habe euch und den anderen Propheten ein und dieselbe Lehre gegeben. Nun wundert es mich, warum eure Religionen bis zum heutigen Tag miteinander kämpfen?" Wieder antwortete niemand. Und Gott fuhr fort: „Alle Religionen blockieren die Menschheit mich zu sehen. Mich zu sehen ist aber das Recht der Menschen und all der anderen Wesen." Danach flogen Gott, sein Thron und all seine Wesen vertikal nach oben. Ich vernahm die Stimme der Engel, dass es die Bestimmung der Kinder Gottes sei, in der Heimat Gottes für immer zu leben. Danach bemerkte ich, dass nahe Gabriel Mohammed, Jesus und andere Propheten standen.
Ich ging zu ihnen und fragte: „Warum ist Gott so wütend auf euch?" Sie gaben mir keine Antwort und verharrten in Schweigen. Dann fragte ich Mohammed: „Möchtest du mir antworten?" Und er sagte: „Wir alle haben Geheimnisse für uns behalten und sie nicht Gottes Kinder offenbart, so wie es uns gezeigt wurde. Alles was Gott uns zeigte, war für die Menschheit bestimmt. Wir hätten es ihnen offenbaren müssen." Ich sagte: „Dann werde ich alles der Menschheit überbringen, was mir gegeben wurde. Ich möchte im ewigen Leben nicht dafür leiden, dass ich viele Geheimnisse Gottes und der Himmel mit mir nahm." Dann drehte sich Jesus zu mir und sprach: „Es ist das Beste, Gottes Kindern alles über ihren Himmlischen Vater und die Himmel zu sagen. Selbst wenn sich die gesamten Religionen dir entgegenstellen, spielt das keine Rolle. Sicherlich wird Gott für dich eine Tür öffnen, die er noch niemals für irgendjemand vor dir öffnete. Mach dir immer bewusst, dass dieses Mal Gott immer an erster Stelle steht. Die wahre Liebe gehört zuerst zu Gott und niemand anderem sonst. Gott hat die menschlichen Herzen erschaffen, um dort zu leben." Jesus erhob seine Hände nach oben und sprach: „Himmlischer Vater, dieses Mal soll dein Wille auf Erden wie im Himmel geschehen." Als ich von dort aufbrechen wollte, sprach Mohammed zu mir: „Ich möchte mit dir allein reden." Wir entfernten uns von den anderen und Mohammed sprach: „In meinem Herzen hat sich viel Traurigkeit angesammelt und deshalb bat ich dich, mit mir etwas Zeit zu verbringen. Als ich auf der Erde lebte, hasste ich es, wenn ich die Menschen kämpfen sah. In meinem eigenen Leben seit meiner Kindheit verspürte ich nie den Wunsch zu kämpfen. Aber in meiner Mission beschwor Satan die Umstände derart herauf, dass Kriege zu meinen Lebzeiten stattfanden. Satan und seine üblen Anhänger haben mir keine Wahl gelassen, diesen Kriegen zu entrinnen. Zum anderen verlor ich meine Geduld und wollte letztendlich auch kämpfen." Mohammed sagte weiter zu mir: „Sag den Moslems, dass die Frau die Krone für den Mann ist. Ich habe viele Frauen gehabt. Das war nicht der Wille Gottes. Ich bitte dafür all die Töchter Gottes um Vergebung. Wie du weißt, sagte Gott zu dir, dass in Gottes idealer Welt die Frau zuerst Mutter genannt wird. Wenn sie mit einem Mann verlobt wird, wird sie als Schwester bezeichnet. Und wenn Gott beiden die Erlaubnis zur Heirat gibt, erst dann wird man sie Mann und Frau nennen. Das ist das Gesetz der neuen Welt Gottes." Ich sagte daraufhin zu Mohammed: „Was immer Gott mir sagte, werde ich früher oder später offenbaren." Mohammed antwortete: „Sicher, du musst dies tun, denn Gott verlässt sich auf dich."
4. Es war auch Mohammeds Wunsch, eine Vision über Abu Bakr, dem ersten Nachfolger Mohammeds zu erwähnen. Ich, der Autor dieses Buches, traf Abu Bakr in einer sehr hohen Dimension der geistigen Welt. Als ich ihn sehen wollte, traf ich dort zuerst Mohammed an. Als ich mich mit Mohammed unterhielt erschien Abu Bakr. Er umarmte mich warmherzig und ich sagte zu ihm: „Es ist Mohammeds Wunsch, dass ich mindestens eine Geschichte über dich in der geistigen Welt niederschreibe." Abu Bakr sprach: „Als ich mit Mohammed zusammen auf der Erde lebte, hat Gott mir verschiedene Teile der Wahrheit offenbart, die ich aber nur Mohammed erzählte. Während meiner Zeit, als erster Nachfolger Mohammeds, offenbarte mir Gott noch weitere Teile der Wahrheit, die ich auch niederschrieb. Später dachte ich, dass ich diese Offenbarungen vielleicht nicht klar verstanden hätte, oder ich fürchtete, dass ich durch sie Uneinigkeit in Mohammeds Religion bringen könnte, indem ich diese Wahrheit offenbarte. Deshalb habe ich all diese Offenbarungen verbrannt. Als ich in die geistige Welt kam, tat mir das unsagbar leid für Gott und die Himmel. Erst hier verstand ich, was ich auf Erden getan hatte. Gott und die Himmel hatten mir diese Wahrheit übermittelt, damit ich sie Mohammeds Gläubigen überbringe. Gott vergab mir, und ich erhielt von ihm eine überschäumende, ewige Glückseligkeit. Gott fragte mich daraufhin in der geistigen Welt: „Abu Bakr, wenn du noch etwas brauchst, dann sag mir, was ich für dich tun kann."
Ich antwortete Gott: „Du kennst meinen innigsten Wunsch auf Erden und auch in der geistigen Welt. Ich möchte Dich nur sehen und in meine Arme nehmen. Aber ich fühle, dass ich dem nicht würdig genug bin. Aber jetzt ist es auch mein innigster Wunsch, dass Du deinen Geruch in meinen Geist und in meine Seele einbringst." Gott fragte: „ Was kann ich noch für dich tun?" Und ich antwortete Ihm: „Ich möchte nur in deiner Liebe atmen und alles um mich herum vergessen." Und Gott antwortete: „Ich werde tun, worum du mich gebeten hast. Oh Abu Bakr, du bist mir viel mehr wert als das." Im gleichen Moment lieÝ Gott mich in eine der höchsten Welten des Paradieses aufsteigen und erlaubt es mir, Ihn von Zeit zu Zeit zu sehen. Es wurde mir auch gestattet, in den goldenen Dimensionen der Engel zu reisen. Dort erhalte ich mehr geistige Wahrheit und dadurch lerne ich Gott noch viel tiefer und besser kennen." 
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